Die neuen Medien machen natürlich keinen Halt vor Kinder- und Jugendreisen oder Internationalen Begegnungen. Und so verwundert es nicht, dass bereits hunderte von Filmen zu den Schlagworten „Ferienlager“, „Zeltlager“ oder „Ferienfreizeit“ bei youtube.com eingestellt sind. Manche Veranstaltungen scheinen hier geradezu flächendeckend abgebildet zu sein. Dabei darf aber nicht vergessen werden, dass natürlich auch für Videoaufnahmen das „Recht am eigenen Bild“ gilt. Danach darf grundsätzlich niemand Bilder oder Videos einer Privatperson gegen deren Willen veröffentlichen. Nicht einmal, wenn diese bei öffentlichen (Massen-)Veranstaltungen wie einem Zeltlager oder einem Straßenfest aufgenommen wurden. Im eigenen Fall darf man verlangen, dass die Bilder oder Videos wieder entfernt werden. Um hier möglichen Abmahnungen, einstweiligen Verfügungen und Klageverfahren zu entgehen ist Veranstaltern dringend zu empfehlen bei geplanten Veröffentlichungen (auch auf eigenen Internetseiten) die vorherige Zustimmung der Abgebildeten einzuholen. Dies kann auch bereits bei der Anmeldung zur Reise geschehen. Versteckte Klauseln in Allgemeinen Reisebedingungen werden allerdings regelmäßig überraschend und daher unwirksam sein.

Ob das aber alle User beachtet haben?

Glauben wir mal an das Gute im User, dann stellt sich immer noch die Frage, ob so manches Detail auch wirklich einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden muss. Da wäre zum Beispiel die Verletzung der Verkehrssicherungspflicht durch die Betreuer im Film „Saschas Gruppe rutscht alles weg“:

Die Jungs kommen beim Rutschen auf der selbstgemachten Wasserrutsche schnell zu der Erkenntnis: „Das ist geiler als Bobbycar-Fahren!“ – Ok. Es sieht tatsächlich so aus, als ob sie Spaß hätten. Aber dass sie bei allzu kräftigem Rutschen auch bösartige Verletzung nicht zuletzt im Intimbereich hätten hinnehmen müssen, haben sie tatsächlich erst bei Minute 3:09 (Restzeit: 5:35) gemerkt. Dann erst verschwindet nämlich der Metall-Fahrradständer, auf den die Horde zustürmt. Gerade nochmal gutgegangen.

Wer etwas ruhigeres sehen möchte, der kann sich natürlich auch den Psychothriller „The Making of Stampfkartoffeln“ ansehen. Nur vorweg: Chefkoch Rainer wird den Stampfern tatsächlich „gute Arbeit!“ bescheinigen.

Und weil aller guten Dinge drei sind, hier noch ein Tipp für alle Ängstlichen unter uns: was laute Musik und eine dicke Spinne im Zelt aus Jugendlichen machen kann, sieht man hier:

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