Vorbereitungen

Impuls findet im Kreis statt. Bänke nicht so weit zusammen, so dass genug
Platz vorhanden ist, dass man im Kreis mit viel Bewegungsspielraum stehen kann.

Reise durch den Körper

Wagen wir heute mal eine Reise durch unseren eigenen Körper. Dazu kann jeder die
Auge schließen, damit man die bevorstehende Phantasiereise antreten kann.
Starten wir nun die Reise ins eigene Ich. Seid ihr bereit? Alles einsteigen. Es geht los.
Wir sitzen nun in einem sehr sehr kleinen U-Boot. Das Boot hat sogar einen Namen.
Denn ein Boot ohne Namen bringt bekanntlich Unglück. Unser Boot heißt
„Egonautika“. Wir werden direkt ins Herz injiziert und kommen gleich in ein riesigen
Wirbel. Wir werden richtig durchgeschüttelt, so dass uns fast schlecht wird. Es dröhnt
und wummert. Blut strömt ins Herz und wird mit einem gewaltigen Sturm wieder
rausgepresst. Angereichert mit Sauerstoff & Brennstoff für die Muskeln bahnt es sich
seinen Weg durch Arterien in den ganzen Körper. Wir nehmen mit unseren kleinen
U-Boot den nächsten Herzschlag und Ab geht’s. Juchuhh Mit atemberaubendem
Tempo schießen wir hoch und erreichen nach wenigen Sekunden die Herzschlagader
& ein Bruchteil einer Sekunde später das Gehirn. Die Schaltzentrale. Hier ist echt ne
Menge los. Hier ist der Hauptumschlagplatz für Informationen. Mannomann! Da weiß
man gar nicht wo man anfangen soll.

Wir bleiben bei unseren Gedanken hängen und schauen uns verwundert um. Hier sind
allerhand Gedanken, Emotionen, Gefühle & ein ganzer Haufen Erinnerungen. Da gibt
es viele schlechte Erinnerungen an die man eigentlich gar nicht denken möchte.
Erinnerungen an Ungerechtigkeiten, Mobbing, Herzschmerz, Gewalt. Aber auch
Erinnerungen an unsere eigenen oft nicht so guten Taten. Und wir merken, dass unser
Gewissen uns beißt. Das nennt man „Gewissensbisse haben“. Und das kann ganz
schon schmerzen. Wie oft waren wir die Jenigen die Jemanden wehgetan- oder
schlecht von anderen gedacht haben?

Wir verweilen noch ein wenig, dann fahren wir ein Stück weiter. Aber weit kommen wir
nicht.

Denn am Auge bleiben wir abrupt stehen. Wir schwimmen in der klaren Flüssigkeit im
Augapfel und schauen nach draußen. Wir sehen Landschaften, ein paar Zelte,
Freunde.

Aber wie oft schauen wir auch weg? Werfen wir dem Anderen einen hasserfüllten
Blick zu?

Wir statten unseren Gehörgängen ein kurzen Besuch ab. Und auch da werden wir
fündig. Haben wir beim letzten Mal, als mir einer etwas erzählt hat richtig zuhört?
Traurig und ein wenig wütend über uns Selbst, geht unsere Reise weiter. Denn wir
haben noch viel vor uns. Hinab geht’s. Durch unsere Wirbelsäule. Auch hier ist eine
kleinere Ausfertigung unsere Schaltzentrale. Hier werden die Reflexe verwaltet um
schneller reagieren zu können. Da überlegen wir was diese Säule so alles kann. Sie
stützt unseren ganzen Körper und ist dennoch flexibel genug. Aber wie oft machen
wir uns krumm? Wie oft lassen wir die Schultern hängen? Und wie oft kehren wir
jemanden den Rücken? Uns wird ganz mulmig.

Wir haben unsere Gedanken nicht ganz zu ende gedacht, schießen wir schon durch
unsere Lenden in unser linkes Bein bis hinab zum Fuß. Hier erinnern wir uns an unsere
letzte Wanderung. An die Blasen an den Füßen und wie viel Gewicht auf unseren
Füßen lastet. Manchmal auch das Gewicht eines Rucksacks meines Truppmitgliedes,
weil es ihm zu schwer wurde. Doch manchmal haben wir auch jemanden getreten
oder haben jemandem ein Bein gestellt, dass er stolpert.

Wir müssen weiter. Wir reißen uns los und steigen wieder hinauf. Höher und höher
geht’s. Achtung! Jetzt scharf rechts halten! Fast hätten wir die Ausfahrt in den
rechten Arm verpasst. Und wie wir so durch unseren Arm bis zur Hand reisen, denken
wir uns, was wir so alles damit anfangen können. Wir können jemandem die helfende
Hand reichen. Wie oft haben wir aber auch mal unseren Nächsten geschlagen oder
mit einer Geste jemanden beleidigt oder zur Seite geschoben?

Hier endet unsere Reise. Wir atmen auf. Die Reise hat länger gedauert als geplant.
Jetzt wird es Zeit, dass unser Körper aufwacht. Seid ihr bereit aus eurem Schlaf zu
erwachen?

Herz
Zunächst wollen wir unser Herz wecken. Dabei nehmen wir jetzt unsere rechte Hand
und legen sie auf die linke Brust. Vielleicht spürt ihr wie euer Herz pocht? Jetzt sagt
mir nach:
Ich öffne mein Herz.
Gut. Unser Herz ist wach.

Gedanken
Jetzt sind unsere Gedanken dran. Dazu legen wir die Fingerspitzen auf die Schläfen
und sagen:
Ich will allzeit bereit sein, meinem Nächsten zu helfen.

Auge
Es ist an der Zeit die Augen zu öffnen. Jetzt schaut jeder seinem Gegenüber in die
Augen und sagt:
Ich sehe das Gute in Dir.

Ohr
Wir behalten unseren Gegenüber im Auge, spitzen die Ohren und sagen:
Ich hab ein offenes Ohr für dich.

Wirbelsäule
Jetzt setzen wir uns mal ganz Aufrecht hin. Atmen tief durch sagen:
Ich will stets Aufrichtig sein.

Füße
Jetzt kribbelt alles. Ihr werdet ganz zappelig. Steht auf. Kommt schon! Auf die Füße
mit euch! Und ruft euren gerade wach gewordenen Füßen zu:
Schreitet zur Tat!

Hand
Und jetzt will ich eure Hände sehen. Wo sind eure Hände? Ok. Wir halten uns jetzt an
den Händen und sagen unseren Nächsten:
Ich reiche dir die Hand.

Wir haben flinke Hände, haben flinke Füße und auch wache Augen und ein weites
Herz.
Und was das wichtigste ist, ist Freundschaft die zusammen hält.
So verändern wir die Welt.

Im Anschluss singt man Flinke Hände, Flinke Füße…

Volker Stanko

Ich bin Volker Stanko vom DPSG-Stamm Nottuln. Ich bin schon als Wölfling
1981 in Nottuln angefangen und bin nun schon fast 20 Jahre Leiter in
allen Stufen.

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