Jede Gruppe bekommt ein Schweizer Nummernkonto mit einem Guthaben von 100 Franken. An jeder Station wird direkt ins Konto der neue (Spiel-)Stand eingetragen. Die erste Gruppe an einer Station liefert dabei jeweils den Referenzwert. Es sollte also zugesehen werden, dass nicht immer dieselbe Gruppe als erste an einer Station ist.

Man kann das „Schlau-Lauf-Spiel“ so gestalten, dass Gruppe 1 bei Posten 1 anfängt, Gruppe 2 zeitgleich an Posten 2 usw. Somit legt jede Gruppe einmal vor, um den Referenzwert festzulegen. Zu jedem Posten gehört ein besetzter Posten sowie ein stiller Posten. Nachfolgend zwei (vier) Beispiele:

 

1) Wasserstaffette (Almöi)

Ort: Flache Flussstelle nähe Naturlehrpfad

Beschreibung: Über dem Fluss ist eine stramme Leine (Wäscheleine) gespannt und mit einem Eimer bestückt, in dem sich ein Loch auf dem Grund befindet. Der Eimer wird mit einem anderen Band vom Leiter über den Fluss hin- und hergezogen. Die Gruppe (oder nur 5 davon) steht im Fluss unter der Leine mit jeweils einer festgeschnallten Konservendose auf jedem Kopf. Die Gruppe muss nun versuchen, möglichst viel Wasser aufzufangen, das aus dem Eimerloch rieselt. Das Spiel geht nicht auf Zeit, sondern ist dann vorbei, wenn die 2. Eimerladung leer ist.

Material: Wäscheleine, doppelt so langes Band, Eimer mit Loch, Eimer ohne Loch zum Nachfüllen, Behälter zum Messen, Konservendosen mit Kopfhalterung, Lineal

Punktesystem:

· Vorgabe: mm-Anzahl der 1. Gruppe im Messbehälter = 150 Franken
· Lastschrift: pro 1 mm unter Vorgabeergebnis = 1,75 Franken
· Gutschrift: pro 1 mm über Vorgabeergebnis = 2,50 Franken

 

Leiser Posten: Klopapiertransport

Ort: Startpunkt Naturlehrpfad

Beschreibung: Eine Klopapierrolle mit 250 Blatt wird komplett ausgerollt. Die Gruppe macht eine lange Schlange und muss das vollständig ausgerollte Klopapier über den Köpfen bis zum lauten Posten tragen. Das längste heile Stück wird nachher gewertet.

Material: 5 Klopapierrollen

Punktesystem:

· Vorgabe: 200 Blatt = 100 Franken
· Lastschrift: pro Blatt unter 200 = 50 Rappen
· Gutschrift: pro Blatt über 200 = 35 Rappen

 

2) Döner-Verhandlung (Döner-Männli)

Ort: hinter Hängebrücke

Beschreibung: Die Gruppe hat Hunger und muss einen sehr luxuriösen Döner kaufen. Das Döner-Männli ist jedoch Geschäftsmann und verlangt einen unverschämten Preis dafür. Die Gruppe muss nun versuchen, den Preis herunterzufeilschen. Dazu hat der Döner-Mann verschiedene Vorschläge, die den Döner billiger machen:
Schlachtruf singen (Je nach Lautstärke 1,50 bis 3,50 Franken), 30 Sekunden Liegestützen von 1 Person (Pro LS 10 Rappen), Witz erzählen (Je nach Lustigkeit 0,50 bis 4 Franken), …

Material: Döneratrappe, …

Punktesystem:

· Vorgabe: Dönerpreis = 150 Franken
· Lastschrift: entfällt (siehe leiser Posten)
· Gutschrift: je nach Aufgabenbewältigung X Franken Preisnachlass

 

Leiser Posten: Buchstabensalat

Ort: vor Hängebrücke

Beschreibung: Am Geländer hängen auf durchnummerierten Zetteln 36 Buchstaben, die man erst beim Umdrehen der Zettel lesen kann. Die Gruppe geht nach und nach über die Hängebrücke und muss sich möglichst viele Buchstaben mit den dazugehörigen Zahlen merken. Das Döner-Männli hat die Übersicht über die 36 Kombinationen und fragt die Gruppe danach. Im Anschluss hat die Gruppe 1 Minute Zeit, um ein möglichst langes im Duden oder im Lager existierendes Wort zu bilden. Gewertet wird nach richtigen Zahl/Buchstabenkombinationen und der Länge des gebildeten Wortes.

Material: 36 Zettel mit je einem Buchstaben und einer Zahl, Übersicht, Duden

Punktesystem:

· Vorgabe: 28 Kombinationen = 50 Franken, Wortlänge: 8 Buchstaben = 50 Franken
· Lastschrift: pro Kombination unter 28 = 2,50 Franken, pro Wortbuchstabe = 2 Franken
· Gutschrift: pro Kombination über 28 = 2 Franken, pro Wortbuchstabe = 3 Franken

Zur detaillierten Spielbeschreibung mit allen 10 Posten bei Praxis Jugendarbeit

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Daniel Seiler ist der Kopf hinter dem Jugendleiter-Blog. Seit mehr als 10 Jahren ist er in der Jugendarbeit aktiv, hat viele Jahre einen Verband geleitet und bloggt nun aus seinen Erfahrungen aus über 100 Freizeittagen und mehr als 200 Gruppenstunden. Die besten Spiele und Ideen sind als Bücher erschienen.

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