In dieser Gruppenstunde entdecken die Teilnehmer*innen die geheimnisvolle Welt der Unsichtbaren. Sie müssen zusammenarbeiten, ihre Sinne schärfen und lernen, auch ohne gesehen zu werden, erfolgreich zu sein. Die Herausforderungen, die sie erwarten, werden ihre Kreativität, Schnelligkeit und ihre Fähigkeit, miteinander zu kommunizieren, auf die Probe stellen.
Spiel 1: Gemeinsame Fäden
Teilt die Gruppe in zwei Teams auf. Jedes Team erhält ein langes Seil. Die Augen der Teilnehmer*innen werden verbunden. Das Ziel des Spiels ist es, dass jedes Team eine bestimmte Strecke bewältigt, ohne den Kontakt zum Seil zu verlieren. Das Seil darf während des Spiels nicht losgelassen werden, da es die einzige Verbindung zwischen den Teammitgliedern darstellt. Die Gruppe muss sich blind aufeinander verlassen und sich koordinieren, um zusammen voranzukommen. Kommunikation ist hier der Schlüssel: Die Teilnehmenden müssen ihre Bewegungen und Aktionen miteinander abstimmen. Das Team, das als erstes die Strecke erfolgreich meistert, ohne den Kontakt zum Seil zu verlieren, gewinnt.
Spiel 2: Der unsichtbare Weg
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In diesem Spiel bewältigen die Jugendlichen einen Hindernisparcours – doch das Besondere daran ist, dass sie die Strecke nicht sehen. Die Teilnehmer*innen werden in kleinen Gruppen aufgeteilt und jeder in der Gruppe wird nacheinander durch den Parcours geführt. Einer der Gruppenmitglieder hat dabei die Augen verbunden und muss sich auf die Anweisungen der anderen verlassen, um sicher durch den Parcours zu gelangen. Die restlichen Teammitglieder dürfen den Parcours sehen und geben Anweisungen, um den*die “blinde*n” Spieler*in durch die Hindernisse zu navigieren. Der Parcours kann aus verschiedenen Hindernissen bestehen, die überklettert, unterkrabbelt oder umgangen werden müssen. Das Team, das es schafft, die meisten Mitglieder sicher und schnell durch den Parcours zu bringen, gewinnt.
Spiel 3: Spannendes Fangspiel
Dieses Spiel fordert die Jugendlichen heraus, sich leise und unauffällig zu bewegen. Der Spielbereich wird abgesteckt und ein*e Spieler*in wird als “Fänger*in” bestimmt. Die Augen des*der Fänger*in werden verbunden und die anderen Spieler*innen bewegen sich lautlos im Raum. Der*die Fänger*in hat die Aufgabe, die anderen Spieler*innen durch Hören und Fühlen zu fangen. Der*die Fänger*in darf jedoch nur dann zuschlagen, wenn er oder sie glaubt, jemanden erwischt zu haben. Wer gefangen wird, scheidet aus. Das Spiel endet, wenn nur noch ein*e Spieler*in übrig ist oder nach einer festgelegten Zeitspanne.
Spiel 4: Der unsichtbare Code
In diesem letzten Spiel müssen die Jugendlichen einen “unsichtbaren Code” knacken. Die Gruppe wird in Teams aufgeteilt und jedes Team bekommt eine Kiste mit verschiedenen Gegenständen. Die Aufgabe ist es, den Code zu entschlüsseln, indem die Spieler*innen die Gegenstände ertasten und anhand ihrer Form und Oberfläche erkennen. Der Clou: Die Spieler*innen haben die Augen verbunden und dürfen nur durch Fühlen herausfinden, welcher Gegenstand der richtige ist. Der Code könnte zum Beispiel aus einer bestimmten Reihenfolge von Gegenständen bestehen, die in die richtige Anordnung gebracht werden müssen. Das Team, das den Code als erstes entschlüsselt, gewinnt.
Abschluss: Die Mission ist vollbracht!
Nach diesen Spielen ist es Zeit, die “unsichtbare Mission” abzuschließen. Hebt die Momente hervor, in denen die Gruppe besonders gut zusammengearbeitet hat. Betont, wie wichtig es war, einander zu vertrauen und wie die Gruppe es geschafft hat, trotz der Unsichtbarkeit erfolgreich zu sein. Hier könnt ihr auch darauf eingehen, wie die Unsichtbarkeit symbolisch für Herausforderungen im Alltag steht, die nicht immer offensichtlich sind, aber dennoch überwunden werden müssen. Diskutiert, welche Fähigkeiten und Eigenschaften den Erfolg erleichtert haben – sei es Geduld, Kreativität oder die Fähigkeit, sich auf andere zu verlassen. Jede*r kann stolz auf die gemeinsame Leistung sein. Macht eine Runde, in der jede*r seine*ihre “unsichtbare” Superkraft benennt, die er*sie in der Stunde entdeckt hat. Wenn ihr möchtet, könnt ihr das Ritual noch weiter gestalten, indem jede*r seine*ihre Superkraft symbolisch auf ein kleines Blatt Papier schreibt, das dann in einer gemeinsamen “Superkraft-Kiste” gesammelt wird. Diese Kiste holt ihr in zukünftigen Stunden wieder hervor und erinnert an die besonderen Fähigkeiten, die in der Gruppe stecken.

