Freundschaften prägen das Leben von Kindern und Jugendlichen stark. Sie geben Halt, Orientierung, Freude – und manchmal auch Herausforderungen. Dieser Impuls lädt dazu ein, über echte Freundschaft nachzudenken: Was macht sie aus? Wie fühlt sie sich an? Und wie können wir selbst gute Freunde sein? Er eignet sich für eine ruhige Gruppenphase – drinnen oder draußen – ohne Material, mit spiritueller Tiefe und Alltagssprache.
Hinführung zum Thema: Was Freundschaft bedeutet
Zum Vorlesen oder Erzählen mit ruhiger Stimme. Gerne im Sitzkreis oder an einem ruhigen Ort.
Freunde sind wie ein Zuhause zum Mitnehmen.
Manchmal lacht man zusammen so viel, dass der Bauch wehtut.
Manchmal reicht ein Blick, und man weiß, was der andere denkt.
Freunde hören zu.
Freunde sind ehrlich.
Freunde halten auch dann zu dir, wenn du mal nicht gut drauf bist.
Echte Freundschaft muss nicht perfekt sein.
Aber sie fühlt sich echt an.
Wie ein sicherer Platz, an dem man man selbst sein darf – ohne Maske.
Impulsfragen zum Weiterdenken
Für Stille, Austausch zu zweit oder Gesprächsrunde.
- Wer ist für dich ein echter Freund oder eine echte Freundin – und warum?
- Was macht für dich eine gute Freundschaft aus?
- Wann hast du das letzte Mal jemandem gezeigt, dass er oder sie dir wichtig ist?
- Wie gehst du mit Streit unter Freunden um?
Meditation: Mein Freundschaftsband
Kurze Fantasiereise im Sitzen oder Liegen. Augen schließen, ruhige Stimme. Dauer ca. 2 Minuten.
Mach es dir bequem. Atme ein … und aus.
Schließ deine Augen, wenn du magst.
Stell dir vor, du stehst auf einer Wiese.
In deiner Hand hältst du ein buntes Band.
Dieses Band verbindet dich mit jemandem, der dir viel bedeutet –
ein Freund, eine Freundin, jemand, dem du vertraust.
Das Band ist unsichtbar, aber stark.
Es hält auch, wenn ihr euch streitet.
Es kann sich dehnen, aber es reißt nicht.
Spür, wie dieses Band dich verbindet –
mit Vertrauen, mit gemeinsamen Erinnerungen, mit Lachen.
Vielleicht möchtest du diesem Menschen innerlich etwas sagen.
Ein Danke. Ein Sorry. Oder einfach: Ich bin da.
Atme tief ein … und aus.
Dann öffne langsam deine Augen.
Gebet: Für meine Freundinnen und Freunde
Kann gemeinsam oder leise gesprochen werden.
Danke für Menschen, die mich mögen, wie ich bin.
Für Freundinnen und Freunde, die mich verstehen, auch ohne viele Worte.
Hilf mir, treu zu sein.
Geduldig. Ehrlich. Mutig.
Hilf mir, nicht nur zu nehmen, sondern auch zu geben.
Wenn wir uns mal verlieren,
zeig mir Wege zurück.
Und wenn ich mal allein bin,
dann sei du mein Freund.
Amen.
Abschlusstext: Freundschaft leben
Als stiller Abschluss oder Übergang zu einer Aktion, z. B. Freundschaftsarmband knüpfen, Danke-Karten schreiben.
Freundschaft ist ein Geschenk – aber auch eine Aufgabe.
Sie braucht Nähe, Zeit, Offenheit. Und manchmal auch Entschuldigung.
Vielleicht kannst du heute jemandem zeigen, dass er dir wichtig ist.
Mit einem Blick, einem Lächeln, einer Nachricht.
Denn Freundschaft beginnt da,
wo jemand sagt: Du bist nicht allein.

