DIY-Projekt: Kalender fürs neue Jahr basteln

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Der Januar ist in der Kinder- und Jugendarbeit ein besonderer Monat. Alles beginnt neu: ein neues Jahr, neue Ideen, neue Möglichkeiten. Genau diese Aufbruchsstimmung eignet sich wunderbar für ein kreatives DIY-Projekt in der Gruppenstunde: einen selbstgestalteten Kalender für das neue Jahr. Dabei geht es nicht nur um Basteln, sondern auch um Orientierung, Mitbestimmung und den Blick nach vorne – Werte, die in der Jugendarbeit zentral sind.

Ein selbstgemachter Kalender kann ganz unterschiedlich aussehen: als persönlicher Jahresbegleiter für jedes Kind, als gemeinsames Gruppenprojekt oder als großes Wandplakat für den Gruppenraum. Wichtig ist weniger das perfekte Ergebnis, sondern der Prozess: Kinder und Jugendliche gestalten ihr Jahr aktiv mit, bringen ihre Themen ein und überlegen gemeinsam, was sie erwartet und was ihnen wichtig ist.

Zu Beginn lohnt sich ein kurzer Einstieg ins Thema. Sprecht darüber, was ein Kalender eigentlich leistet: Er gibt Struktur, erinnert an Termine, zeigt Zeiträume. Gleichzeitig kann er Wünsche, Hoffnungen und Highlights sichtbar machen. Gerade für Kinder ist es spannend, das Jahr nicht nur abstrakt zu denken, sondern es vor sich zu sehen – Monat für Monat.

Dann geht es in die kreative Phase. Jede*r erhält ein Grundgerüst für den Kalender, zum Beispiel zwölf einzelne Seiten für die Monate oder ein großes Blatt, das in zwölf Felder unterteilt wird. Bei jüngeren Kindern bietet es sich an, die Monate bereits vorzuschreiben oder Symbole vorzugeben. Ältere Kinder und Jugendliche können den Kalender komplett frei strukturieren – mit eigenen Monatsüberschriften, Farben oder sogar selbst erfundenen Kategorien.

Nun beginnt das Gestalten. Jeder Monat kann ein eigenes Thema bekommen: Farben für die Jahreszeiten, Symbole für Feste, Platz für Geburtstage, Ferien oder besondere Aktionen der Gruppe. Manche Gruppen ergänzen zusätzlich Felder wie „Darauf freue ich mich“, „Das möchte ich lernen“ oder „Das wünsche ich mir für unsere Gruppe“. So wird der Kalender zu mehr als einem Terminplaner – er wird ein persönliches oder gemeinschaftliches Jahresbild.

Besonders schön ist es, wenn ihr mit Collagen arbeitet. Alte Zeitschriften, Flyer oder Verpackungen liefern Bilder, Worte und Farben. Kinder können ausschneiden, was sie anspricht, und so ihre Erwartungen an das Jahr ausdrücken, ohne alles in Worte fassen zu müssen. Für Jugendliche kann auch das Arbeiten mit Zitaten, Songzeilen oder einzelnen Schlagworten spannend sein.

Wer Nachhaltigkeit mitdenken möchte, setzt bewusst auf Upcycling: alte Kartons als Kalenderbasis, Papierreste, einseitig bedrucktes Papier oder Kalenderblätter aus dem Vorjahr. Das bietet einen guten Anlass, über Ressourcen und bewussten Umgang mit Material ins Gespräch zu kommen – ganz nebenbei und praxisnah.

Zum Abschluss empfiehlt sich eine kurze Präsentationsrunde. Wer mag, zeigt ein oder zwei Monate und erzählt, was dahintersteckt. Bei einem Gruppenkalender könnt ihr gemeinsam überlegen, wo er aufgehängt wird und wie ihr ihn im Laufe des Jahres nutzt – zum Beispiel, um Aktionen einzutragen oder besondere Momente festzuhalten.

Der selbstgebastelte Kalender begleitet die Kinder und Jugendlichen idealerweise über viele Monate hinweg. Er erinnert daran, dass sie ihr Jahr mitgestalten können – Schritt für Schritt, Monat für Monat. Genau diese Erfahrung macht das Projekt so wertvoll für die Jugendarbeit.

Materialliste:
– Tonpapier oder festes Zeichenpapier (DIN A4 oder größer)
– Stifte (Filzstifte, Buntstifte, Marker)
– Scheren und Kleber
– Alte Zeitschriften, Flyer, Kalenderblätter
– Lineale
– Optional: Washi-Tape, Aufkleber, Stempel
– Optional: Schnur, Klammern oder Ringbuchmechanik zum Binden
– Unterlagen zum Basteln (Zeitung, Tischdecken)

Daniel
Daniel
Hey, ich bin der Kopf hinter dem Jugendleiter-Blog und war über zehn Jahren in der Jugendarbeit aktiv, habe viele Jahre einen Verband geleitet und blogge hier seit mehr als 15 Jahren über meine Erfahrungen aus mehr als 100 Freizeittagen und 200 Gruppenstunden. Du findest hier fertige Gruppenstunden, Spiele, Freizeit-Ideen und mehr von mir. Die besten Spiele und Ideen sind als Bücher erschienen.

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