In dieser Gruppenstunde geht es um eine Frage, die Kinder wie Erwachsene beschäftigt: Was bedeutet Glück für mich? Ihr helft den Teilnehmenden, ihr eigenes Verständnis von Glück jenseits von materiellen Dingen zu entdecken und herauszufinden, was sie im Alltag wirklich zufrieden macht.
Aufwärmspiel: Das kleine Glück
Beginnt die Stunde mit einer positiven, lockeren Atmosphäre. Spielt dazu fröhliche Musik. Alle bewegen sich frei durch den Raum oder über die Wiese. Wenn die Musik stoppt, nennt ihr eine Farbe oder ein Gefühl, zum Beispiel “etwas Gelbes” oder “etwas, das Freude macht”. Die Kinder suchen daraufhin spontan einen Gegenstand, eine Person oder machen eine kleine Geste, die dazu passt. Nach jedem Durchgang dürfen ein oder zwei Kinder erzählen, warum sie das gewählt haben.
Einführung ins Thema
Sammelt die Gruppe nach dem Aufwärmen in einem Sitzkreis. Fragt die Kinder: “Wann habt ihr euch das letzte Mal richtig glücklich gefühlt?” Gebt allen kurz Zeit, nachzudenken. Dann darf jede*r eine Situation beschreiben, vielleicht ein gemeinsames Spiel, ein Erfolg in der Schule oder ein schöner Moment mit Freund*innen oder Familie. Weist an dieser Stelle darauf hin, dass Glück für jede*n etwas anderes bedeutet. Manche empfinden Glück, wenn sie etwas geschafft haben, andere, wenn sie Zeit mit Tieren verbringen, Musik hören oder einfach draußen sind. Gemeinsam wird deutlich: Glück ist etwas sehr Persönliches, das in vielen Formen vorkommt.
Arbeit am Thema
Baustein 1: Glücksgalerie
Gebt jedem Kind ein Blatt Papier und bunte Stifte. Die Aufgabe: Zeichnet oder malt, was euch glücklich macht. Das kann eine Person, ein Ort, eine Tätigkeit oder ein Symbol sein. Wichtig ist, dass keine Bewertung stattfindet, denn jedes Bild zeigt eine individuelle Glücksperspektive. Wenn alle fertig sind, werden die Blätter zu einer Glücksgalerie zusammengelegt. Hängt sie an eine Wand oder legt sie im Kreis auf den Boden. Die Kinder dürfen reihum erzählen, was sie gemalt haben oder ihr bittet sie, jeweils ein Wort dazu zu sagen, das ihr Glück beschreibt, wie “Freiheit”, “Freunde”, “Natur” oder “Musik”.
Baustein 2: Glücksgegenstände
Für diesen Baustein braucht ihr kleine Dinge wie Steine, Knöpfe oder Muscheln. Legt sie in die Mitte und erklärt, dass jede*r sich einen Gegenstand aussuchen darf, der das eigene Glück symbolisieren soll.
Dann überlegt gemeinsam: Was bedeutet dieser Gegenstand für mich? Welche Erinnerung oder welches Gefühl verbinde ich damit? Die Kinder gestalten danach ihren Glücksgegenstand individuell mit Farbe, einem kleinen Aufkleber oder einem Symbol. Zum Schluss kann jede*r erzählen, warum gerade dieses Stück das eigene Glück repräsentiert.
Baustein 3: Glücksnetz
Spannt ein Wollknäuel in die Mitte des Kreises. Eine Person hält den Anfang des Fadens fest und sagt: “Ich bin glücklich, wenn …”, zum Beispiel “… ich mit meinen Freund*innen lache.” Dann wirft sie das Knäuel weiter. Die nächste Person nennt ebenfalls etwas, das sie glücklich macht und hält das Fadenstück fest. So entsteht nach und nach ein sichtbares Netz aus Glücksmomenten.
Spiel: Glücksjagd
Verteilt kleine bunte Zettel im Raum oder draußen auf der Wiese. Auf jedem steht ein Stichwort wie “Freundschaft”, “Mut”, “Lachen”, “Hilfsbereitschaft” oder “Natur”. Die Kinder suchen die Zettel und bringen sie zurück in den Kreis. Jede*r zieht nacheinander einen Begriff und überlegt, wie dieser Aspekt mit Glück zusammenhängen könnte.
Abschlussrunde und Verabschiedung
Zum Abschluss setzt ihr euch gemeinsam auf die Decke oder in einen Kreis. Jede*r darf den Glücksgegenstand noch einmal in die Hand nehmen und kurz sagen, was heute besonders schön war oder was sie*ihn überrascht hat. Lasst die Stunde mit einer kleinen Entspannungsminute ausklingen: Alle schließen die Augen, atmen ruhig ein und aus. Lasst die Teilnehmenden an etwas denken, das sie oder ihn oder glücklich gemacht hat. Dieses Gefühl dürfen sie in ihren Alltag, in ihr Zuhause und zu ihren Freund*innen mitnehmen.
Weiterführende Links zur Recherche für Jugendleiter*innen
Material: großes Plakat oder Tafel, bunte Stifte, Papier, Klebezettel, Musikplayer, Decke oder Sitzkissen, kleine Glücksgegenstände wie Steine, Knöpfe, Muscheln

