Der Glöckner von Notre-Dame ist eine der bekanntesten Geschichten der Weltliteratur. Dieses Spiel bezieht sich jedoch weniger auf den berühmten Glöckner und vielmehr auf die beeindruckende Kathedrale Notre-Dame selbst. In diesem abenteuerlichen Gruppenspiel erleben die Kinder die mittelalterliche Welt von Paris und lösen eine Reihe spannender Aufgaben und Herausforderungen rund um die Kathedrale. Ziel des Spiels ist es, die stillen Glocken von Notre-Dame wieder zum Klingen zu bringen, indem die Teilnehmer*innen an verschiedenen Stationen knifflige Rätsel und Aufgaben lösen.
Dieses Spiel eignet sich für Kindergruppen im Alter von 8 bis 14 Jahren und ist perfekt für Gruppenstunden, Ferienlager oder Kindergeburtstage. Die Spielzeit beträgt etwa 45 bis 60 Minuten, je nach Gruppengröße und Schnelligkeit beim Lösen der Aufgaben. Für Jugendleiter*innen ist dieses Spiel eine unterhaltsame Option, Kinder spielerisch mit Geschichte, Architektur und Teamarbeit vertraut zu machen.
Vorbereitung
Das Spiel “Der Glöckner von Notre-Dame” bedarf einiger Vorbereitungen. Die Stationen müssen gut durchdacht werden, da jede Station einen wichtigen Teil des Gesamtspiels darstellt. Es ist ratsam, das Spiel in einem großen Raum oder im Freien durchzuführen. Die Kinder bewegen sich von Station zu Station und können dabei sowohl drinnen als auch draußen spielen.
Materialliste:
– große Papierbögen, Karton und Bastelmaterialien für den Bau von Notre-Dame-Modellen
– Seile, Sandsäcke oder kleine Hanteln als “Glocken” für Kraft- und Geschicklichkeitsspiele
– Transparentpapier in verschiedenen Farben für das Basteln von Rosettenfenstern
– Ringe oder Holzreifen für das Glockenspiel oder Ringwurfspiel
– Stifte und Papier für Rätselaufgaben
– Material für ein Geschicklichkeitsspiel wie Tischtennisbälle und Becher
– Lautsprecher für das Abspielen von Glockenklängen (optional)
– Verkleidungsmaterial wie Umhänge, Hüte oder mittelalterliche Gewänder (optional)
– Schatzkiste oder Schlüsselsymbol für das Ende des Spiels
– kleine Preise für die Teilnehmer*innen (etwa Schokolade oder kleine Medaillen)
Ablauf des Spiels
Die Kinder schlüpfen in die Rollen von mittelalterlichen Entdecker*innen und Abenteurer*innen, die Paris besuchen, um die Geheimnisse der Kathedrale Notre-Dame zu ergründen. Als sie die Kathedrale betreten, erfahren sie, dass die Glocken seit Wochen nicht mehr geläutet haben. Eine alte Legende besagt, dass nur diejenigen, die alle Rätsel und Prüfungen in und um Notre-Dame bestehen, die Glocken wieder zum Klingen bringen können. Die Kinder müssen sich an verschiedenen Stationen beweisen, indem sie Geschicklichkeit, Wissen und Teamarbeit einsetzen. Jede Station gibt den Teilnehmer*innen einen Hinweis, der sie näher zum Ziel führt – dem Läuten der Glocken. Das Spiel endet, wenn alle Stationen erfolgreich gemeistert wurden und die Kinder das Geheimnis des Glockenturms lüften. Das Spiel besteht aus fünf Hauptstationen, die alle mit der Kathedrale Notre-Dame in Verbindung stehen. An jeder Station lösen die Teilnehmer*innen eine Aufgabe, die sie auf das Finale des Spiels vorbereitet. Die Hinweise, die sie an den Stationen erhalten, führen sie Schritt für Schritt zum Ziel.
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Station 1: Die Baumeister*innen von Notre-Dame
Bei dieser Station lernen die Teilnehmenden, wie aufwendig und präzise der Bau der Kathedrale war. Sie schlüpfen in die Rolle von Architektinnen und Handwerkerinnen und sollen ein Modell von Notre-Dame bauen. Die Kinder erhalten große Papierbögen, Karton, Schere und Klebstoff. Aus diesen Materialien müssen sie gemeinsam ein Modell der Kathedrale basteln. Dabei sollten sie die markantesten Merkmale der Kirche, wie die beiden Türme und das Rosettenfenster, berücksichtigen. Die Aufgabe fördert Kreativität und Zusammenarbeit.
Hinweis für die Lösung: Nachdem alle ihr Modell fertiggestellt haben, erhalten sie einen Zettel mit der Aufschrift: “In den Türmen liegt das Geheimnis.”
Station 2: Die Glocken von Notre-Dame
In dieser Station dreht sich alles um die berühmten Glocken von Notre-Dame, die seit Jahrhunderten das Pariser Stadtbild prägen. Die Kinder sollen lernen, wie schwer es war, die riesigen Glocken zu läuten, und ihre eigene Kraft und Geschicklichkeit einsetzen. Alle Teilnehmenden bringen mit Seilen und Sandsäcken eine “Glocke” (Sandsack oder Gewicht) zum Schwingen. Alternativ wird ein Ringwurfspiel vorbereitet, bei dem die Kinder versuchen, Ringe um stehende Hanteln zu werfen, die als Glocken fungieren. Für die Station braucht ihr eine Fläche, auf der die Teilnehmer*innen sicher spielen können. Die Seile sollten stabil sein und so befestigt werden, dass die Sandsäcke oder Gewichte frei schwingen. Alternativ können auch Hanteln oder andere schwere Objekte als Glocken-Attrappen dienen, die fest auf dem Boden stehen.
Hinweis für die Lösung: Nach erfolgreichem Abschluss der Station erhalten die Kinder einen weiteren Zettel, auf dem steht: “Die Glocken läuten nur gemeinsam.”
Station 3: Das Rosettenfenster von Notre-Dame
In dieser Station lernen die Teilnehmenden die beeindruckenden Rosettenfenster der Kathedrale kennen. Sie erfahren etwas über die Bedeutung der Farben und Muster und dürfen selbst kreativ werden. Alle Teilnehmer*innen bekommen Transparentpapier in verschiedenen Farben und bauen gemeinsam ein großes Rosettenfenster nach. Dabei kann eine große Papierrolle als Untergrund dienen, auf die die bunten Papierstücke aufgeklebt werden. Jedes Kind gestaltet einen Teil des Fensters, und zusammen entsteht ein großes Kunstwerk.
Hinweis für die Lösung: Auf dem Zettel steht: “Das Licht führt den Weg.”
Station 4: Das Labyrinth von Notre-Dame
Diese Station symbolisiert die verwinkelten Gänge und geheimen Pfade der Kathedrale Notre-Dame, die in ihrer langen Geschichte viele Geheimnisse birgt. Die verschlungenen Korridore und versteckten Ecken der Kathedrale haben schon immer eine gewisse Mystik ausgestrahlt. Genau diese Atmosphäre soll den Kindern durch das Labyrinth nahegebracht werden, in dem sie ihre Teamarbeit und ihren Orientierungssinn unter Beweis stellen müssen. Ein einfaches Labyrinth aus Seilen, Kisten oder anderen Hindernissen wird aufgebaut. Die Kinder müssen gemeinsam das Labyrinth durchqueren. Die Struktur des Labyrinths sollte so gestaltet sein, dass es für alle Teilnehmer*innen eine spannende Herausforderung darstellt, sich hindurchzuwagen, ohne jedoch frustrierend schwer zu sein. Am Ende des Labyrinths erwartet sie ein Rätsel, das sie lösen müssen, um den nächsten Hinweis zu erhalten.
Hinweis für die Lösung: Auf dem Zettel steht: “Das Ziel ist der Glockenturm.”
Station 5: Die geheimen Botschaften der Steinmetze
Hier lernen die Teilnehmer*innen etwas über die versteckten Botschaften, die die Steinmetze in Notre-Dame hinterlassen haben. Die Steinmetze des Mittelalters verewigten oft kleine Symbole und Zeichen in den Mauern der Kathedrale. Alle Teilnehmenden bekommen Zettel mit verschiedenen Symbolen und Zeichen, die sie entschlüsseln müssen. Dabei kann es sich um eine Art Code handeln, bei dem bestimmte Symbole für Buchstaben oder Worte stehen oder um Hinweise, die die Teilnehmer*innen zu bestimmten Orten führen. Je nach Alter und Schwierigkeitsgrad werden die Rätsel mehr oder weniger komplex gestaltet. Diese Symbole führen sie zu einer Schatztruhe (oder einem anderen Gegenstand), der das letzte Puzzleteil des Spiels enthält.
Hinweis für die Lösung: Der letzte Zettel enthält die Nachricht: “Nur wer alle Hinweise vereint, kann die Glocken wieder zum Läuten bringen.”
Das große Finale: Das Läuten der Glocken
Nachdem die Kinder alle Stationen durchlaufen haben und die gesammelten Hinweise in der Hand halten, müssen sie gemeinsam das Rätsel lösen. Die Hinweise “Türme”, “gemeinsam”, “Licht”, “Weg” und “Glockenturm” führen sie zum finalen Ort: dem Glockenturm von Notre-Dame. Hier wartet ein “Schlüssel” (z. B. ein Glockensymbol) für das Läuten der Glocken. Sobald die Kinder den richtigen Ort gefunden und den Schlüssel entdeckt haben, können sie die Glocken von Notre-Dame symbolisch wieder zum Klingen bringen. Dies kann durch das Läuten einer kleinen Glocke oder durch das Abspielen eines Glockensounds geschehen. Mit dem Läuten der Glocken ist das Abenteuer erfolgreich abgeschlossen.
Tipps für die Durchführung
Plant für jede Station genügend Zeit ein, insbesondere wenn die Teilnehmer*innen in größeren Gruppen spielen. Je nach Gruppengröße kann das Spiel auch etwas länger dauern als die vorgesehenen 45 bis 60 Minuten. Besonders bei Stationen wie dem Bau des Notre-Dame-Modells oder dem Rosettenfenster sollte darauf geachtet werden, dass alle Kinder eingebunden werden. Es ist wichtig, dass sie zusammenarbeiten, um die Aufgaben zu bewältigen.

