Werwölfe: Spielbeschreibung, 50 Charaktere und mehr

Egal ob es “Mafiosi”, “Mord in Palermo”, “Mafia” oder “Werwolf” genannt wird, es ist eines der aufregendsten und lustigsten Spiele, die man in einer Gruppe, besonders mit Kindern und Jugendlichen spielen kann. Aber auch Erwachsene werden ihren Spaß am Spiel finden. Das Schöne an diesem Spiel ist dabei, dass man es eigentlich immer und überall spielen kann und dies auch bzw. vor allem mit größeren Gruppen. Es gibt das Spiel zwar im Handel zu erwerben, so dass die verschiedenen Rollen, die im Spiel sind, als Karte vergeben werden, allerdings braucht man diese nicht. Es reichen auch schon Stift und Papier und das ausreichende Wissen über die mitspielenden Rollen und deren Funktion sowie den grundsätzlichen Spielablauf.

Spieleinstieg

Damit das Spiel richtig in Fahrt kommen kann, sollte man die Spieler*innen in die richtige Stimmung bringen. Dafür sollte zuerst einmal kurz das zugrunde liegende Setting erläutert werden. Dieses unterscheidet sich natürlich je nachdem, ob fiktive Version “Werwolf” oder die realere Variante “Mafiosi”, “Mord in Palermo” bzw. “Mafia” gespielt wird. Bei “Werwolf” befindet ihr euch in einem Dorf und lebt ein unschuldiges Leben. Doch eines Nachts wird ein unschuldiger Bürger/eine unschuldige Bürgerin von einer Horde Werwölfe getötet und ihr müsst nun die Schuldigen finden bzw. als Werwölfe dürft ihr euch nicht erwischen lassen bei eurer Jagd.

Bei der realen Variante lebt ihr im schönen Palermo in Sizilien. Die Stadt liegt vollkommen in den Händen der Mafia. Jeder Bewohner und jede Bewohnerin zahlt Schutzgeld an diese. Wer sich weigert, der bekommt ein Problem. So werden in der Nacht unschuldige Bürger*innen getötet. Nun gilt es die Mafiosi, welche sich unter den Bürger*innen verstecken, zu finden. Als Mitglieder*innen der Mafia
gilt es natürlich, dass ihr möglichst nicht entdeckt werden und zugleich eure Morde weiterführen
könnt.

Spielstart

Grundsätzlich ist es wichtig, dass sich alle Spieler*innen sehen kann. Entsprechend sollten alle Teilnehmer*innen in einem Stuhl- oder Sitzkreis oder an einem Tisch sitzen. Damit die passende Stimmung für das Spiel entsteht, ist das Abdunkeln des Raumes und vielleicht das Aufstellen von Kerzen eine gute Idee.

Eine Person aus der Gruppe sollte gut erzählen können und den Wunsch haben, das Geschehen von Außen zu betrachten. Diese Person übernimmt die Rolle des Erzählers/der Erzählerin und ist somit Spielleiter*in. Der Spielleiter/die Spielleiterin mischt nun zuerst die Karten, die ihr vorher mit Stift und Papier gebastelt habt, mischt diese durch und verteilt sich an alle Spieler*innen. Was die Karten bzw. die Rollen genau bedeuten, dass wird in einem späteren Abschnitt einzeln erläutert. Wichtig ist, dass auf jede vierte oder fünfte Bürgerkarte ein Mafiosi bzw. Werwolf folgt, damit diese eine Chance haben.

Nach dem Erhalt schaut sich jeder/jede seine/ihre Karte an und prägt sie sich ein. Allerdings darf nur jeder Spieler/jede Spielerin ihre Karte selbst sehen, niemand sonst darf die Rolle vorerst wissen.

Spielablauf

Grundsätzlich gibt es zwei Spielphasen, den Tag und die Nacht. Beide unterscheiden sich stark voneinander und auch die erste Nacht ist nochmal eine gänzlich andere als die Folgenden.

Die erste Nacht
Nachdem alle Bürger*innen ins Bett gegangen und friedlich eingeschlafen sind, das heißt für alle Teilnehmer*innen Augen zu und Hände vor das Gesicht oder anderweitig die Augen verdecken, wachen die einige der Sonderrollen, die im Nachgang erklärt werden, auf. Diese erfüllen ihre Rolle oder bekommen Informationen und schlafen dann wieder ein. Nach diesen folgen dann die Werwölfe bzw. Mafiosi. Diese schauen sich an, um zu wissen, wer zu Ihnen gehört. Dabei können die Bürger*innen
auf Geräusche aller Art achten, um vielleicht so zu bemerken, wer zu den Werwölfen bzw. Mafiosi gehört. Hier kann man das Spiel nun variieren. Entweder suchen sich die Mafiosi bzw. Werwölfe ihr erstes Opfer oder sie schlafen schlichtweg wieder ein. Je nach Variante werden nun noch weitere Rollen wach oder direkt das ganze Dorf wach.

Der Tag
Je nach Version des Spieles wird schon am ersten Tag verkündet, wer in der Nacht gestorben ist.
Sollte es in der ersten Nacht oder durch die Sonderrollen keinen Toten gegeben haben, wird dies auch verkündet, ebenso allerdings auch, wenn es zu mehreren Toten kam, was die Sonderrollen verursachen können. Wodurch die Personen jeweils gestorben sind, wird allerdings nicht gesagt.

So oder so überlegt und diskutiert das Dorf aber nun, wer die Werwölfe bzw. Mafiosi sein könnten. Dabei soll argumentiert und diskutiert werden und Informationen, die doch entsprechende Rollen gesammelt wurden, sollten heimlich, aber klug einbracht werden. Nach einer Zeit beruft der Spielleiter/die Spielleiterin eine Abstimmung ein. Nun werden noch einmal kurz die Verdächtigen genannt und für diese wird abgestimmt. Bei kleiner Gruppe ist es natürlich auch möglich, dass einfach jeder/jede auf eine entsprechende Person zeigt und ausgezählt wird.

Die Person, die die meisten verdächtigen, wird zum Tode verurteilt und muss ihre Identität aufdecken. Sollte es Gleichstand geben, kann auch wieder eine Rolle eingreifen. Sollte die Person, die stirbt eine Rolle haben, die beim Ableben aktiv wird, dann darf sie diese Rolle nun ausführen.

Die folgenden Tage und Nächte
Die darauffolgenden Nächte laufen immer gleich ab. Die Sonderrollen sowie Werwolf bzw. Mafiosi werden wach, erfüllen ihren Zweck und am Tag wird abgestimmt, wer verdächtig ist.

Spielende
Das Spiel endet, wenn genauso viele Mafiosi bzw. Werwölfe leben wie Bürger*innen oder die Bürger*innen alle Täter erwischt haben und das Dorf somit sicher ist.

Download: eBook mit 50 Charakteren und mehr Ideen

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Am Ende dieses Absatzes findet ihr einen Download mit einem eBook, in dem ich das Spiel noch einmal ausführlich beschreibe und 50 Rollen und Charaktere aufführe, die das Spiel unterhaltsam und abwechslungsreich gestalten. Das eBook gibt es für alle Mitglieder bei Steady, die meine Arbeit unterstützen.
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Daniel
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