In immer mehr Unternehmen ist es aktuell Trend, sich einen „Feel Good“-Manager zu leisten. Diese kümmern sich um das Betriebsklima und organisieren Mitarbeiter-Events. Beim Lesen des verlinkten Artikels auf t3n.de habe ich mir die Frage gestellt: Ist es nötig, dass sich auch organisierte Jugendarbeit mit dem Thema „Feel Good“ beschäftigt. Aus meiner Sicht: ja!

Sicher braucht die Jugendarbeit keine eigene Stelle dafür zu schaffen, aber in Verbänden und Vereinen tut sich der Vorstand auf jeden Fall gut daran, wenn man sich mit der Frage beschäftigt, wie man seine Jugendleiter bei Laune hält. Immerhin opfern die meisten unentgeltlich ihre Freizeit für die gute Sache.

Wie kann nun so ein „Feed Good“-Management aussehen? Hier sehe ich verschiedene Ansatzpunkte:

  • Schaffen von Räumen, in denen sich Jugendleiter gerne treffen.
    Meetings und Orga-Treffen sollten nicht in anonymen Büroräumen stattfinden. Viel besser ist es sich dort zu treffen, wo sich auch die Zielgruppe aufhält. Also in Gruppenräumen, auf einer Wiese oder mal in einer Kneipe. Ein lockeres Ambiente macht das „Arbeiten“ gleich viel angenehmen
  • Zeit für den privaten Austausch organisieren.
    Leitet man zusammen eine Gruppenstunde, kennt man sich für gewöhnlich sehr gut. Gibt es aber noch andere Gruppen, nimmt der Kontakt meist zwischen den Gruppen oft schon etwas ab. Daher sollten Großgruppentreffen von Jugendleitern nicht nur als reiner Informationstreffen organisiert werden. Viel besser ist es, wenn solche Treffen eingebettet werden in eine gemeinsame Freizeit-Aktion, z.B. ein gemeinsames Grillen im Sommer oder der Besuch eines Weihnachtsmarktes im Anschluss an ein Meeting im Winter.
  • Vernetzung!
    Schafft zentrale Schnittstellen zur Vernetzung, um Informationen einfach weitergeben zu können. Das kann ein Memoboard im Gruppenraum, ein Forum im Internet oder eine Gruppe auf Facebook sein. Je niedriger die Hemmschwelle für den Info-Austausch, umso besser.

Hast du weitere Ideen, wie man es schaffen kann, dass sich Jugendleiter bei ihrer Arbeit für einen Verband oder Verein wohl fühlen?

Daniel Seiler ist der Kopf hinter dem Jugendleiter-Blog. Seit mehr als 10 Jahren ist er in der Jugendarbeit aktiv, hat viele Jahre einen Verband geleitet und bloggt nun aus seinen Erfahrungen aus über 100 Freizeittagen und mehr als 200 Gruppenstunden. Die besten Spiele und Ideen sind als Bücher erschienen.

1 KOMMENTAR

  1. Das Problem ist wenn man sich wohlfühlt kommt der Verein und macht alles kaputt, ich denke dieses Problem haben einige.
    Wenn der Verein nicht für die Kinder und Jugendlichen denkt sondern nur sein eigenes Interesse ausleben möchte, gibt es schon die Probleme.
    Zusammenarbeit ist wichtig, dies fehlt jedoch in den Leitungen der Vereine.

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