Ist Schuld immer einfach zu definieren? Sind 70.000 Menscheleben wertvoller als 164? Fragen, mit denen sich TV-Zuschauer am kommenden Montag im Ersten auseinandersetzen müssen. Denn dann läuft dort um 20:15 Uhr der Film „Terror – Ihr Urteil“.

Der Fernsehfilm basiert auf dem gleichnamigen Theaterstück von Ferdinand von Schirachs.

Worum es geht, erfahrt ihr in diesem Artikel.

Darf man 164 Menschen töten, um 70.000 zu retten?

thumb_1738__originalGenau damit muss sich das TV-Publikum als Jury in der Gerichtsverhandlung, die den Rahmen für das Justizdrama bildet, beschäftigen. Der Kampfpilot Lars Koch (gespielt von Florian David Fitz) entschied sich dafür, eine vollbesetzte Passagiermaschine abzuschießen, die von Terroristen in ein Fußballstadion gelenkt werden sollte.

Da es keinen Befehl seines Vorgesetzten gab, handelte er nach seinem Gewissen und entschied selbstständig. Kann man davon sprechen, dass er 164 Unschuldige töte?

War es Notwehr? Ist er schuldig? Oder vielleicht ein Held?

Der Zuschauer ist nicht nur passiv dabei, sondern er darf selbst – multimedial – an der Verhandlung teilnehmen. Vor der Urteilsverkündung wendet sich der Richter direkt an das Publikum und stellt die entscheidende Frage: „Wie würden Sie entscheiden?“. Und genau das wird dann passieren! In einer kurzen Pause meldet sich Frank Plasberg mit der Sendung „hart aber fair“. Die Zuschauer haben dann auf der Webseite zur Sendung die Möglichkeit, über das Urteil abzustimmen. Schuldig oder Unschuldig?

Die Mehrheit wird entscheiden: Für beide Abstimmungsergebnisse wurden passende Filmenden produziert – und das nur zum Voting passende wird gezeigt: Verurteilung oder Freispruch! Nach der Ausstrahlung des Urteils wird das Thema kontrovers bei „hart aber fair“ mit Juristen und Studiogästen diskutiert.

Meine Meinung zum Film

thumb_1742__originalIch konnte den Film vorab anschauen und möchte ihn euch wirklich ans Herz legen. Nicht, weil mich Das Erste dafür bezahlt, sondern weil mich der Film sehr berührt hat. Ich bin mit einer festen Meinung zur wert-geladenen Diskussion in den Film gegangen und die Authentizität der Darstellungen haben mich immer wieder ins Nachdenken gebracht. Gerne hätte ich en Film mehrmals unterbrochen und hätte gerne direkt über die Stärken und Schwächen der einzelnen Argumente diskutiert.

Die Diskussion beleuchtet viele unterschiedliche Aspekte, über die man als Zuschauer ohne juristischen Hintergrund erst einmal gar nicht nachdenkt.

Für Jugendgruppen bildet der Film eine tolle Grundlage zur Diskussion und kann zeigen, dass Jugendarbeit damit viel mehr ist als Spaß und Spiel. Daher mein Tipp: Schaut ihn euch gemeinsam an – im Kino oder im TV – und diskutiert hinterher.

Einschalten!

Der Film läuft am 17. Oktober 2016 um 20:15 Uhr bei Das Erste. Wer ihn schon vorher sehen möchte, kann dies in 100 ausgewählten Kinos am 14. Oktober bereits tun.

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Hallo, schön, dass du hier vorbeischaust. Ich bin der Kopf hinter dem Jugendleiter-Blog und bin seit über 10 Jahren in der Jugendarbeit aktiv, habe viele Jahre einen Verband geleitet und blogge hier über meine Erfahrungen aus mehr als 100 Freizeittagen und 200 Gruppenstunden.

Meine besten Spiele und Ideen sind als Bücher erschienen.

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