Autismus

Autismus existiert in unterschiedlichen Ausprägungen. Es gibt hierzu spezielle Persönlichkeitsmerkmale und Verhaltensweisen, die speziell bei Autisten auftreten. Deshalb ist es auch wichtig, dass man als Außenstehender sich speziell auf Autisten einstellt und sein Verhalten anpasst. Unter Autismus versteht man eine tiefgreifende Entwicklungsstörung. Diese äußerst sich vor allem durch eine Veränderung der Informationsverarbeitung und auch der Wahrnehmung. Es gibt stärkere und auch schwächere Ausprägungen des Autismus.

Um eine*n Autist*in genau zu verstehen, muss man ihre/seine Denkweise und auch die Wahrnehmung verstehen. Bei Autist*innen gibt es spezielle Merkmale,  die ausgeprägt sind. Zum Beispiel vermeiden sie den Blickkontakt und haben auch Beeinträchtigungen in der Mimik und Gestik.  Sie benutzen ein wortwörtliches Sprachverständnis. Dies führt dazu, dass sie Ironie nicht verstehen können. Sie reagieren zudem sehr sensibel und empfindlich auf taktile, visuelle, und auditive Reize. Außerdem können sie die Gedanken anderer Menschen nur schwer verstehen und nachvollziehen. Für sie ist es sehr wichtig Rituale und Routinen in den Alltag einzubauen. Veränderungen sind für sie nicht oder nur schwer möglich. Sie haben zudem starkes Interessen an einer bestimmten Sache.

Dennoch kann gesagt werden, dass es den/die speziellen Autist*in nicht gibt. Die Menschen, die an Autismus erkrankt sind, zeigen verschiedene Ausprägungen und unterscheiden sich voneinander. Dies ist bei Nicht-Autisten ebenfalls der Fall. Doch oftmals werden sie von ihren Mitmenschen nicht richtig verstanden. Viele Menschen können damit nichts anfangen und wissen nicht um was es hierbei geht. Deshalb sind vor allem Aufklärung und auch Ratschläge im Umgang mit Autismus sehr sinnvoll und hilfreich. Sowohl für die Mitmenschen, als auch für die Autisten selbst.

Wichtige Regeln im Umgang mit Autist*innen:

Es ist sehr wichtig, dass Menschen genau das sagen, was sie auch meinen. Ironische Aussagen irritieren Autisten und sie können mit diesen Aussagen auch nichts anfangen.

Falls eine ironische Aussage gefallen ist, kann man davon ausgehen, dass der*die Autist*in sie nicht verstanden hat. Deshalb sollte man ironische Aussagen immer noch einmal erklären.

Autist*inneen sind nicht fähig Mimik, Tonfall oder auch Gestik zu erkennen. Deshalb ist es auch schwer für sie anhand der Körpersprache oder dem Gesichtsausdruck von Menschen etwas zu erfahren. Dies führt nur zu Missverständnissen.

Die Hand schütteln zur Begrüßung ist für viele Menschen mit Autimus ein Eingriff in ihre Privatsphäre. Deshalb mögen sie es auch nicht, mit Handschlag zu begrüßen. Nur vielleicht Freund*innen und Familie dürfen dies tun. Dies solltet ihr immer beachten und respektvoll damit umgehen.

Ordnung und auch Regeln sind für Autisten sehr wichtig. Alles muss geplant und bis ins letzte Detail durchdacht werden. Spontane Trips sind für Autist*inneen nicht geeignet. Dadurch kommen sie durcheinander und ist verwirrt. Deshalb sollte grundsätzlich auf Spontanität verzichtet werden, damit sie sich auch wohlfühlt. Spontane Besuche sind daher nicht ratsam und auch nicht machbar für sie.

Einige Link-Tipps:

https://www.helios-gesundheit.de/magazin/kinder-und-jugendmedizin/news/autismus-kind/

https://www.elternimnetz.de/kinder/besondere-beduerfnisse/autismus.php

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Kommentare

  1. Ich möchte darauf hinweisen das ein paar dieser Tatsachen über Autisten falsch sind.
    Erstens Autisten leiden nicht unter ihrem Autismus.
    Zweitens nicht jeder kann ironie und mimik nicht verstehen, ich z.B. kann Ironie und Körpersprache sehr gut verstehen und ich habe auch Asberger Autismus.
    Ich begrüße auch meine Freunde ab und zu auch mit Getto Faußt und mir ist es eigendlich egal ob es spontan ist oder nicht.
    Ich weis ich sollt nicht so viel urteilen. Es kann ja sein das andere Autisten das schon haben aber ich möscte nur darauf hinweisen das nicht alle Autisten das haben.
    Hier ist noch etwas was ich oft mache was warscheinlich mit meinem Autismus zu tun hat, undzwar muss ich immer zwei dinge gleichzeitig machen damit ich mich auf eine sache sehr stark konzentrieren kann.

    Schöne Grüße ihr Aaron
    (P.S. Ich bin gerademal 13 Jahre)

    • Hallo Aaron,
      herzlichen Dank für deinen Kommentar. Das in der ursprünglichen Version des Textes „leiden“ stand, tut mir leid. Das habe ich bearbeitet. Deine anderen Hinweise sind sicher für alle Leser*innen ebenfalls sehr hilfreich, daher schreibe ich im Text ja auch, dass es nicht DEN einen Autisten oder DIE eine Autistin gibt.

      Viele Grüße und alles Gute dir!

      Daniel

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