Es gibt Bücher über ihn und auch manch ein Jugendleiter hat einen: einen Spielekoffer. Ein kleines Köfferchen, in  dem sich einiges Material befindet, um spontan einige Spiele aus dem Ärmel schütteln zu können. Zusammen mit dem  passenden Spielebuch entsteht so ein schnell einsetzbares Spiele-Allerlei für jede Gelegenheit. Klingt toll, aber jetzt kommt das aber:

man muss ihn natürlich immer dabei haben. Der beste Koffer nutzt nichts, wenn er daheim in der Ecke steht oder sonst  wo vergessen wird. Das Material muss für die Zielgruppe ausreichend in dem Koffer vorhanden sein und man muss auch  alle Spiele soweit kennen, dass sie zumindest in einer Grundversion sofort gespielt werden können.

Einen echten Spielekoffer habe ich nicht. Zu umständlich, diesen immer gefüllt dabei haben zu müssen. Was ich habe  ist eine Kiste mit ungewöhnlichen Spielmaterial wie einem Gummihuhn, einem 1-Minuten-Countdown-Buzzer aus einer  längst vergangenen Fast-Food-Aktion, schräge Feedback-Karten und noch einiges mehr an Klimmbimm. Wenn ich weiß, dass  ich auf eine Freizet fahre, wo ich dieses Material bestimmt nicht vorfinde, packe ich die Kiste ein. Ansonsten  reicht mir mein Repertoire an Spielen, die man entweder ohne Material spielen kann oder nur mit solchem, dass ich  überall vorfinde:
Papier, Stifte und Co.

Und? Denkst du, dass man einen Spielekoffer braucht?

Hallo, schön, dass du hier vorbeischaust. Ich bin der Kopf hinter dem Jugendleiter-Blog und bin seit über 10 Jahren in der Jugendarbeit aktiv, habe viele Jahre einen Verband geleitet und blogge hier über meine Erfahrungen aus mehr als 100 Freizeittagen und 200 Gruppenstunden.

Meine besten Spiele und Ideen sind als Bücher erschienen.

2 KOMMENTARE

  1. Ich finde, dass man es etwas differenzierter betrachten sollte. Zuerst müsste man den Begriff "Spielekoffer" klar definieren. Nur einfach "einiges Material" und "passenden Spielebuch" ist zu kurz gegriffen. Es muss genau andersrum geschehen. Man benötigt ein Buch, dass nur wenig verschiedenes Material benötigt und kann dazu passend einen Koffer erstellen, der das entsprechende Material beinhaltet.
    Da man auch hierbei nicht in die Gelegenheit kommen wird, jedes Spiel spielen zu müssen, muss man auch nicht jedes kennen, sondern kann in seiner Vorbereitung ein Spiel heraussuchen. Hat aber trotzdem auch beim kurzfristigen Blick hinein die Sicherheit, dass das Material dafür vorrätig ist.
    Zudem ist eine Unterscheidung zwischen Gruppenstunde und Ferienfahrt hierbei noch sinnvoll. Für Gruppenstunden ist ein Spielekoffer nicht schwer zu erstellen und ebenso leicht zu warten – und vor allem immer vor Ort, wenn man ihn im Gruppenraum lässt. Auf Ferienfahrten eignet sich ein solcher nur zum Überbrücken von Pausen auf dem Platz, Lücken im Programm außerhalb des Platzes wird man auch immer noch anders füllen müssen. Da helfen aber dann auch keine anderen Kisten.
    Natürlich muss ein solcher Materialkoffer immer wieder gewartet werden, das ist aber bei allen Materialien in der Kinder- und Jugendarbeit so – unabhängig von Zelt, Küche, Basteln, Spielen, … – und ob überprüfen und reparieren bzw. neukaufen oder überprüfen und auffüllen sich so stark unterscheiden …

    Kurzum: Es muss von der Spieleauswahl zum Materialkoffer gehen und den gewünschten Einsatzzweck beinhalten, vor allem für Gruppenstunden gut geeignet (auch für schnelles Alternativprogramm bei schlechtem Wetter).

    Ein Beispiel für eine fertige Spielauswahl für einen Materialkoffer: http://www.gruppenstunden-shop.de/a82-29-Spielen-mit-dem-Spielekoffer.html

  2. hallo erst mal!

    also ich weiß nicht, was an nem spielkoffer so schlimm sein soll. ich find des eigentlich ganz gut, wenn man seine sachen nicht unbedingt in seinem eigenen Jungscharschrank packen will, den man leider nicht zusperren kann.
    tja. scho blöd, wenn einfach andere gruppen rangehen können.
    ich persönlich bin in einer anderen gruppe im selben CVJM Mitglied, und schon sehr dankbar, das wir da ab und an mal hinkönnen.
    Aber mich graust es einfach, wenn wildfremde Leute unsre Sachen nehmen (vor allem mein mit vieeeel Liebe selbst gebasteltes Bibel-Tabu).
    von daher find ich die idee nicht schlecht, wenn man nichts zum absperren hat.

    wenn jemand lust hat, kann er/sie sich ja mal auf meinem brandneuen blog umschauen (auf dem leider noch nicht so viel stehte 😀 ):

    http://jungschar-tipps.blogspot.de/

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