Was ist Geocaching?

Geocaching ist die moderne Art der Schnitzeljagd. Im Internet suchst du dir interessante Schätze aus, die du gerne in deiner Umgebung finden möchtest, gibst die Koordinaten in ein GPS-Gerät oder Smartphone ein und folgst dem Pfeil auf diesem Gerät. Vor Ort beginnt dann die Suche nach kleinen Schätzen (den sog. “Caches”). Wieder zu Hause loggst du im Internet deinen Fund und sendest dem Besitzer des Caches einen Kommentar. Oder du machst das von unterwegs direkt auf dem Smartphone an Ort und Stelle.

Einen schönen einführenden Artikel zu dem Thema findet ihr auch auf Spiegel Online.

Geocaching - Schatzsuche mit GPSDie Deutsche Wanderjugend, die sich auch intensiv mit dem Thema auseinandersetzt (siehe geocaching.de), hat nun eine Einführungs-Broschüre rund um das Geocaching für Kinder herausgegeben, die wir euch heute kurz vorstellen möchten.

Thematisch deckt die Broschüre alles ab, was man als Neuling im Bereich Geocaching wissen muss: wie funktionert das, welche technische Ausstattung benötige ich, wo finde ich Hinweise auf Caches und was mache ich, wenn ich einen solchen gefunden habe? Liebevoll gestaltet wurde die Anleitung mit vielen Fotos und Karikaturen, die kindgerecht das Thema aufgreifen und wiedergeben.

Die einfache Sprache macht es auch möglich, die Broschüre Kindern und Jugendlichen zur Verfügung zu stellen, damit diese sich selbst in das Thema einarbeiten. Was neu ist, sind die Hinweise, wie man Geocaching speziell für Kinder und Jugendliche organisieren kann. Dazu habe ich bisher nichts bzw. nur sehr wenig gefunden. Damit schließt die Broschüre eine für unsere Arbeit relevante Lücke.

Neugierig geworden? Die Broschüre kann gegen eine geringe Schutzgebühr bei der Deutschen Wanderjugend bestellt werden.

Was brauche ich zum Geocachen?

  • ein GPS-Gerät oder ein Smartphone
  • die Koordinaten eines verstecken Caches (diese findest du auf verschiedenen Internetseiten – siehe unten)
  • fürs Smartphone: entsprechende Apps

Wo finde ich Informationen zu versteckten Caches?

Die größte Internetseite mit Informationen zu versteckten Caches ist geocaching.com. Eine Alternative, die allerdings bei weitem nicht so viele Caches listet ist opencaching.de.

Mein erstes Geocaching-Abenteuer

Am Wochenende war ich zum ersten Mal geocachen. Unser Dachverband hat sich vier GPS-Geräte von Garmin angeschafft und diese durften wir nun einmal ausprobieren. Zu viert, so dass jeder ein Gerät nutzen konnte, ging es also ab durch die Coburger Innenstadt und auf die Veste Coburg durch den Hofgarten. Insgesamt vier Caches wollten wir anlaufen.

Als erstes mussten wir uns in die Geräte einarbeiten, damit wir während des Laufens zügig neue Koordinaten eingeben konnten. Das ist bei den Geräten mit nur fünf Tasten gar nicht so einfach. Mit etwas Übung geht es dann aber doch relativ fix. Unsere ersten Koordinaten führten uns zu einem Brunnen im Hofgarten zu Coburg; genauer gesagt hinter diesen in ein Gebüsch, in dem bereits deutliche Trampelspuren zu finden waren. Leider fanden wir zu viert keinen Hinweis auf den Cache, so dass wir nach einer Viertel Stunde mit leichter Enttäuschung von dannen zum nächsten Cache weiterzogen. Bergauf ging es zur Veste Coburg. Leider fanden wir auch dort an einem Baum auf freier Wiese keinen Cache. Dafür wurden wir mit großen Augen von Passanten beobachtet. Muggel-Gefahr! Muggels sind Menschen, die nicht Geocachen, aber durch unser Suchen des Caches ebenfalls neugierig werden. So entsteht die Gefahr, dass ein Cache verschwindet oder beschädigt wird.

Nach zwei von zwei möglichen Fehlschlägen marschierten wir weiter in die Coburger Innenstadt Richtung Moritzkirche, um dort Coburgs kleinsten Cache, so die Beschreibung auf geocaching.com, zu finden. Und tatsächlich, nach nur wenigen Minuten hielten wir die kleine Dosen in der Hand und konnten uns ins Logbuch eintragen. Natürlich wurde der Micro-Cache wieder ordnungsgemäß versteckt.

Unser letzter Weg führte uns in den Coburger Rosengarten. Dort starteten wir einen Multi-Cache. Dass heißt, dass wir insgesamt vier Stationen anlaufen mussten und dort jeweils Hinweise auf die Koordinaten der kommenden Station erhielten. Am Ende hielten wir auch diesen Cache in den Händen und konnten uns in ein weiteres Logbuch eintragen. Leider haben wir keinen Cache geborgen, bei dem wir etwas hätten austauschen können. Schade, aber vielleicht klappt’s ja beim nächsten Mal.

Geocaching ist definitiv die erwachsene Variante der Schatzsuche oder der Schnitzeljagd, die in den Kindertagen uns allen viel Spaß gemacht haben. Ich bin auf jeden Fall angefixt und hoffe schon bald wieder geocachen gehen zu können.

Geocaching 2.0: LocationBasedGames

Im Medienpädagogik-Praxisblog stellt Eike eine neue Form der Location Based Games vor, mit denen man mittels GPS neben der Geocaching-Schatzsuche noch andere Spiele spielen kann. Noch ist das alles in der Entwicklung – ich werde aber auf jeden Fall einen Blick darauf werfen, da ich schon ein großer Geocaching-Fan bin.

Zum Blog-Artikel…

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Daniel
Hallo, schön, dass du hier vorbeischaust. Ich bin der Kopf hinter dem Jugendleiter-Blog und bin seit über 10 Jahren in der Jugendarbeit aktiv, habe viele Jahre einen Verband geleitet und blogge hier über meine Erfahrungen aus mehr als 100 Freizeittagen und 200 Gruppenstunden. Meine besten Spiele und Ideen sind als Bücher erschienen.

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