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Blinde Gruppenstunde: Dinner in the Dark

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Wenn ihr für eure Gruppe einmal eine besondere, abwechslungsreiche Gruppenstunde organisieren wollt, dann könnt ihr mit einer Gruppenstunde ohne den Seh-Sinn so einiges erreichen. “Dinner in the dark” ist dabei nur eine von mehreren Aktionen, die ihr durchführen könnt.

Die Vorbereitungen

Um eine Dunkel-Gruppenstunde durchzuführen, müsst ihr vorab euren Gruppenraum vorbereiten. Es sollten mögliche Hindernisse und Gefahrenstellen auf dem Boden sowie an den Wänden entfernt werden. Besorgt für eure Teilnehmer ausreichend Augenbinden oder Schlafbrillen, damit ihr als Jugendleiter das Licht anlassen könnt – und die Teilnehmer dennoch nichts sehen.

Einstieg in die blinde Gruppenstunde

Nach der Begrüßung müssen alle Teilnehmer die Augen verbunden bekommen oder die Schlafbrillen aufsetzen. Ab diesem Zeitpunkt habt ihr eine besondere Fürsorge-Pflicht und müsst aufpassen, dass niemanden etwas passiert.

Sinnes-Parcours

Ein schöner Einstieg ist ein Sinnesparcours. Dies könnt ihr in Form eines Stationenlaufs machen. Immer 2-3 Personen bilden eine Gruppe. Nacheinander laufen sie die folgenden Stationen ab und lernen so ihre Sinne neu kennen:

  • Gewürze erschmecken
  • Gegenstände ertasten
  • Gemeinsam einen Turm aus Würfeln bauen
  • Lebensmittel am Geruch erkennen

Die Aufgaben klingen einfach – ohne etwas zu sehen wird es dann aber doch ganz schön schwierig. Ist eine Station erledigt führt ihr die Teilnehmer zur nächsten Station. Am besten gelingt dies, wenn ihr eine Schlange bildet und so die Teilnehmer durch den Raum führt.

Essen ist fertig: Dinner in the dark

Das eigentliche Highlight wird für alle Teilnehmer das Essen im Dunkeln sein. Macht euch nicht zu viele Gedanken über komplizierte Gerichte – der Schwerpunkt soll ja auf den Sinneswahrnehmungen liegen.

Eine kleine Schale Suppe zum Auslöffeln kann ein guter Einstieg sein. Und auch schon das Öffnen eines Fruchtzwerge-Bechers und das anschließende Essen desselben kann viele Eindrücke erzeugen.

Als Hauptgang bietet es sich an, eine Essen, das mit Messer und Gabel verzehrt werden muss, auszuwählen. Mein Tipp sind Würsten mit Kartoffelsalat. Ein Becher Senf mit auf dem Tisch regt dazu an, dass die Teilnehmer besser ins Gespräch kommen und diesen herumreichen müssen.

Seid auch dabei aufmerksam und weist daraufhin, wenn etwas droht, vom Tisch zu fallen.

Wie schnell gewöhnen sich die Teilnehmer an das Essen, ohne etwas zu sehen?

Die Auswertung: Kleine Gesprächsrunden

Gebt den Mitgliedern eurer Gruppe auch die Gelegenheit, über ihre Eindrücke aus diesen kleinen Methoden zu sprechen. Bildet dazu als Abschluss Kleingruppe à 3 bis 4 Personen, die sich über ihre Erfahrungen im Rahmen der Gruppenstunde austauschen sollen. Lasst die Gruppen erst einmal für sich und schaut, wie sie alleine zurechtkommen. Auch das kann schon ein weiteres Erlebnis für die Teilnehmer sein – gibt es doch keine Moderation und sie müssen selbst ihr Sprechen, Zuhören und Schweigen organisieren.

Je nachdem, wie das läuft, könnt ihr auch noch Auswertungsfragen in die Runde geben?

  • Wie hat sich das angefühlt?
  • Konntet ihr selbstsicher auftreten?
  • Habt ihr euch sicher gefühlt?
  • Wie schnell wurden Kleinigkeiten wahrgenommen?
  • Wie scharf sind die unterschiedlichen Sinne?

Daniel
Danielhttps://www.jugendleiter-blog.de
Hallo, schön, dass du hier vorbeischaust. Ich bin der Kopf hinter dem Jugendleiter-Blog und bin seit über 10 Jahren in der Jugendarbeit aktiv, habe viele Jahre einen Verband geleitet und blogge hier über meine Erfahrungen aus mehr als 100 Freizeittagen und 200 Gruppenstunden. Meine besten Spiele und Ideen sind als Bücher erschienen.

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