Der Psalm 23 ist wohl einer der beliebtesten Stellen in der Bibel. Viele Konfirmanden lernen ihn sogar für ihre Konfirmation auswendig. In diesem Psalm geht es darum, wie sich Gott (als Hirte dargestellt) um seine Kinder (als Schafe dargestellt) kümmert. Dieser Vers gibt vielen Menschen in dunklen und weniger positiven Zeiten den Halt, den sie benötigen, weil sie in Gott ihren Beschützer und “Hirten” sehen, der sie auf den richtigen Pfad bringt.
Da dieser Psalm für viele Menschen so wichtig ist, er halt und Sicherheit vermitteln kann, gilt er auch in der Jugendarbeit als sehr wichtiger Bestandteil. Denn egal wie aussichtslos eine Situation erscheinen mag, Gott liebt seine Kinder und ermöglicht es für sie, den richtigen Weg zu gehen, so auch für die Teilnehmer*innen eurer Jugendgruppe.
Dieses Gruppenstunden-Programm beschäftigt sich mit dem Psalm 23 und ist besonders für Kinder zwischen 6 und 12 Jahren geeignet. Mit einem abwechslungsreichen Programm könnt ihr den Kindern diesen Psalm näher bringen und so den Wert hinter diesen Zeilen altersgerecht vermitteln.
Diese Projektreihe soll aus zwei Gruppenstunden bestehen. Ihr werdet zunächst den Psalm besser kennenlernen, ihn gemeinsam auf kreative Weise verschriftlichen, Spiele spielen, musizieren und eine gemütliche Traumreise zum Abschluss anbieten.
Gruppenstunde 1: Wir lernen gemeinsam den Psalm 23 kennen
In der ersten Gruppenstunde bringt ihr den Teilnehmer*innen zunächst den Psalm bei. Anschließend verschriftlicht ihr diesen, gestaltet das Ganze noch kreativ auf eure Art und Weise und spielt dann zum Abschluss noch ein lustiges Spiel.
Wir wollen zusammen beten
Setzt euch zusammen in einen Sitz- bzw. Stuhlkreis. Erläutert den Kindern zunächst, was ihr vorhabt und worum es in den nächsten beiden Gruppenstunden gehen soll: Der Psalm 23.
Die meisten aus eurer Meute werden noch nicht wissen, worum es im Psalm 23 geht. Deswegen lest ihr diesen zunächst vor und ermittelt gemeinsam mit den Kindern, was mit dem Psalm gemeint sein könnte.
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“Der HERR ist mein Hirte,
mir wird nichts mangeln.
Er weidet mich auf einer grünen Aue
und führet mich zum frischen Wasser.
Er erquicket meine Seele.
Er führet mich auf rechter Straße
um seines Namens willen.
Und ob ich schon wanderte im finstern Tal,
fürchte ich kein Unglück;
denn du bist bei mir,
dein Stecken und Stab trösten mich.
Du bereitest vor mir einen Tisch
im Angesicht meiner Feinde.
Du salbest mein Haupt mit Öl
und schenkest mir voll ein.
Gutes und Barmherzigkeit
werden mir folgen mein Leben lang,
und ich werde bleiben
im Hause des HERRN immerdar.”
Psalm 23
Der Psalm 23 für mein Jugendzimmer
Der Psalm kann nicht binnen weniger Minuten auswendig gelernt werden, das ist klar. Deshalb bietet es sich mithilfe einer kleinen Bastelaktion an, diesen zu verschriftlichen und individuell zu gestalten.
Schreibt den Text zunächst auf ein Blatt Papier oder druckt ihn vorab für die Kinder aus. Dann nehmt ihr euch ein Stück Moosgummi, welches mindestens doppelt so groß sein sollte wie das Blatt Papier mit dem Psalm darauf. Klebt den Psalm auf eine beliebige Stelle des Moosgummis. Nun darf dieses noch gestaltet werden. Die Teilnehmer*innen dürfen aus anders farbigem Moosgummi Figuren aufmalen und anschließend ausschneiden (z.B. die Sonne, Schafe, einen Hirten, sich selbst …). Diese werden dann zusätzlich zu dem Psalm aufgeklebt.
Und fertig ist der Psalm 23 für die Jugendzimmer eurer Gruppe.
Kommt zusammen, meine Schafe
Für dieses Spiel sucht ihr zunächst zwei bis drei Kinder aus. Diese spielen die Hirt*innen. Die anderen Kinder stellen sich möglichst weit und durcheinander weg und sind die Schafsherde. Zusätzlich müssen sich die Schafe noch die Augen verbinden, sie dürfen nur ihrem Gehör und dem Tastsinn vertrauen.
Jedes Schaf bekommt ein Geräusch, welches es folgen muss, wenn die Hirt*innen dieses erklingen lassen, z.B. Hände klatschen, der Schlag auf einem Kochtopf oder schnipsen. Lustig ist es besonders dann, wenn sich noch Möbel zwischen den Schafen und Hirt*innen befinden. Lasst der Reihe nach die Geräusche erklingen und die Schafe müssen nach und nach zu den Hirt*innen finden.
Materialien:
– Papier
– Stifte (Bleistifte, Filzstifte)
– Scheren
– Kleber
– verschiedenfarbige Moosgummis
– verschiedene Gegenstände zum Geräuschemachen
– Augenbinden
Gruppenstunde 2: Musik, Spiel und Entspannung mit dem Psalm 23
In der heutigen Gruppenstunde dreht sich alles ums Musizieren, um ein lustiges Spiel zum Auflockern und um eine thematisch passende Traumreise, die zum Träumen und entspannen einlädt.
Musizieren zum Psalm 23
Ihr kennt nun den Psalm 23 aber dürft euch natürlich noch eine kleine Texthilfe dazunehmen. Zum Einstieg sucht ihr euch nämlich eines eurer Lieblingslieder mit schöner Melodie heraus. Zu dieser Melodie singt ihr nun gemeinsam den Psalm 23.
Nutzt für diese Hintergrundmusik entweder eigene Instrumente oder instrumentale Musik auf eurem Smartphone oder auf CD.
Der Hirtenstab
Für dieses Spiel müssen sich die Kinder zu zweit zusammentun. Um es schwieriger zu machen, können die Kinder sich auch in Dreier- oder Vierergruppen zusammentun.
Eines der Kinder ist pro Gruppe wieder der*die Hirt*in und das andere Kind ist das Schaf. Der*Die Hirt*in bekommt einen Besenstiel und muss das Schaf durch euer Gemeindehaus führen und leiten. Dazu besprecht ihr vorab bestimmte Kommandos, die mit dem Stab gegeben werden.
Beispiele:
– an das rechte Bein tippen: nach rechts laufen
– an das linke Bein tippen: nach links laufen
– auf den rechten Arm klopfen: mit der rechten Hand vorsichtig die Wand entlang tasten
– auf den Rücken klopfen: geradeaus laufen
Dann wird dem Schaf die Augen verbunden und ihr müsst heile durch eure Räumlichkeiten kommen. Lasst Treppen aber aus, da dass zu gefährlich werden kann.
Tauscht nach einiger Zeit die Rollen, sodass jede*r mal Hirt*in sein durfte.
Eine Traumreise
Macht es euch auf Unterlagen bequem und sorgt mit dämmrigem Licht, Decken und Kissen für eine angenehme und gemütliche Atmosphäre. Gerne dürft ihr auch entspannende Musik im Hintergrund laufen lassen. Lest dann die Traumreise in einer ruhigen und sanften Stimme vor. Die “—” symbolisieren kleine Pausen.
Macht es euch auf eurer Unterlage bequem. — Wenn ihr mögt, dürft ihr dabei auch die Augen schließen. — Legt eure Arme und Beine bequem ab. — Euch geht es jetzt so richtig gut — und ihr fühlt euch wohl und aufgehoben. —
Ihr befindet euch auf einer saftig grünen Wiese. — Links und rechts neben euch graden ganz friedlich viele weiße, — schwarze — und auch braune Schaf. — Es gibt Mama- und Papa-Schafe, — aber auch kleine Lämmchen, also Baby-Schafe. — Wenn ihr möchtet, könnt ihr die Schafe streicheln. — Sie lassen alles mit sich machen und grasen einfach friedlich weiter. — Ihr vernehmt leise ihr Mähen und genießt diesen schönen Sommertag. —
Es ist herrliches Wetter. — Der Himmel ist blau, — die Sonne scheint — und ab und zu zieht eine kleine Herde weißer Wolken über den Himmel. —
Ihr spürt die Sonnenstrahlen auf eurer Schulter. — Sie durchströmen ihren ganzen Körper und ihr könnt Gottes Liebe in euch spüren, — als würde Gott euch mit diesen Sonnenstrahlen Liebe, — Kraft — und Mut zukommen lassen. — Lasst diesen Moment noch eine ganze Weile auf euch wirken und spürt ihn mit jeder Faser eures Körpers. —
Lauft auf der Wiese langsam umher, — schaut euch dabei die Blumen, — das Gras, welches im Wind wiegt — und in der Ferne den Waldrand genauer an. — Was könnt ihr entdecken? —
Nun kehrt ihr langsam wieder in die wache Welt zurück. — Reckt und streckt euch. — Ballt vorsichtig eure Fäuste und gebt dabei etwas Kraft hinein. — Anschließend öffnet ihr noch die Augen und setzt euch langsam auf. — Ihr seid nun wieder vollkommen zurück, in der wachen Welt. — 2 Minuten Pause zum “wachwerden” —
Materialien:
– Instrumente oder instrumentale Musik
– Besenstiele
– Augenbinden
– weiche Unterlagen
– Decken und Kissen
– gemütliches Licht

