Bei der Küchenausstattung muss man zuerst zwischen Hausfreizeiten und Freizeiten auf Zeltplätzen unterschieden werden. Bei Hausfreizeiten sind die Küchen meist gut ausgestattet, so das außer den Lebensmitteln nichts mitgebracht werden muss. Ob dies wirklich so ist, lässt sich meist mit einem Blick in die Hausunterlagen erfahren oder bei einem Telefongespräch mit dem Ansprechpartner des Hauses. Auf einem Zeltplatz sieht das ganze schon wieder etwas anders aus. Hier wird meistens in einem eigenem Kochzelt gekocht. Die Ausstattung für dieses Küchenzelt hängt zum einen von der Größe des Zeltes als auch von der Gruppengröße ab.

Beginnen wir bei den Töpfen: Standardmäßig kann man sagen, dass man für 100g Nudeln etwa 1l Wasser benötigt. An einer solchen Beispielrechnung könnt ihr die Größe der benötigten Kochtöpfe errechnen. Große Töpfe gibt es zum einen im Großmarkt (bspw. Edeka C&C) oder bei Bestellgroßhändlern. Ihr könnt aber auch bei befreundeten Vereinen oder Verbänden nachfragen. Gerade, wenn ihr ein erstes Lager startet, solltet ihr euch Material leihen um herauszufinden, ob dieses für eure Zwecke geeignet ist. Zu den Töpfen gehören dann natürlich auch typische Kochwerkzeuge wie TopflappenSchöpfkellen in verschiedenen Größen, SiebeSchneebesen und natürlich auchKochlöffel. Die Töpfe sollten am besten aus Aluminium sein. Diese haben den Vorteil, dass sie relativ leicht sind.

Zum Anbraten bieten sich ein Gasgrill mit einer große, etwa 80*60cm großen Pfanne an. Eine andere Möglichkeit sind runde Pfannen, die auf einem Gasgrill gesetzt werden. Diese sind allerdings für große Gruppen ungeeignet. Zu einer Pfanne gehören dann natürlich Pfannenwender.

Zum Vorbereiten der Lebensmittel sollte eine hygienische Unterlage geschaffen werden. Dazu bietet sich eine abwaschbare Wachstischdecke an. Dennoch darf nicht auf Schneidebrettchen verzichtet werden. In diesem Zusammenhang bieten sich auch gleich scharfe (Vorsicht, wenn Kinder damit schneiden!) Küchenmesser in verschiedenen Größen an. Zum Schälen von Gemüse sollte nicht auf Sparschäler verzichtet werden. Kleinere Mengen Brot können leicht mit einem Brotmesser geschnitten werden. Bei größeren Mengen bietet sich die Mitnahme einer Brotschneidemaschine an.

Zum Lagern der Lebensmittel sollten Dosen und Schüsseln in verschiedenen Größem mitgenommen werden. Weiteres “Werkzeug” für den Küchenalltag: Dosenöffner, Trichter, Messbecher, Spülbürste, Grillzange, Teeei,…

Zum Austeilen der Lebensmittel sollten große Schüsseln oder saubere Waschwannen verwendet werden. Diese Waschwannen sollten dann aus hygienischen Gründen für nichts anderes verwendet werden. Am Besten, ihr kennzeichnet diese als Lebensmittelwanne.

Damit die Kinder ihr Geschirr und ihr Besteck selber spülen können, solltet ihr zwei Waschwannen bereitstellen: die eine mit heißem Wasser und Spüli; die andere mit kaltem, klaren Wasser zum Nachspülen. Geschirrtücher sollten die Kinder ebenso wie Geschirr und Besteck selbst mitbringen.

Zum Ausschank von Getränken bieten sich Wasser-Kanister oder ähnliche verschließbare Behälter mit einem Schankhahn an. Auch hier sollte darauf geachtet werden, dass wirklich nur Getränke darin transportiert werden und die Kanister ordentlich gereinigt werden.

Zum Abspülen der Küchengerätschaften wird desweiteren benötigt: Spüli, Geschirrtücher, Spülschwämme und Spültücher.

Was immer im Küchenalltag gebraucht wird und in der vorhanden sein sollte, sind Gewürze, Alufolie, Müllbeutel, Einweghandschuhe, Frischhaltefolie, Wäscheleine & -klammern und Küchenrolle.

Die hier vorgestellte Ausstattung stellt den Grudstock einer Lagerküche dar. In eurem Alltag werdet ihr immer wieder auf Kleinigkeiten stoßen, die ihr noch zusätzlich braucht.

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Daniel Seiler ist der Kopf hinter dem Jugendleiter-Blog. Seit mehr als 10 Jahren ist er in der Jugendarbeit aktiv, hat viele Jahre einen Verband geleitet und bloggt nun aus seinen Erfahrungen aus über 100 Freizeittagen und mehr als 200 Gruppenstunden. Die besten Spiele und Ideen sind als Bücher erschienen.

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