Das Nachteulenspiel ist – wie der Name schon sagt – ein Nachtspiel. Auf einem ca. 500-1000 m langem Rundparcours (um einen Häuserblock oder um ein Waldstück herum) liegen vier Stationen verteilt. Die Kinder werden in vier Gruppen eingeteilt, unabhängig davon werden sie jeweils an eine der Stationen geschickt, die ihre Start-Station ist.

Spielphase

Die Kinder starten und spielen aber zunächst jeder für sich. An jeder Station treten immer zwei Kinder gegeneinander an (der Rest der Kinder stellt sich hinten an und muss warten); jeweils der Gewinner des Duells darf weiter zur nächsten Station, der Verlierer muss sich wieder hinten anstellen. Verliert ein Kind zum dritten Mal an der gleichen Station, darf der Gewinner und der Verlierer weiter zur nächsten Station aufrücken. Hat ein Kind eine komplette Runde hinter sich und erreicht wieder die Startstation, so erhält es eine Wunderkerze, die es gut aufbewahren muss. Das ganze Spiel wird auf Zeit gespielt, es empfiehlt sich eine Stunde Spielzeit für die erste Phase. Nach sechzig Minuten wird die erste Phase abgebrochen und die Kinder finden sich an einen zentralen Ort in ihren Gruppen zusammen. Nun wird die zweite Phase begonnen:

Wertungsphase

Jede Gruppe erhält gleichzeitig eine brennende Wunderkerze, an der nun nacheinander die Wunderkerzen entzündet werden, die die Gruppe erhalten hat. Gewinner ist die Gruppe, deren Wunderkerze noch als letzte brennt.

Bemerkungen

Sollen mehr als 4 Gruppen an den Start gehen oder sind insgesamt mehr als 20 Kinder am Spiel beteiligt, so sollten die 4 Stationen doppelt besetzt werden. Es können auch weitere Stationen gebildet werden, allerdings dauert es dann länger, bis die Kinder ein Wunderkerze erhalten – und das wirkt sich nachteilig auf die Spielmotivation aus. In der Wertungsphase kann mit scharfen oder gemäßigten Regeln gespielt werden: Scharf wäre es, wenn jede Gruppe nur einmal Feuer bekommt. Gelingt das Entzünden einer Wunderkerze an der vorherigen nicht, so hat die Gruppe ihren Sieg verspielt. Die gemäßigte Version wäre, wenn beim Erlöschen der Wunderkerze noch mal Feuer gereicht wird, allerdings muss dann zur Strafe eine Wunderkerze abgegeben werden.

Die Stationen 

  • Station 1: Kerzen ausblasen Jeweils zwei Spieler versuchen gleichzeitig und aus gleichem Abstand jeweils eine Kerze auszupusten. Gelingt es nicht, dürfen beide den Abstand um 20 cm verringern. Wer als erster die Kerze auspustet, darf weiterziehen. Gehen beide Kerzen gleichzeitig aus, wird der Abstand wieder um ca. 10 cm erhöht. 
  • Station 2: Kerzen anzünden Jeweils zwei Spieler versuchen gleichzeitig, zwölf Teelichter anzuzünden (mit Streichhölzern!). Wer als erster alle Lichter brennen hat, darf weiterziehen. (Tipp: Die Teelichter brennen schneller an, wenn sie nicht neu sind und noch warm sind. Deshalb vor dem Start des Spiels die Teelichter auch gleichzeitig löschen!) 
  • Station 3: Lesen im Dunkeln Zuerst geht Spieler Nr. 1 mit einer Taschenlampe in der Hand aus ca. 10 m Entfernung auf den Spielleiter zu, der ein DIN-A-4- Blatt vor sich hält, auf das ein nicht zu langes Wort geschrieben steht (wie z.B. Hund, Baum, Haus, Esel, Fußball, Acker etc.). Sobald der Spieler das Wort lesen kann, ruft er es laut dem Spielleiter zu: Ist es richtig, so bleibt er dort stehen. Nun versucht Spieler Nr. 2 sein Glück mit einem neuen Wort. Kann er das Wort aus größerem Abstand erkennen als Spieler Nr. 1, zieht er weiter. Jeder Spieler hat nur einen Versuch, ist das genannte Wort falsch, so scheidet er sofort aus und der andere Spieler ist Gewinner. 
  • Station 4: Die Kerze im Wind Jeweils zwei Spieler treten gegeneinander an und laufen einen parallel aufgebauten Parcours (höchsten 10 m, mit nur leichten Hindernissen) hin und zurück – mit einem brennenden Teelicht auf der ausgestreckten Hand (oder eine Haushaltskerze). Wer als erster mit der brennenden Kerze wieder im Ziel ist, darf weiter ziehen. Geht die Kerze während des kurzen Parcours aus, so muss am Start wieder neu Feuer geholt und von vorne gestartet werden.

 

QUELLEKarl-Leisner-Jugend
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Daniel Seiler ist der Kopf hinter dem Jugendleiter-Blog. Seit mehr als 10 Jahren ist er in der Jugendarbeit aktiv, hat viele Jahre einen Verband geleitet und bloggt nun aus seinen Erfahrungen aus über 100 Freizeittagen und mehr als 200 Gruppenstunden. Die besten Spiele und Ideen sind als Bücher erschienen.

2 KOMMENTARE

  1. Hallo Daniel 🙂
    Eine coole Spielidee allerdings habe ich das Gefühl es ist etwas gefährlich mit so vielen Kerzen etc.
    Hast du eine guten Tipp oder eine gute Regel dass nichts passiert!?
    Würde mich sehr freuen!!

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