Ein Dorfromantisches Geländespiel für Ferienlager und Gruppenstunde

Beim Computerspiel „Dorfromantik“ geht es darum, dass man durch Anlegen von sechseckigen Geländefeldern eine immer größer werdende Karte erschafft und damit außerdem so viele Punkte wie möglich sammelt. Dabei gibt es jedoch einige Dinge zu beachten.

Die sechseckigen Geländefelder sind aus verschiedenen Geländetypen aufgebaut, z.B. aus, Feldern, Häusern, Schienen oder Flüssen. Dabei kann ein Teil auch mehrere Geländetypen besitzen. Diese Geländetypen sitzen an den Kanten der Spielsteine. Das Ziel des Spiels ist, diese Geländefelder so passend wie möglich aneinander zu legen. Also Feld an Feld, Haus an Haus, Berg an Berg, Schiene and Schiene, und so weiter. Je besser dem Spieler dies gelingt, desto mehr Punkte gibt es. Für ein perfektes Feld, also ein Feld, das von allen Seiten mit den passenden Teilen umgeben ist, gibt es somit auch die meisten Punkte.

Wichtig: Es können prinzipiell alle Teile an alle anderen Teile angelegt werden. Auch wenn die Teilkanten nicht aneinander passen. Ein Anlegen eines Hauses an einen Wald ist demnach zum Beispiel sehr wohl möglich, bringt aber keine Punkte.

Die Anzahl der plazierbaren sechseckigen Teile ist begrenzt, das heißt, sobald das letzte sich im Inventar befindliche Teil gelegt wurde, endet das Spiel. Für perfekt passende Teile bekommt man wieder ein zusätzliches Teil in den Inventar.

Darüber hinaus gibt es manchmal auch noch bestimmte Aufgaben im Spiel zu erfüllen.

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Diese können z.B. das Bilden von Städten, bauen von Feldern oder Anlegen von längeren Flusssystemen umfassen. Dabei kann die Questaufgabe zum Beispiel heißen: „Baue ein Dorf aus mindestens 21 Häusern.“ Somit müssen für den erfolgreichen Abschluss der Aufgabe solange Häuser aneinandergereiht werden, bis die Aufgabe erfüllt ist. Auch diese Spielmechanik ist essentiell, um viele Punkte erreichen zu können, denn jede erfolgreich abgeschlossene Quest bringt dem Spieler fünf weitere plazierbare Teile. Andere Arten von Quests wären beispielsweise: „Erstelle einen Wald mit mindestens X Bäumen.“ „Baue eine Zugverbindung mit X Schienen.“

Es gibt in diesem Spiel auch kein Zeitlimit, weshalb sich der/die Spieler*in so viel Zeit zum Nachdenken nehmen kann, wie er möchte. Zusammen mit der wunderschönen Hintergrundmusik ist Dorfromantik also ein wunderbares Spiel zum Denksport, aber gleichzeitig auch zum Entspannen.

„Dorfromantik“ als Spiel in einem Ferienlager

Auf Grund des relativ einfachen Spielprinzips und der Ähnlichkeit zu anderen Brettspielen könnte sich Dorfromantik sehr gut als Brettspiel und auch als Geländespiel eignen. Für ein einfaches Brettspiel können die benötigten sechseckigen Spielsteine einfach gedruckt und ausgeschnitten werden. So eignet es sich auch für kleinere Räume wie dem Innenraum eines Zeltes oder auf einem einfachen Tisch.

Das Prinzip und die Idee als Geländespiel wird unten noch ausführlich erklärt.

Generell bietet der sechseckige Spielaufbau mit den unterschiedlichen Geländefeldern eine riesige Variation. Es gibt undenkbar viele verschiedene Möglichkeiten, wie ein Landschaftsteil aussehen könnte. Somit können mit dem gleichen Spielprinzip immer wieder neue Herausforderungen geschaffen werden und das Spiel wird lange nicht langweilig.

Umsetzung und erste Idee

Die Grundidee ist die gleiche wie beim Computerspiel: Je besser ein Teil zur Landschaft passt, desto mehr Punkte bekommt der/die Spieler*in. Je nach Anzahl der Teilnehmer*innen kann entweder Jede*r gegen Jede*n gespielt werden, oder es werden mehrere Gruppen gebildet.

Außerdem wird eine Person als ein/eine Spielleiter*in benötigt, welche die Spielvorbereitung vornimmt und während des Spiels als Schiedsrichter*in fungiert. Diese Aufgabe kann, beziehungsweise sollte, am besten der jeweilige Jugendleiter oder die jeweilige Jugendleiterin übernehmen.

Das Prinzip des Spiels funktioniert folgendermaßen: Im Vorhinein werden sechseckige Geländefelder abgesteckt beziehungsweise auf eine gut sichtbare Art und Weiße als solche markiert. Dabei sollen die Geländefelder wie Bienenwaben nebeneinander angelegt werden. Die Größe der Felder sollte dabei so gewählt werden, dass darin genug Platz vorhanden ist, um mehrere Gegenstände, wie z.B. Äste oder Steine, an allen sechs Kanten plazieren zu können. Es empfiehlt sich also, die sechseckigen Felder zumindest so groß zu wählen, dass sie mindestens einen Durchmesser von einem halben Meter besitzen.

Im mittleren Feld legt der/die Spieleleiter*in jetzt an jede Kante ein gewisses Objekt oder mehrere Objekte, die das Gelände darstellen sollen. Dazu können verschiedenste Dinge gewählt werden, je nachdem, was in der Umgebung gerade vorhanden ist. Beispiele dafür wären: In den Boden gesteckte Äste mit Blattwerk für Wald, Steine für Hügel, Blumen oder Gras für Wiesen. Auch zum Beispiel Häuser können aus verschiedenen Materialien gebaut werden.

WICHTIG: Die Natur soll auf alle Fälle bewahrt werden: Also zum Beispiel keine Äste abreißen und möglichst keine Tiere stören!

Die Größe des Spielfeldes, also Anzahl der Sechsecke, sollte nach der Menge der Spielergruppen bemessen werden. Bei nur zwei Spielergruppen empfehlen sich um die 10 Sechsecke. Die Anzahl der Felder sollte bei mehreren Spielergruppen auf bis zu etwa
5 Felder reduziert werden, damit das Spiel nicht zu lang wird. Die Sechseckanzahl kann zusätzlich aber auch noch individuell an das gewählte Zeitlimit pro Runde angepasst werden.

Ist das zentrale Feld bestückt, kann das Spiel beginnen. Die am Spiel teilnehmenden Gruppen dürfen sich ausgehend vom ersten Feld abwechselnd ein noch leeres Spielfeld aussuchen und müssen es dann selbst mit verschiedenen Geländetypen bestücken. Dabei sollen die Kinder in der umliegenden Natur nach passenden Materialien dafür suchen. Aber Achtung: Es gibt auch ein Zeitlimit. Dieses kann, je nach Altersgruppe und Anzahl der Teilnehmer*innen vom Spieleleiter oder von der Spieleleiterin, nach belieben bestimmt werden. Außerdem müssen so viele Materialien gesammelt werden, dass immer jeweils ein Sechstel der Sechsecke schön und üppig ausgefüllt werden kann. Ein Ast mit wenigen Blättern bildet nämlich noch keinen Wald.

Beim Ausfüllen des Feldes mit verschiedenen Materialien muss von den Spielerinnen und Spielern jedoch beachtet werden, dass das Gelände mit den angrenzenden sechseckigen Feldern übereinstimmen muss, um Punkte erhalten zu können. Dabei wird für jede passende angrenzende Kante ein Punkt vergeben. Somit sind pro Runde maximal 6 Punkte erhältlich.

Sollte es der Gruppe nicht gelingen, das jeweilige Feld innerhalb des Zeitlimits fertigzustellen, so werden nur Punkte für richtige Geländekombinationen gegeben, die bereits vor Ablauf der Zeit auf dem Feld aufgelegt wurden. Die Gruppe muss dann jedoch trotzdem das vollständige Feld fertigstellen, damit die anderen Gruppen drankommen können. Dafür erhalten sie aber keine Punkte mehr.

Das Spiel endet, wenn keine leeren Sechsecke mehr übrig sind. Am Ende gewinnt jene Gruppe, die die meisten Punkte gesammelt hat.

Variationen und Alternativen

Es können auch einige Variationen am Spiel vorgenommen werden: Beispielsweise ist es möglich, das Spielfeld auf unterschiedlichste Weisen zu gestalten. Die auszufüllenden Geländefelder können im Kreis, in einer Linie, mit Verzweigungen oder einfach zufällig gewählt werden. Damit kommt es zu einer immer neuen Spielerfahrung. Natürlich kann auch die vorhandene Zeit pro Runde angepasst werden oder die Größe der Felder variiert werden, um das Spiel leichter oder schwieriger zu gestalten. Noch eine Möglichkeit für höhere Komplexität ist die Benützung von noch mehr verschiedenen Geländefeldern: Das Zufügen von Flüssen oder Schienen machen das Spiel schwieriger.

Disclaimer: Diese Spielidee ist keine offizielle Spielversion von Toukana, dem Team hinter dem Videospiel Dorfromantik.

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Hallo, schön, dass du hier vorbeischaust. Ich bin der Kopf hinter dem Jugendleiter-Blog und bin seit über 10 Jahren in der Jugendarbeit aktiv, habe viele Jahre einen Verband geleitet und blogge hier über meine Erfahrungen aus mehr als 100 Freizeittagen und 200 Gruppenstunden. Meine besten Spiele und Ideen sind als Bücher erschienen.

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