Fastenzeit in der Jugendarbeit

Gruselgeschichte: Die geheimnisvolle Falltür

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Leon konnte bereits zahlreiche Abzeichen in seiner Pfadfinder-Laufbahn sammeln. Schließlich war er bereits fünf Mal zuvor im Pfadfinder-Camp. Er sehnte sich jedoch nach neuen Herausforderungen und wollte Neues erleben. Und natürlich wollte er auch weitere Abzeichen sammeln.
Eines Tages machte er sich auf zu einer Erkundungstour durch den Wald. Dabei entdeckte er neben einer großen Eiche eine Falltür im Boden. War das vielleicht die Herausforderung, nach der er sich so sehnte?
Er beschloss, in der Dämmerung wiederzukommen. Schließlich wollte er diesen Fund nicht mit den anderen Pfadfindern teilen.
So machte er sich ein paar Stunden später erneut auf den Weg zur geheimnisvollen Falltür. Mit einem Ruck öffnete er sie und kletterte hinein. Langsam stieg er die Leiter hinab ins Dunkle. Keine fünf Sprossen war er hinabgestiegen, als die schwere Falltür plötzlich mit einem lauten Rumms zufiel.
Leon erschrak fast zu Tode, verlor den Halt und fiel herunter.
Unten berappelte er sich langsam, schaltete seine Taschenlampe an und … “Uuuääh, was ist das?” 
Er stellte fest, dass der ganze Boden mit einer glibberigen Substanz belegt war, ähnlich wie Wackelpudding. Nach kurzem Schütteln sah er sich um.
Er befand sich in einem Tunnel. Ein paar Meter weiter entdeckte er eine massive Stahltür. Schnurstracks ging er darauf zu und stellte erschrocken fest, dass dahinter Licht brannte. Zumindest schimmerte es durch das Schlüsselloch.
Ein leichtes, ungutes Gefühl stieg in Leon auf. Die Neugierde überwog allerdings und so öffnete er die Tür.
“Aaah, das blendet!” Leon konnte kaum erkennen, was sich hinter der Tür verbarg. Allmählich gewöhnten sich seine Augen jedoch an das Licht und er erblickte ein schwarz schimmerndes Tor. 
“Was ist das?”, murmelte er vor sich hin. Gerade wollte er näher herantreten, als wie aus dem Nichts eine rote Erscheinung in dem Tor auftauchte. Schnell versteckte er sich hinter einem Felsvorsprung. Er betete, dass ihn niemand gesehen hatte.
“WER WAGT ES, MEIN REICH DER SCHATTENWELT ZU BETRETEN?”
Die rote Kreatur in Teufelsgestalt hatte ihn entdeckt. 
“NA WARTE, BIS ICH DICH IN DIE FINGER KRIEGE!”
Angstschweiß trat Leon auf die Stirn. Er befürchtete, dass sein letztes Stündlein geschlagen hatte. 
Er schluckte und trat aus seinem Versteck hervor. “Bitte lassen Sie sich am Leben. Ich wollte hier nicht eindringen. Lassen Sie mich gehen!”, flehte er. 
“DAS GEHT NICHT. DU HAST MEIN TOR ZUR UNTERWELT ENTDECKT. ICH WERDE DICH AUF EWIG HIER FESTHALTEN! HAST DU EIN PAAR LETZTE WORTE?”
“Ja, das Pfadfinder-Camp ist cool, wie es ist. Das weiß ich jetzt”
Plötzlich hörte er eine Stimme: “Leon, bist du wieder bei uns?”
Leon öffnete die Augen. Er lag mitten auf einem Heuberg und blickte ins Gesicht von Pfadfinderleiter Thomas. “Was hast du denn im Heulager von Bauer Bernd verloren?”, lachte er. “Scheinbar bist du hier hereingefallen und bewusstlos geworden. Naja, jedenfalls freut es mich sehr, dass du das Zeltlager cool findest.”, gluckste er und Leon fiel ein Stein vom Herzen.

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Daniel
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Hallo, schön, dass du hier vorbeischaust. Ich bin der Kopf hinter dem Jugendleiter-Blog und bin seit über 10 Jahren in der Jugendarbeit aktiv, habe viele Jahre einen Verband geleitet und blogge hier über meine Erfahrungen aus mehr als 100 Freizeittagen und 200 Gruppenstunden. Meine besten Spiele und Ideen sind als Bücher erschienen.

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