Im Rahmen der Artikelserie „Digitale Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen“ möchte ich heute einen Blick auf das Taschengeld von Kindern und Jugendlichen werfen und schauen, wo und für was die Zielgruppe dieses ausgibt.

Wie viel Taschengeld bekommen Kinder und Jugendliche?

Kinder und Jugendliche bekommen ihr Taschengeld von den Eltern, aber auch Großeltern, Tanten oder Paten stecken ihnen regelmäßig Geld zu. Laut einer aktuellen Studie des Egmont Ehapa-Verlags verfügen rund 84 Prozent der Kinder und Jugendlichen frei über Geld. Der Verlag spricht von deinem durchschnittlich, monatlich verfügbaren Taschengeld von 27,50 Euro bei den 4- bis 13-Jährigen.

Die folgende Graphik, basierend auf einer anderen Erhebung, zeigt dabei aber deutlich, dass es zum einen Unterschiede im Taschengeld gibt, was zum einen das Alter, und zum anderen das Geschlecht angeht.

Statistik: Durchschnittliches monatliches Taschengeld von Jungen und Mädchen | Statista

Diese Zahlen beziehen sich auf Kinder und Jugendliche, die bereits zur Schule gehen. Unter den Vorschulkindern befinden sich nur rund 53 Prozent, die bereits regelmäßig Taschengeld beziehen.

Neben dem monatlichen Taschengeld erhalten Kinder und Jugendliche auch zu besonderen Anlässen, wie Weihnachten, Ostern oder dem Geburtstag Geldgeschenke. Der Ehapa-Verlag spricht hier von einem durchschnittlichen Betrag von 189 Euro im Jahr – 19 Euro mehr als noch im Jahr zuvor.

Was machen Kinder und Jugendliche mit ihrem Taschengeld?

Kinder bis 9 Jahren geben ihr Geld vor allem Büro Süßigkeiten und Kleinigkeiten zum Sammeln, wie zum Beispiel Überraschungseierfiguren aus. Auch kleinere Gegenstände für ihr Zimmer und Materialien für ihre Hobbys schaffen sie sich an. Mit zunehmenden Alter, etwa ab der dritten Klasse, werden auch Zeitschriften, Bücher und Comics interessant. Ab 10 Jahren werden Produkte zur Körperpflege relevant; ab 12 Jahren etwa werden auch Eintrittskarten für Kino, Konzerte oder Sportveranstaltungen häufiger gekauft.

Geben Kinder und Jugendliche ihr Taschengeld im Internet aus?

Auch wenn gerade Online-Geschäfte für und mit Kindern auf Grund der eingeschränkten Geschäftsfähigkeit nicht immer erlaubt sind, so ist mit Blick auf die zunehmende Digitalisierung doch davon auszugehen, dass zunehmend auch die oben genannten Produkte wie Körperhygieneartikel oder Lesestoff online erworben werden.

Über digitale Güter, wie Musik- oder Video-Downloads, gibt es aktuell keine spezielle Erhebung und Daten zur Nutzung. Mit Blick auf die starke Nutzung dieser Angebote im Netz ist aber davon auszugehen, dass auch diese Güter bereits jetzt und in der Zukunft stärker von Kindern und Jugendlichen online konsumiert und dafür auch von ihnen bezahlt werden.

Wie können Kinder und Jugendliche im Netz bezahlen?

Da Kinder aber häufig nicht über uneingeschränkte Zahlungsmöglichkeiten im Netz verfügen (bei Erwachseneren wäre dies zum Beispiel eine Kreditkarte) , stellt sich die Frage, wie sie diese Güter online erwerben sollen.

Denkbar sind hier unter anderem ein Paypal-Account, den die Eltern stark kontrollieren oder eine Kreditkarte mit Prepaid-Funktion. Beide müssen aber von den Eltern stark überwacht und kontrolliert werden und sind nicht ohne größeren administrativen Aufwand einzurichten.

Eine Alternative kann hier paysafecard sein. Der Anbieter, der diese Blogreihe auch möglich macht, bietet ein ähnliches Verfahren wie Handy-Prepaid-Karten an. Details stellen wir euch hier vor.

Eine weitere Möglichkeit ist auf dem amerikanischen Markt vorhanden: Dort gibt es mittlerweile spezielle Zahlungssysteme, mit denen Eltern die Online-Einkäufe ihrer Kinder über eine App bzw. eine Webseite freigeben können. Dazu legen die Kinder ein Taschengeldkonto an. Auf dem deutschen Markt ist ein solcher Anbieter noch nicht online.

So geht es weiter

In den nächsten Artikel der Serie werde ich einen Blick auf die Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen werfen. Dabei wird es zuerst um den Bereich der Kommunikation gehen; anschließend um Spiele und um Musik & Videos. Der nächste Artikel erscheint etwa in 4 Wochen.

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Daniel Seiler ist der Kopf hinter dem Jugendleiter-Blog. Seit mehr als 10 Jahren ist er in der Jugendarbeit aktiv, hat viele Jahre einen Verband geleitet und bloggt nun aus seinen Erfahrungen aus über 100 Freizeittagen und mehr als 200 Gruppenstunden. Die besten Spiele und Ideen sind als Bücher erschienen.

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