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Das Mörder-Spiel

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Die Spielidee

Dieses Spiel braucht keine besondere Spielzeit – es wird während eines Ferienlagers parallel zum Programm gespielt. Jeweils zu den Mahlzeiten oder vor einzelnen Programmpunkten wird der Spielstand abgefragt.

Zu Beginn des Spieles wird verdeckt ein Mörder bestimmt (am besten durch Austeilen eines Kartenspiels – der Kreuz-Bube bspw. ist dann der Mörder). Er hat nun die Aufgabe, nach und nach die gesamte Lagerbelegschaft zu töten, indem er dem jeweiligen Opfer sagt: „Ich bin der Mörder und Du bist tot“.

Das Opfer hat ab dort über den Mörder und seinen eigenen Tod zu schweigen (Tote können ja nicht mehr reden) und sich lediglich in eine öffentliche Liste einzutragen: Mit Todeszeitpunkt (Uhrzeit!) und Todesort. Anhand der Todesangaben kann der lebende Rest des Ferienlagers überlegen, wer als Mörder in Frage kommt oder wer ein Alibi hat. Zu den Mahlzeiten können dann jeweils drei Teilnehmer gemeinsam einen Verdacht äußern. Der Verdächtigte muss nun ehrlich sein: Ist er der Mörder, wird ein neues Spiel gestartet (und die Toten sind alle wieder dabei), ist er nicht der Mörder, kommen die drei Rufmörder in Haft (d.h. sie scheiden für das weitere Spiel aus) und das Spiel geht weiter.

Bemerkungen

Es ist sinnvoll, einige flankierende Regeln einzuführen: 

  • der Mörder muss zwischen den Mahlzeiten jeweils eine bestimmte Anzahl von Leuten umbringen (je nach Größe des Lagers zwischen 2 und 5); sinnvoller ist es eine „Mindestopferzahl“ und eine „Höchstopferzahl“ festzulegen; damit der Mörder auf der einen Seite nicht tagelang untätig bleibt – und auf der anderen Seite er nicht das ganze Lager nur deshalb umbringen kann, weil der nächste Verdacht erst bei der nächsten Mahlzeit geäußert werden kann. 
  • nachts, von Beginn der Lagerruhe bis zum Wecken am Morgen ist „Mordverbot“ 
  • der Mörder kann sich einen Verbündeten nehmen, der ihm ein falsches Alibi besorgt – aber morden darf nur der Mörder! 
  • ein neutraler Spielleiter kann sich anbieten, dem Mörder zu helfen (natürlich nicht beim Morden, sondern bei Fragen oder Problemen). Ihm gegenüber muss sich der Mörder bei Gelegenheit zu erkennen geben. 
  • Das „Töten“ kann durch eine Geste ersetzt werden, beispielsweise durch ein Berühren der linken Wange des Opfers mit der rechten Hand; das erlaubt ein lautloses Töten mitten in der Menge. Die Geste sollte aber eindeutig sein, damit nicht „Zufalls-Tote“ entstehen. 
  • Natürlich kann ein Opfer versuchen, zu fliehen oder ein Zeuge sich bemühen, sich in Sicherheit zu bringen. Im Zweifelsfall aber ist das Opfer nicht entkommen, sondern tot: Das Mörder-Spiel soll kein Fangen- oder Verfolgungsspiel werden, sondern ein Strategie-Spiel.

Variation Auftragsmörder

Zu Beginn des Spieles wird nicht nur ein Mörder bestimmt – alle (Lager-) Teilnehmer sind Auftragskiller. Was zu Beginn geregelt werden muss, ist die Auftragsverteilung: Jedes Kind bekommt per Zettel (verdeckt) den Namen eines anderen Kindes zugeteilt: Das ist der Auftrag – das Opfer. Hat der Killer sein Opfer getötet (durch eine vereinbarte Geste, siehe unten), bekommt er auch dessen Auftragszettel – er hat ein neues Opfer. Hat das Opfer bereits gemordet, gehen alle erledigten und (jeweils ein) unerledigter Auftrag an den Killer. Am Ende des Lagers gibt es nur noch einen Killer – alle anderen sind tot (es sei denn, ein Killer erbeutet bei seinem Opfer den Auftrag, sich selbst zu eliminieren. Dann ist er gerettet!).

Killer-Gesten

  • Der Mörder muss seinem Opfer ein Gegenstand überreichen. Wenn dieser den Gegenstand annimmt, teilt der Killer dem Opfer mit, dass es jetzt tot ist. 
  • Der Killer muss seinem Opfer einen bestimmten Gegenstand überreichen (der allerdings alltäglich sein muss – zum Beispiel ein Schreibgerät – ein Kugelschreiber, Bleistift o.ä.) 
  • Der Killer muss sein Opfer mit vollem Namen ansprechen – reagiert das Opfer, ist es tot.

Bemerkungen

Bei dieser Variante geht es nicht darum, den Mörder zu finden und zu identifizieren – das Spielziel ist es, zu überleben. Deshalb muss es auch keine offizielle Bekanntgabe der Opfer geben – aber es schadet auch nichts. Im Gegenteil: Wird der Kreis der Lebenden kleiner, werden diese sich untereinander um so vorsichtiger begegnen.

Wenn ein Killer versucht hat, sein Opfer zu töten, das Opfer das jedoch durchschaut, hat der Killer es jetzt natürlich schwerer. Entweder er schafft es noch, sein Opfer irgendwie zu überlisten – oder er wird früher oder später selbst getötet. Nur die Besten bleiben am Leben.

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