“Seltsame Welt” von Alli Neumann spricht die Widersprüche und Paradoxien unserer Welt an. Die Jugendlichen sollen in dieser Gruppenstunde darüber nachdenken, wie sie die Welt wahrnehmen und wie sie mit den Kontrasten zwischen Schönheit und Hässlichkeit, Freude und Schmerz umgehen.
- Aufwärm-Spiel: “Widersprüche finden”
- Einführung des Themas
- Arbeit am Thema
- Die Welt auf Papier bringen
- Diskussionsrunde: Wie gehe ich mit den Widersprüchen um?
- Zitate-Workshop: Inspirierende Gedanken teilen
- Spiel: “Reise durch die seltsame Welt”
- Abschlussrunde und Verabschiedung
- Weiterführende Links zur Recherche für Jugendleiter*innen:
- Material
Aufwärm-Spiel: “Widersprüche finden”
Zum Einstieg wird das Spiel “Widersprüche finden” gespielt. Die Jugendlichen bilden Kleingruppen und bekommen die Aufgabe, in ihrem Umfeld – das kann der Raum selbst oder ein kurzer Rundgang um das Gebäude sein – mindestens fünf Widersprüche zu finden. Das könnten Dinge wie “Der Mülleimer steht direkt neben der Pflanze” oder “Eine sonnige Ecke, die kalt ist” sein. Nach 10 Minuten kommen die Gruppen zurück und präsentieren ihre gefundenen Widersprüche. Dieses Spiel dient dazu, die Wahrnehmung für Gegensätze zu schärfen und eine Basis für die kommenden Diskussionen zu legen.
Einführung des Themas
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Nach dem Aufwärmen wird der Song “Seltsame Welt” gemeinsam angehört.
Die Jugendlichen erhalten den Text als Handout und können während des Hörens Zeilen unterstreichen, die sie besonders bewegen. Anschließend wird gemeinsam darüber gesprochen, was sie bei dem Lied fühlen und welche Gedanken es in ihnen auslöst. Es können Fragen gestellt werden wie: “Was empfindet ihr als schön an der Welt?” und “Welche Aspekte der Welt empfindet ihr als seltsam oder verstörend?” Dies dient dazu, die unterschiedlichen Perspektiven der Jugendlichen auf die Welt zu sammeln.
Arbeit am Thema
Die Welt auf Papier bringen
Im ersten Teil des Workshops bekommen die Jugendlichen die Aufgabe, in Gruppenarbeit Plakate zu gestalten, die verschiedene Aspekte der Welt darstellen. Dabei sollen sie eine Seite des Plakats mit positiven Aspekten (Schönheit, Freude, Hoffnung) und die andere Seite mit negativen Aspekten (Leid, Ungerechtigkeit, Angst) füllen. Dafür stehen ihnen Zeitungen, Magazine, Farben, Stifte und andere Materialien zur Verfügung. Sie können sowohl Bilder als auch Texte oder Zitate verwenden, um ihre Vorstellungen zu visualisieren.
Diskussionsrunde: Wie gehe ich mit den Widersprüchen um?
Nachdem die Plakate fertig sind, werden sie im Raum aufgehängt und die Gruppen stellen ihre Ergebnisse vor. Im Anschluss findet eine moderierte Diskussionsrunde statt, in der die Jugendlichen darüber sprechen, wie sie persönlich mit den Widersprüchen der Welt umgehen. Themen könnten sein: “Wie kann ich in einer ‘seltsamen Welt’ positiv bleiben?” oder “Was kann ich tun, um die Welt um mich herum zu verbessern?”.
Zitate-Workshop: Inspirierende Gedanken teilen
Die Jugendlichen erhalten verschiedene Zitate, die sich mit den Themen der Gruppenstunde beschäftigen, etwa über die Dualität der Welt oder die Bedeutung von Hoffnung und Engagement. Diese Zitate werden verteilt und jede*r sucht sich ein Zitat aus, das sie*ihn besonders anspricht. Dann schreiben die Jugendlichen auf Kärtchen, warum dieses Zitat für sie wichtig ist und wie es ihnen hilft, die Welt besser zu verstehen. Anschließend werden die Kärtchen an eine gemeinsame Wand gehängt, sodass ein “Inspirations-Wall” entsteht, der während der gesamten Gruppenstunde als eine Art Mutmacher und Denkanstoß dient.
Spiel: “Reise durch die seltsame Welt”
Zur Auflockerung und gleichzeitig zur Vertiefung des Themas wird das Spiel “Reise durch die seltsame Welt” gespielt. Hierbei handelt es sich um ein Rollenspiel, bei dem die Jugendlichen in verschiedene Rollen schlüpfen, die typisch für die Paradoxien und Widersprüche unserer Welt sind. Beispiele für Rollen könnten sein: “Der*die Optimistin, der*die nur das Schöne sieht”, “Der*die Pessimistin, der*die nur die Probleme sieht”, “Der*die Träumerin, der*die hofft, die Welt ändern zu können”. Die Jugendlichen bekommen eine kurze Einführung in ihre Rolle und dann die Aufgabe, sich in Kleingruppen eine kurze Szene zu überlegen, in der sie ihre Rolle zum Ausdruck bringen. Diese Szenen werden dann vor der gesamten Gruppe aufgeführt. Anschließend wird darüber gesprochen, wie es sich anfühlte, in diese Rolle zu schlüpfen und was es für das eigene Weltbild bedeutet. Das Rollenspiel soll dazu dienen, verschiedene Perspektiven auszuprobieren und ein tieferes Verständnis für verschiedene Sichtweisen zu entwickeln.
Abschlussrunde und Verabschiedung
Die Gruppenstunde wird mit einer Abschlussrunde beendet, in der die Jugendlichen darüber reflektieren, was sie aus der Stunde mitgenommen haben. Jede*r hat die Chance, einen Satz zu sagen, beginnend mit “Ich habe heute gelernt, dass…”. Dies kann beispielsweise sein: “Ich habe heute gelernt, dass es wichtig ist, die schönen Seiten der Welt nicht zu vergessen, auch wenn es manchmal schwerfällt” oder “Ich habe heute gelernt, dass Widersprüche normal sind und wir damit umgehen müssen”. Zum Abschluss erhält jede*r Teilnehmer*in eine kleine Karte mit einer Affirmation oder einem Zitat, das sie*ihn an die Botschaft der Stunde erinnert.
Weiterführende Links zur Recherche für Jugendleiter*innen:
https://www.songtexte.com/songtext/silbermond/seltsame-welt-g5b218bd0.html
Material
Lautsprecher, Handy/Tablet für Musik, Papier, Stifte, Flipchart, Zitatekarten, Post-its, verschiedene Farben, Zeitungen und Magazine, Klebstoff, Schere

