Vertrauen spielt für menschliche Beziehungen eine entscheidende Rolle. Gerade während der Zeit im Ferienlager lernen die Kinder und Jugendlichen viele neue Bekanntschaften und Betreuer kennen. Hier ist es in erster Linie wichtig, ein vertrauensvolles Umfeld zu schaffen, damit die Kinder und Jugendlichen sich untereinander schnell kennen lernen, sich wohlfühlen und auch selbst Vertrauen zueinander gewinnen.

Dabei könnt Ihr mit verschiedenen Gruppenstunden den Kindern und Jugendlichen das Thema Vertrauen näherbringen. Hierzu zum Thema Vertrauen einige Vorschläge für Gruppenstunden, die gerade zu Beginn des Ferienlagers eine vertrauensvolle Basis und einen guten Umgang miteinander fördern.

Vorschlag 1: Fallen lassen und auffangen/erste Variante

Jedes Kind in der Gruppe sucht sich einen Mitspieler aus. Haben sich alle Kinder und Jugendlichen einen Mitspieler ausgesucht kann die Übung beginnen. Hierbei stellen sich zwei Kinder hintereinander auf. Das vordere Kind muss sich dann mit dem Rücken zum anderen Kind, fallen lassen. Dies erfordert viel Vertrauen, da das andere Kind, das fallende Kind auffangen muss, damit es nicht zu Boden fällt.

Vorschlag 2: Fallen lassen und auffangen/zweite Variante

Diese Methode kann auch mit der gesamten Gruppe durchgeführt werden. Hierbei stellt sich ein Kind in die Mitte eines durch Kinder gebildeten Kreises. Der Kreis sollte nur so breit sein, dass es den Kindern möglich ist, dass Kind in der Mitte gut aufzufangen. Das Kind in der Mitte lässt sich nun fallen und wird von einem Kind aufgefangen. Dieses drückt das Kinder in eine andere Richtung, sodass ein anderes Kind es noch einmal auffangen muss. Dies wird ein paar Mal durchgeführt. Diese Methode weckt vor allem das Vertrauen der gesamten Gruppe und verbindet.

Vorschlag 3: Im Wald blind führen lassen

Jedes Kind oder jeder Jugendliche sucht sich einen Spielpartner nach Wahl. Haben sich immer zwei Kinder gefunden, wird einem Kind der beiden Kinder die Augen mit einem Tuch verbunden. Nun muss das andere Kind versuchen, das “blinde” Kind an ein bestimmtes Ziel im Wald zu bringen. Das Führen kann durch sprachliche Anweisungen geschehen. Dies ist eher für die älteren Jugendlichen gut geeignet, da diese sich schon präziser ausdrücken können. Für die etwas jüngeren Kinder ist es auch möglich, sich zu halten und so sich blind an den Hindernissen vorbeiführen zu lassen.

Vorschlag 4: Die Natur einmal anders erleben

Ihr bereitet für die Kinder verschiedene Fühlkisten vor. Hier können zum Beispiel Gegenstände aus der Natur, wie Tannenzapfen, Kastanien, verschiedene Pflanzen oder Sand und Steine eingefüllt werden. Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Jedes Kind darf nun in die Fühlkiste greifen. Hier müssen die Kinder vor allem Vertrauen haben, da sie nicht wissen was in der Kiste ist. Wenn Sie sich getraut haben in die Kiste zu greifen und auch noch richtig erraten haben, was sich in der Kiste befindet können Sie dies auf einen Zettel schreiben oder vom Betreuer schreiben lassen. Anschließend wertet Ihr die Zettel aus und verteilt kleine Präsente an die Kinder mit den meisten richtig erratenen Gegenständen.

Vorschlag 5: Die Seite im Kreis wechseln

Alle Kinder stehen in der Gruppenstunde in einem Kreis. Jedes Kind wechselt zur gegenüberliegenden Seite ohne mit einem anderen Kind zusammenzustoßen. Durch diese Methode wird die Rücksichtnahme aufeinander gefördert.

Daniel
Hallo, schön, dass du hier vorbeischaust. Ich bin der Kopf hinter dem Jugendleiter-Blog und bin seit über 10 Jahren in der Jugendarbeit aktiv, habe viele Jahre einen Verband geleitet und blogge hier über meine Erfahrungen aus mehr als 100 Freizeittagen und 200 Gruppenstunden. Meine besten Spiele und Ideen sind als Bücher erschienen.

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