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Wie funktioniert informelle Bildung?

Für gewöhnlich strebt ein jeder Mensch danach, sich stetig weiterzubilden. Um sich laufend neues Wissen anzueignen, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Die meisten sind vermutlich mit der gängigsten Form, der formalen Bildung, vertraut. Man kommt bereits in der Grundschule damit in Berührung und verfolgt oftmals bis zum Abschluss in der Universität die Wege, die der Bildungsgang vorgibt. 

Wissen kann man sich jedoch auch auf eine andere Art und Weise aneignen. Die informelle Bildung wird jedoch häufig nicht bewusst als eine Option wahrgenommen. Die Bildungsform begegnet uns im Alltag und führt dazu, dass sich Menschen mit gewissen Themen auseinandersetzen und dabei Neues lernen. Die Form kommt in sozialen, ökologischen und ökonomischen Bereichen zum Einsatz. Beispielsweise auch dann, wenn man sich vornimmt, eine neue Sprache zu erlernen. 

Anhand des Preply Jahresbericht zum Sprachenlernen 2021 wird deutlich, welche Beweggründe wir haben, um eine neue Sprache zu lernen und welche Fremdsprachen wir auswählen. Spanisch ist beispielsweise die beliebteste Sprache in der englischsprachigen Welt. Der Bericht geht des Weiteren darauf ein, inwiefern uns die informelle Bildung dabei beeinflusst. In den folgenden Abschnitten erklären wir, worum es sich bei der Bildungsform dreht und wie sie im Alltag, zum Beispiel beim Erlernen einer neuen Sprache, eingesetzt werden kann. 

Informelle Bildung – Was ist das eigentlich?

Wie bereits zuvor erwähnt, gibt es verschiedene Bildungsformen – bei der informellen handelt es sich um eine davon. Sie stellt eine Art Gegensatz zu der Bildung dar, wie wir sie aus der Schule kennen. Neue Kenntnisse, die wir uns im Rahmen der informellen Bildung aneignen, nehmen wir über private Kanäle und Kontakte auf. Zu diesen können unter anderem Familienmitglieder, Nachbarn, Medien oder Gesellschaftsspiele gezählt werden. 

Informelle Bildung ereignet sich häufig im Unterbewusstsein, ohne dass man darauf achtet. Im Gegensatz zu Situationen in der Schule, in denen man bewusst mit dem jeweiligen Lernstoff konfrontiert wird, nehmen wir die Informationen, die über die informelle Bildung vermittelt werden, “unabsichtlich” auf. Wir lernen etwas, ohne uns bewusst darauf zu konzentrieren. 

Ein wichtiger Unterschied zwischen formeller und informeller Bildung ist zudem, dass uns Letztere ein Leben lang begleitet. Ganz nach dem Motto “Man lernt nie aus” nimmt man auch im hohen Alter noch Informationen, die aus den informellen Bildungsquellen stammen, wahr und eignet sich auf diese Weise neue Verhaltensweisen oder Kenntnisse an. Es gibt bestimmte Programme, die auf informellen Methoden aufbauen und sich vorwiegend an Kinder und Jugendliche richten. Die Bildung von Erwachsenen auf informellem Weg zu fördern, ist ebenso wichtig.

“Informell” eine neue Sprache lernen – Wie geht man vor?

Sich auf formelle Art und Weise eine neue Sprache anzueignen, läuft in der Regel so ab: Man paukt Vokabeln oder besucht einen Sprachkurs. Informell trägt sich das Ganze auf eine andere Art und Weise zu. Wir stellen verschiedene Beispiele der informellen Bildung vor. 

Spiele zum Sprachenlernen

Bei der Verwendung von Spielen handelt es sich um einen sehr einfachen Weg, um sich eine Fremdsprache anzueignen. Die meisten davon sind Gesellschaftsspiele, deren Ziel es im Grunde genommen nicht ist, eine neue Sprache zu vermitteln – sie können aber jederzeit dazu verwendet werden. Als einfaches Beispiel gilt “Stadt, Land, Fluss”. Jeder hat es vermutlich schon einmal gespielt, aber natürlich in der Muttersprache. 

Das Spiel wird beim Sprachenlernen entsprechend angepasst. Anstatt die Worte, die bei “Stadt, Land, Fluss” gesucht werden, auf Deutsch aufzuschreiben, werden diese in Englisch, Spanisch, Französisch oder in einer anderen Sprache gesucht. Wer den Begriff danach noch in der jeweiligen Fremdsprache erklären kann, erhält zusätzliche Punkte. Ein einfaches Prinzip mit einer großen Wirkung!

Fernsehen

Beim Fernsehen handelt es sich vermutlich um einen der größten Einflussfaktoren, wenn es darum geht, sich auf informellem Weg eine neue Sprache anzueignen. Hier wird das “unterbewusste Lernen”, was zuvor erwähnt wurde, besonders deutlich. Der Preply Jahresbericht zum Sprachenlernen 2021 bestätigt beispielsweise, dass sich viele nach dem Eurovision Song Contest dazu entschlossen haben, Italienisch zu lernen. Informelle Bildung führt demnach nicht nur dazu, dass wir damit beginnen, etwas Neues zu lernen. Durch den Bildungsweg entsteht zunächst die Idee, über neue Kenntnisse verfügen zu wollen.

Musik

Zurück zum Song Contest im Fernsehen: Natürlich wird man bei der Show hauptsächlich mit den Liedern der Interpreten und Interpretinnen konfrontiert, woraufhin man sich dazu motiviert fühlt, die Sprache des jeweiligen Songs zu erlernen. Bereits beim Zuhören nehmen wir Wörter oder Ausdrücke in der Fremdsprache wahr, an die wir uns zu einem späteren Zeitpunkt erinnern. Musik ist demnach ebenso ein Teil der informellen Bildung und kann dazu genutzt werden, eine neue Sprache kennenzulernen. 

Konversationen mit Freund*innenen

Falls man Kontakt zu Personen hat, die mit der Sprache aufgewachsen sind, die man erlernen möchte, stellt dies natürlich eine optimale Möglichkeit dar, um sich weiterzubilden. In ungezwungenen Konversationen hat man die Chance, sich über Aktualitäten auszutauschen und dabei spielerisch eine neue Sprache zu erlernen. 

Die Konversation muss man dabei nicht zwingend mit einem Freund oder einer Freundin führen. Natürlich kommen auch Familienmitglieder, Nachbarn oder andere Personen, denen man im Alltag begegnet, in Frage. Im Jahresbericht von Preply wird bestätigt, dass regelmäßige Unterhaltungen mit einer Live-Lehrkraft im Netz in einer stressfreien und lockeren Umgebung ebenfalls zu positiven Ergebnissen führen. 

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Daniel
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