Die Video-on-Demand Nutzung, wie sie Online-Plattformen heutzutage anbieten, ist auch bei Kindern steigend. Das Portal Maxdome hat in einer Studie rund 2000 Haushalte zum Medienkonsum ihrer Kinder von 0-18 Jahren befragt. Die Verantwortlichen, zumeist also Eltern, Großeltern oder andere Bezugspersonen teilten dem Video-on-Demand Anbieter ihre Gewohnheiten und Wünsche mit.

Maxdome- Studie zu Video-on-Demand Nutzung bei Kindern

Quelle: maxdome.de
Quelle: maxdome.de

51 Prozent der Eltern gaben an, dass sie wissen wollen, was ihre Kinder sich im Fernseher ansehen, während 40 Prozent bewusst aussuchen, was sie für ihre Kinder besonders förderlich und pädagogisch wertvoll halten. Nur 9 Prozent der befragten Eltern sind der Meinung, dass eine Kindersicherung ausreichend ist bzw. sie der richtigen Filmwahl ihrer Kinder vertrauen. Zusammenfassend ist festzustellen, dass sich die Mehrzahl der Eltern bewusst über die Mediennutzung ihrer Kinder entscheidet und nutzen dafür das umfangreiche Angebot des Video-on-Demand Anbieters.

Neue Anwendungskategorien auf VoD-Portalen

Den meisten Eltern ist also das Medienverhalten ihrer Kinder wichtig und bekannt. Sie fordern zunehmend anspruchsvolle Inhalte, die über passiven Konsum hinausgehen. Unter den Angeboten von VoD-Verteilern nehmen daher die Bereiche Bücher mit beeindruckenden 93 Prozent sowie Hörspiele und gestreamte Anwendungen für den Computer und ein bildungsorientiertes breites Angebot in englischer Sprache viel Raum ein. Fernsehen liegt im Vergleich erst hinter Zeitschriften auf Platz 6 und erreicht lediglich 36 Prozent.

Accounteinstellungen für einen besseren Überblick

Viele Eltern versuchen, das Mediennutzungsverhalten ihrer Kinder zu begleiten. 62 Prozent der befragten Eltern gaben an, dass sie häufig oder so oft wie möglich zugegen sind. Das VoD-Angebot verfügt über hilfreiche Accounteinstellungen, in denen das Kindesalter festgelegt werden kann und wodurch das Programm nur altersentsprechende Inhalte auftauchen lässt – entlastend für Eltern mit vielen Verpflichtungen, da immerhin 23 Prozent Zeitmangel als Grund für wenig Präsenz nennen. Erwachsene schätzen an Video-on-Demand mit 73 Prozent insbesondere die Möglichkeit der individuellen Auswahl aus einem vielfältigen Angebot. Jeweils 50 und 42 Prozent der Eltern sind erleichtert, den Fernsehkonsum ihrer Kinder besser im Auge zu haben.

Fernsehserien für Kinder

Bibi & Tina

Nach Klickzahlen gehört Bibi und Tina zu einer der beliebteste Serie für Kinder. Sie erzählt die Geschichte der Hexe Bibi Blocksberg, die auf einem Pferdehof Ferien macht. Schnell schließt sie Freundschaft mit Tina, der Tochter des Hauses. Seit dem Tod des Vaters ist die Familie in Geldnot und mit dem Pächter verfeindet, was Bibi und Tina zu lösen versuchen.

Merlin

An zweiter Stelle steht die BBC-Fantasyreihe um den jungen Zauberer Merlin und Prinz Arthur, die sich in Camelot begegnen. Merlin rettet Arthur das Leben und wird zu dessen Diener und Beschützer.

Shaun, das Schaf

Darauf folgt eine weitere BBC Produktion, die Stop Motion Kultserie Shaun das Schaf. Shaun lebt in einer Schafherde auf dem Bauernhof. Unter Anleitung des cleveren Shaun kommt es zu irrwitzigen Situationen in jeder Folge. Die Animationsserie funktioniert ohne Sprache und hat kurze Folgen von ein paar Minuten, ist also auch für kleine Kinder geeignet.

SpongeBob Schwammkopf

Auf dem vierten Platz befindet sich die bereits seit kurz vor der Jahrtausendwende
ausgestrahlte Animationsserie SpongeBob um die gleichnamige schwammförmige Hauptfigur, der mit seiner Schnecke Gary und weiteren Meerestieren in der fiktiven Unterwasserstadt Bikini Bottom lebt.

Mia and me

Auf Rang Fünf schließt Mia and me die Liste der beliebtesten Serien. Die 12-jährige Hauptfigur Mia kommt nach dem Verschwinden ihrer Eltern in ein Internat in Florenz. Gleichzeitig spielt ein Teil der Produktion in einer computeranimierten Fantasy-Welt, in die Mia durch einen von ihren Eltern ererbten Armreif gelangt. In dieser magischen Welt ist sie eine Elfe.

Tipps zum Umgang mit Medien

Die folgenden Tipps von Journalist und Medienexperte Thomas Feibel helfen Eltern dabei, ihre Kinder an einen verantwortungsbewussten Umgang mit digitalen Medien sowie die sinnvolle Nutzung von VoD heranzuführen.

  • Seien Sie als Elternteil ein Vorbild für Ihre Kinder. Achten Sie auf ihren eigenen Medienkonsum, denn Kinder sind gnadenlose Beobachter.
  • Treffen Sie Absprachen mit Ihren Kindern. Wann und wie lange darf die Lieblingsserie geschaut werden.
  • Nutzen Sie die Vorteile von VoD. Filme und Serien, die aufgrund von Hausaufgaben verpasst wurden, können zu einem anderen Zeitpunkt geschaut werden.
  • Schauen Sie zusammen mit Ihren Kindern den Lieblingsfilm.
  • Vermitteln Sie Ihren Kindern, dass es Grenzen gibt. Dementsprechend sollten Kinder Ihre Langeweile nicht mit dem Konsum von digitalen Medien vertreiben.

Fazit

Video-on-Demand ist eine gute Lösung für Eltern, die das Medienverhalten ihres Kindes dirigieren möchten und mehr als Fernsehen beanspruchen. Die Plattformen können variabel altersgerecht eingestellt werden. Mit den beliebtesten Serien erhalten Eltern einen Überblick der statistischen Sehgewohnheiten von Kindern. Das VOD-Portal bietet ein umfassendes Sortiment, je nach persönlichem Geschmack kann aus vielen Genres und Medien wie Zeichentrickserien, Realfilmen und Stop-Motion-Formaten gewählt werden.

Daniel Seiler ist der Kopf hinter dem Jugendleiter-Blog. Seit mehr als 10 Jahren ist er in der Jugendarbeit aktiv, hat viele Jahre einen Verband geleitet und bloggt nun aus seinen Erfahrungen aus über 100 Freizeittagen und mehr als 200 Gruppenstunden. Die besten Spiele und Ideen sind als Bücher erschienen.

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