Teilnehmer: 5 – 25 Personen
Dauer: 30 – 60 Min
Alter: ab 8 Jahren

Regeln:

Die TN ziehen sich an einen ruhigen Platz zurück. Hier überlegen sie, was sie von der bevorstehenden Veranstaltung erwarten (Inhalte, Umgangsweisen, Ergebnisse usw.). Jedes Stichwort wird von ihnen auf eine Metaplankarte notiert. Dann überlegen sie, welche Ängste und Befürchtungen sie gegenüber dem Kommenden haben. Dabei können sie sich selber betrachten oder aus den Erfahrungen vergangener Veranstaltungen schöpfen oder freundlich gesonnen über die Gefühle der anderen spekulieren (“Welche Befürchtungen könnten andere haben?”). Auch hier schreiben sie je Stichwort einen Zettel. Die Zettel werden an einem großen Bild gesammelt: Darauf ist ein Baum mit einer Wiese. Da die “süßesten Früchte immer ganz oben hängen”, kleben wir die wichtigsten Erwartungen nach oben, andere mehr nach unten. Ganz hoch gesteckte Hoffnungen können auch über dem Baum in einer Wolke sitzen. Die Befürchtungen aber, werden wie “faule Äpfel” ins Gras gelegt, also unter den Baum geklebt.

Alle Zettel werden kurz von der Spielleitung vorgelesen. Evtl. können sie kurz erörtert werden. In einer zweiten Phase werden kleine Gruppen oder Paare gebildet. Jedes Paar / jede Kleingruppe nimmt sich zwei, drei Befürchtungen vor (je nach Anzahl der Zettel und der Kleingruppen) und erarbeitet entsprechende Lösungsvorschläge: wie gehen wir miteinander um, um Ängste zu beseitigen, welche Gruppenregeln könnten hilfreich sein, um die Erwartungen abzusichern, wann kann und sollte sich jemand zurückziehen usw. – sie weben gemeinsam sozusagen ein Sprungtuch, welches den mutigen Sprung über die Schwelle der Veranstaltung absichert. In einer dritten Phase werden alle “Kleingruppensprungtücher” zusammengetragen – bildlich in einem Netz, welches zwischen Baum und Boden gemalt wird.

Dieses Netzwerk gegenseitiger Hilfe wird besprochen. Daraus sollten sich Regeln für die Gruppe ableiten lassen, die Befürchtungen und Erwartungen gegenüber einer Veranstaltung berücksichtigen.

Hinweise

  • Die gesammelten Punkte können als Impulse für die Erarbeitung der Gesprächsregel für die Gruppenarbeit genutzt werden. (Vergleiche Gesprächsregeln zu Beginn dieses Leitfadens).
  • Der Individualisierung von geäußerten Befürchtungen sollte entgegengewirkt werden.
  • Die Kleingruppen sollten begleitet werden, wenn die Teilnehmer/innen sich noch nicht gut kennen oder jung sind (jünger als 16 Jahre).
  • Es kann sein, dass bei der Sammlung ein bekanntes Phänomen auftritt: je größer die Probleme sind, desto weniger wird benannt. Dann kann die Leitung motivierend aktiv werden.
  • Es ist übersichtlich, verschieden farbige Metaplankarten zu nehmen, z. B.: rot für Befürchtungen, grün für Erwartungen und gelb für die Vereinbarungen im Sprungtuch.

Diese Idee kommt vom JRK Westfalen-Lippe. Vielen Dank für die Bereitstellung der Idee.

Hallo, schön, dass du hier vorbeischaust. Ich bin der Kopf hinter dem Jugendleiter-Blog und bin seit über 10 Jahren in der Jugendarbeit aktiv, habe viele Jahre einen Verband geleitet und blogge hier über meine Erfahrungen aus mehr als 100 Freizeittagen und 200 Gruppenstunden.

Meine besten Spiele und Ideen sind als Bücher erschienen.

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