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Apps und mobile Tools für Gruppenstunden, Ferienlager und Co.

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Dieser Beitrag wird von der lnitiative “SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht” unterstützt. Der Beitrag wird dabei von mir eigenständig redaktionell entwickelt.

Smartphones mit vielen Apps und digitale Medien sind bei Kindern und Jugendlichen beliebt und aus dem Alltag nicht wegzudenken. Daher ist es auch an den Jugendleitern, Smartphones und Tablets sinnvoll in die Jugendarbeit zu integrieren und Anregungen zu liefern. Denn ein Smartphone bedeutet nicht nur Instagram oder WhatsApp, es kann noch viel mehr bieten. Über Apps und Tools lässt sich die digitale Welt quasi ans Lagerfeuer holen.

Fragt man Kinder oder Jugendliche, was sie davon abhält Angebote der Kinder- und Jugendarbeit anzunehmen, so werden regelmäßig Handyverbote in Gruppenstunde und Ferienlager genannt. Kinder wachsen mit iOS, Android und Co. auf. Samsung, iPhone oder das immer beliebtere Phablet, welches eine Symbiose aus Tablet und Smartphone darstellt, wollen nicht zuhause gelassen werden.

Apps in der Jugendarbeit sind also gefragt – sinnvolle Möglichkeiten gibt es auch, wie dieser Artikel zeigen wird: Apps, die spielerisch soziale Kompetenzen vermitteln und bei denen Lerninhalte in tolle Spiele verpackt werden, die jedem Kind und Jugendlichen Spaß machen. Es gibt eine ganze Liste solcher Apps, die genau das tun, nämlich Kinder und Heranwachsende über digitale Medien zusammenzubringen. Die Zeiten, in denen jeder nur stur für sich selbst aufs Display gestarrt hat, sind vorbei! Tools und Apps verbinden die Kids miteinander und integrieren das Smartphone oder Tablet auf eine sinnvolle Weise in den Alltag.

Raus aus der Stube mit „Geocaching“!

Die gute alte Schnitzeljagd auf virtueller Ebene begeistert Kinder und sorgt dafür, dass sie an die frische Luft kommen. Die App „Geocaching“ ist inzwischen legendär, Kinder und Jugendliche und sogar auch Erwachsene rund um den Erdball spielen die elektronische Schatzsuche mit Hilfe des Handys und immer neue Verstecke machen das Spiel extrem spannend und lohnenswert.
Der Gedanke hinter „Geocaching“ ist einfach. Kleine Geschenke werden versteckt und müssen auf unbekanntem Gelände gesucht werden. Zusammen mit dem Geschenk ist ein kleines Logbuch zu finden, dort trägt man sich ein, nimmt das Präsent mit und – das ist Ehrensache – hinterlässt ein neues für den nächsten Schatzsucher.

Voraussetzung für die App ist ein GPS-fähiges Smartphone und jede Menge Spaß an der Schatzsuche, die manchmal recht knifflig sein kann.

Verfügbar für iOS, Android und WindowsPhone.

„Sighter“: Auf der Jagd nach Fotos

„Sighter“ ist dem Geocaching nicht unähnlich, jedoch werden hier keine Schätze gesucht, sondern es müssen fotografierte Orte gefunden werden. Auch dieses Spiel wird weltweit gespielt und basiert daher auf englischen Begriffen. Das Spiel könnt ihr auf zwei unterschiedliche Arten mit den Kids spielen. Ihr könnt zum einen auf die Suche nach den Sights gehen und Punkte sammeln und zum anderen auch selbst Sights erstellen.

Habt ihr Sights gefunden, von denen ihr sicher seid, dass sie übereinstimmen mit der Vorgabe, so müssen sie nahezu identisch abfotografiert werden. Also der Winkel und die Stelle müssen fast gleich sein, denn die App gleicht über GPS-Daten die Standorte ab und entscheidet so, ob Punkte gutgeschrieben werden oder nicht.

Verfügbar für iOS und Android.

„Actionbound“: eine App, viele Möglichkeiten

Eine weitere App der Kategorie Schatzsuche entstand bereits 2012 und nennt sich „Actionbound“. Die App ist zwar nicht so viel anders als einige der anderen Apps, die sich mit der Schnitzeljagd beschäftigen, kann aber aufgrund von sogenannten Bounds unterschiedlich eingesetzt werden. Die Bounds (also Schatzsuchen) werden browserbasiert erstellt und mit der App auf dem Smartphone geht der Spaß dann los.

Je nach Einsatzgebiet können die Bounds zu reinen Unterhaltungszwecken erstellt werden oder auch bestimmte Lerninhalte haben, so dass sich die Schatzsuche beispielsweise in einem Museum abspielt oder auch Unterrichtsinhalte zum Gegenstand haben können. Spielerisch wird hier die Komponente „Smartphone“ mit der Komponente „Lernen“ verbunden.

Verfügbar für iOS und Android.

Mit „Placity“ lernen und Spaß haben

„Placity“ ist ein Spiel, bei dem ihr ebenfalls selbst Guides erstellen könnt. So habt ihr die Kontrolle darüber, was die Kids lernen und spielen, denn beide Varianten sind bei „Placity“ möglich. Ausstellungen, geschichtsträchtige Orte oder Lerninhalte werden interessant gemacht, indem Texte, Videos und Quizfragen genutzt werden.

Wollt ihr also nicht nur Spaß und Spiel vermitteln und sucht Tools, die auch langweilige Inhalte interessant machen, so ist „Placity“ eine gute Entscheidung. Das Spiel basiert darauf, dass in einer bestimmten Umgebung Antworten gefunden und so Punkte gesammelt werden, die zur nächsten Frage führen. Also heißt es mit Köpfchen vorzugehen und dabei trotzdem nicht am Schreibtisch sitzen zu müssen.

Verfügbar für iOS und Android.

„MindMeister“

„MindMeister“ gehört zu den Apps, die ideal sind für Kinder und Jugendliche, die gerne ihre Ideen visualisieren und mit anderen teilen. Hier wird auf spielerische Weise die Teamarbeit gefördert, denn mit „MindMeister“ können zusammen Aufgaben erstellt werden, Projekte geplant und später sogar präsentiert werden. Solche Apps eignen sich gut, um mit den Kindern zusammen zu jeder Zeit, egal wo sie sich befinden, Events zu planen. Ein Ausflug an den See, eine Party im Gemeinschaftsraum oder gemeinsames Kochen – mit „MindMeister“ könnt ihr die Kids problemlos und auf ganz einfache Art und Weise in anstehende Projekte oder Ideen einbinden.

Kommentare, Änderungen oder Anregungen sind stets auf einen Blick ersichtlich und können sofort in einem integrierten Chat der App diskutiert werden.

Verfügbar für iOS und Android.

„Stop Motion Studio“ für bewegte Bilder

Wollt ihr lieber Tools, mit denen der Nachwuchs richtig kreativ sein und das künstlerische Können unter Beweis stellen kann, so ist die App „Stop Motion Studio“ eine interessante Sache.

Mit den Kids werden zusammen animierte Filme kreiert, die anschließend auf Youtube, Dropbox und vielen anderen Plattformen geteilt werden können. Die mit der Handykamera aufgenommenen Filme können gleich an Ort und Stelle – ohne PC – bearbeitet werden. Mit integrierten Fotos und den passenden Toneffekten wird jeder Film etwas Besonderes.

Auf der Suche nach Apps, die die künstlerische Seite in Kindern und Jugendlichen wecken, kommt ihr an „Stop Motion Studio“ nicht vorbei. Die vielen in der App integrierten Tools machen „Stop Motion Studio“ zu einem Nachmittag füllenden Event mit Spaßgarantie.

Verfügbar für Windows Phone, iOS und Android.

Mit „Fotostrike“ auspowern

Digitale Games sind oft als sogenannte „Ego Shooter“ bekannt und auch „Fotostrike“ (in Anlehnung an „CounterStrike“) hat ähnliche Elemente. Es wird in der Gruppe gespielt und es müssen in einer vorgegeben Zeit möglichst viele Fotos von den Mitstreitern gemacht werden. Dabei hat jeder Spieler ein weißes DIN A4-Blatt auf dem Bauch, welches deutlich auf den Fotos zu sehen sein muss, nur dann gilt es als Treffer. Vor allem zum Auspowern ist das Spiel gut geeignet, denn es entsteht jede Menge Bewegungsdynamik. Solche Apps sind ideal für regnerische Nachmittage, da „Fotostrike“ auch im Haus, in der Jugendherberge oder in einer Turnhalle gespielt werden kann.

Mehr dazu im Medienpädagogik-Praxisblog

„Spaceteam“ – schrei dich frei

Zwei bis acht Spieler können das Spiel „Spaceteam“ spielen und sich gegenseitig mal so richtig anschreien. Ja, auch das muss einmal sein, so kann nämlich auf spielerische Weise Frust abgebaut werden. Doch auch der Spaßfaktor ist bei solchen Tools nicht unerheblich. Hier darf man auch euch als Gruppenleiter einmal so richtig laut auf den Zahn fühlen.

Hinter dem Spiel steckt die Idee, dass im Team gearbeitet und koordiniert werden muss, damit das Spaceship nicht auseinander fällt. Die Anweisungen kommen übers Smartphone, jedoch nicht an einen selbst, sondern an die Teammitglieder, die sich dann untereinander absprechen müssen. Dieses Absprechen kann schon laut und hektisch werden im Eifer des Gefechts. Eine echte Herausforderung also, gleichzeitig im Team ein Ziel zu verfolgen und trotzdem höflich zu bleiben.

So fördert die App nicht nur die Teamfähigkeit sondern auch die soziale Kompetenz in stressigen Situationen.

Verfügbar für iOS und Android.

Mit „X-Mobile“ auf geheimer Mission

Zu den vielen Apps und Tools, die bei der Jugendarbeit nicht fehlen dürfen, gehört „X-Mobile“. Ein Bösewicht namens Mister X wird ausgewählt und die anderen müssen ihn als Detektive verfolgen und aufspüren. Den Radius, in dem sich das Spiel abspielen soll, wählt ihr selbst. So entsteht eine Verfolgung durch die Innenstadt oder einen Stadtteil, die unglaublich spannend ist und außerdem draußen stattfindet.

Apps und Tools, die solche Bewegungselemente beinhalten, sind ziemlich beliebt bei aktiven Kids und mit „X-Mobile“ wird das Brettspiel zum interaktiven Bewegungsabenteuer.

Verfügbar für iOS und Android.

Es wird gruselig mit „Spec Trek“

Auf der Suche nach Apps ab zwölf Jahren aufwärts, die ebenfalls GPS und Umgebungssuche beinhalten, stoßt ihr auf das Spiel „SpecTrek“. Augmented Reality ist das Schlüsselwort des Spiels und bedeutet, dass Geister gefunden werden müssen. Die Geister sind natürlich nicht echt, aber dennoch hat das Spiel einen gewissen Gruselfaktor und mit ihm kann eine obligatorische Nachtwanderung auch mal anders ausfallen als gewohnt. Eine Zeitvorgabe begrenzt das Spiel und wer einen Geist gefunden hat, fängt ihn mit der Kamera auf dem Smartphone ein.

Verfügbar nur für Android.

Zusammenfassung und wichtige Hinweise

Ich hoffe, ihr sehr mit diesen Apps neue Möglichkeiten für einen sinnvollen Umgang mit dem Smartphone in Gruppenstunde und Ferienlager. Verteufelt die neuen Möglichkeiten nicht, probiert sie aus.

Eure Verantwortung als Jugendleiter könnt ihr durch Weiterbildung in der Medienpädagogik wahrnehmen, zum Beispiel durch eine Auseinandersetzung mit dem Umgang mit persönlichen Daten im Netz oder der Sicherheit von Apps.

Dabei solltet ihr auch beachten und jeweils checken, welche Daten die Apps sammeln und ggf. auch veröffentlicht werden. Habt ein Auge darauf, dass Kinder und Jugendliche keine persönlichen oder sensiblen Daten veröffentlichen.

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Danielhttps://www.jugendleiter-blog.de
Hallo, schön, dass du hier vorbeischaust. Ich bin der Kopf hinter dem Jugendleiter-Blog und bin seit über 10 Jahren in der Jugendarbeit aktiv, habe viele Jahre einen Verband geleitet und blogge hier über meine Erfahrungen aus mehr als 100 Freizeittagen und 200 Gruppenstunden. Meine besten Spiele und Ideen sind als Bücher erschienen.

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