Vorbereitung des Spiels

Ein 10x10m großes Areal wird abgesteckt und Form eines Eilands. Drumherum liegen kleine Pappen, grad so groß, dass nur einer darauf stehen kann. (Treibgut) Diese dürfen auch verschoben werden. Andere größere Pappen (Felsen an der Küste) sind unverrückbar. Rings um das Eiland schwimmt Treibgut vom gesunkenen Schiff Freya. ( siehe Geschichte)

Darunter befinden sich auch Sachen wie:

  • Flaschen Wasser
  • Töpfe
  • Holz in unterschiedlicher Länge
  • Kothenbahnen als Segelreste
  • Eine Dose aus der Kombüse mit Misteriösen Inhalt (Suppenpulver)
  • Seile
  • Machete
  • Verbandmaterial

Aufgabe bei dem Spiel (siehe nach der Geschichte)

Mit der folgenden Geschichte wird in das Spiel eingeleitet und die Athmosphäre geschaffen.

Eintragungen im Logbuch des Frachtseglers Freya

Es ist Donnerstag der 11. September 1846
Es ist nun schon zwei Wochen her als wir aus Phuket ausliefen.
Unser Ziel war Batikaloa auf Sri Lanca. Unser Schiff die „Freya“ ist voll beladen. Die ersten Tage verliefen ruhig. Die Mannschaft ist guter Dinge und freut sich auf Indien. Es verspricht ein gutes Geschäft zu werden.

Montag 14. September 1846
Der indische Ozean ist heimtückisch und nicht kalkulierbar.
Nach anfänglicher Flaute bläst der Wind nun aus süd-westlicher Richtung.
Es ist schwierig den Kurs zu halten. Der Bootsmann versteht sein Geschäft und kann sehr gut mit dem Kompass umgehen um uns auf Kurs zu halten. Die Mannschaft hält sich wacker, doch es zerrt an den Nerven.

Donnerstag 17. September 1846
Ein Sturm hält uns schon seid zwei Tagen fest im Griff.
Wir mussten schon einiges über Bord werfen um nicht zu kentern.
Unser Ziel ist in weite Ferne gerückt, da wir unseren Kurs immer wieder kreuzen müssen. Unserem Smutje in der Kombüse gelingt es trotz dieser widrigen Umstände uns mit seinem leckeren Essen bei laune zu halten. Mannschaft ist erschöpft halten aber noch
stand.
Die Segel haben erste Risse. Ist kaum möglich zu reparieren. Wasser im Laderaum. Sonst alles in Ordnung.

Freitag 18. Sept. 1846
Stürmische See. Es zieht etwas Großes auf. Hoffentlich hält das Schiff. Verlust eines Rahsegels. Kein Ersatz. Gestern Nacht hat es einen unserer Matrosen erwischt. Er wurde von einer Riesenwelle von Bord gespült. Alle Versuche in zu retten scheiterten.
Herr, nimm’ unseren Kameraden Ole Lindström auf in deine Herrlichkeit.
Er war ein guter Matrose.
Das Wasser im Laderaum steigt. Das Schiff hat schon Schlagseite. Gott steh uns bei!

Kapitän
Holger Olofson

Bericht eines Handelsreisenden auf Sri Lanka, der die Geschichte der 3 Überlebenden für die Nachwelt aufschrieb
Der Samstag fing ruhig an. Die Angst wich aus den Gesichtern der Männer. Doch am Nachmittag wälzte sich eine schwarze Wand aus Gewitterwolken aus westlicher Richtung auf das Schiff zu. Alles war auf den Beinen um mit letzter Anstrengung das Schiff für diesen Sturm zu wappnen. Selbst der Klabautermann hing in den nassen Seilen der hohen Masten.
Als die fahle Sonne sank wurde sie von der schwarzen Sturmfront regelrecht verschluckt. Die Topmasten knarrten bedrohlich in ihren Verankerungen. Immer wieder trafen große Brecher den Rumpf des Schiffes und eine Gischt aus salzigem Meerwasser fegte über das Deck. Die Männer waren nass bis auf die Knochen das Salzwasser brannte in den Augen, die Hände aufgequollen und zernarbt, aber dennoch hatten sie den Mut nicht verloren, kletterten in die Takelagen um Taue und Segel zu reparieren. Das laute ohrenbetäubende Tosen der indischen See blies alle Rufe und Kommandos über Bord. Es war fürchterlich. Wie aus dem Nichts kam eine Welle quer zur Strömung und knallte scheppernd über die Backbordseite und riss das Topsegel mit sich. Nur noch flatternde Fetzen von Takelage und Segeltuch waren übrig. Eine zweite Querwelle schepperte über Bord. Gewaltiger als die die Erste. Wie ein mächtiger Fausthieb Neptuns schmetterte die Welle gegen das knarrende Schiff und brach Topmast und Mittelmast aus seiner Verankerung. Berstendes Holz, salziges Seewasser und die angsterfassten Schreie der Seeleute wurden über Bord gespült um im nassen Grab des indischen Ozeans zu versinken. Noch so eine Welle würde den Tod bedeuten. Das Ruder weggerissen, Masten zerschmettert und mit 8 Grad Schlagseite auf Steuerbord trieben sie dem Tod entgegen. Der letzte Brecher katapultierte das Schiff in die Höhe um im Wellental zerschmettert zu werden. Die Mannschaft konnte sich noch grade rechtzeitig aus den Fängen Neptuns befreien. Die ganze lange Nacht tanzte das kleine Rettungsboot über die stürmische See. Tiefste Finsternis umgab sie und sie waren der Erschöpfung nahe.
Der Morgen graute. Der nächtliche Sturm hatte sich gelegt. Das kleine hölzerne Boot dümpelte halb voll Wasser auf der schäumenden See. Möwen kreisten über ihnen. Das
war ein gutes Zeichen. Als der Wolkenschleier sich hob entdeckten sie in der Ferne eine Insel. Grau grün durchbrach sie den glatten Horizont. Am Mittag erreichten sie mit allerletzter Anstrengung das felsige und zerklüftete Ufer des Eilands. Der Schädel dröhnte vor Schmerzen und sie spürten jeden Muskel und jeden Knochen im zerschundenen Körper. Ausgedörrt vom Salzwasser und hungrig stolperten sie über die glatten Felsen. Sie brauchten nun ein geeigneten Unterschlupf und etwas Essbares.
Doch sie hatten wenig Zeit dafür, denn erneut kam ein Sturm auf sie zu. Und hier an dieser Steilküste war nicht der beste Aufenthaltsort wenn große Brecher an die Felsen knallen. Im Wasser schwammen Trümmer, kleine Wasserfässer, Reste der Segel und alles Mögliche mehr. Der Wind heulte zwischen den zerklüfteten grauen Felsen. Regen prasselte hernieder. Die ersten mittelgroßen Wellen brachen schäumend ans Ufer. Die Männer mussten sich gegenseitig festhalten bei dem Versuch so viel wie Möglich von dem Treibgut an Land zu holen. Es durfte Niemand von den Wellen fortgespült werden. Denn eines hatten sich die Kameraden des Schiffes „Freya“ auf ewig geschworen.
Allzeit bereit, einander zu helfen! Egal was auch kommen mag.

Aufgabe der Teilnehmer der Expedition Eiland

Die Teilnehmer haben sich alle auf das Eiland gerettet. Nun müssen sie

  1. Ein Unterschlupf für alle bauen
  2. Essen zubereiten
  3. Die Verwundeten versorgen

Sie müssen das Treibgut dazu aus dem Wasser fischen. Dazu dürfen sie aber nur auf den festen und losen Pappen zu dem Treibgut gelangen.
UND: Sie dürfen niemals den Kontakt zur Insel verlieren (Entweder mit Menschenkette oder Dingen die mit der Insel Kontakt haben.

Ziel des Spiels

Ziel des Spiels ist es, die Wichtigkeit eines jeden Einzelnen zu fokusieren. Sei es als Treibgutfischer, Feuermacher, Zeltaufbauer oder Koordinator → späterer Kornett?

Volker Stanko
Ich bin Volker Stanko vom DPSG-Stamm Nottuln. Ich bin schon als Wölfling 1981 in Nottuln angefangen und bin nun schon fast 20 Jahre Leiter in allen Stufen.

2 KOMMENTARE

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