Nacht in Palermo

Alias: Mafia, Mörder, Werwolf, Werwölfe von Thiercelieux
Art: Mörderinnenspiel mit extremem Psychofaktor
Ziel: die Gruppe muss zwei Mörderinnen finden und hinrichten lassen
Dauer: 15–45 Minuten
Wir brauchen dazu: Sitzkreis mit mindestens 10 Teilis, Zettel als Lose, Stift, mo ̈glichst wenig Licht (optional)
So geht es: Eine Spielerin ist die Spielleiterin. Die anderen ziehen Lose (oder Spielkarten), um ihre Rollen zugeteilt zu bekommen:

  • 2 Mörderinnen: Zettel mit M
  • 1 Detektivin: Zettel mit D
  • Bürgerinnen: leere Zettel fuür den Rest

Alle sitzen so im Kreis, dass jede jede sehen kann. Die Spielleiterin fängt an zu erzählen:
Es wird Nacht in Palermo. Die Bürgerinnen gehen schlafen. Alle Spielerinnen schließen die Augen. Doch zwei Mörderinnen erwachen und suchen ein Opfer. Die beiden Mörderinnen erwachen und verständigen sich durch Blicke oder andere Zeichen auf ein Opfer und teilen der Spielleiterin das Opfer mit. Die Mörderinnen schlafen wieder ein. Die Mörderinnen schließen wieder die Augen. Die Detektivin erwacht. Die Detektivin öffnet die Augen. Sie deutet für die Spielleiterin auf eine Bürgerin. Die Spielleiterin signalisiert, ob dies eine Mörderin oder eine Bürgerin ist. Die Detektivin schläft wieder ein. Die Detektivin schließt wieder die Augen. Es ist Morgen. Die Bürgerinnen von Palermo erwachen – bis auf eine. Die Spielleiterin teilt dem Opfer mit, dass es jetzt tot ist. Die Bürgerinnen diskutieren jetzt und entscheiden, welche beiden aus ihrer Mitte sie als verdächtigte Mörderinnen auf die Anklagebank setzen. Diese beiden Bürgerinnen halten dann je eine kurze Verteidigungsrede.
Die Bürgerinnen entscheiden danach, wen sie hinrichten. Die Hingerichtete muss danach mitteilen, ob sie eine Mörderin war oder nicht.
In der nächsten Nacht nehmen das Mordopfer und die Hingerichtete nur noch beobachtend am Spiel teil. Sie brauchen die Augen nicht zu schließen, dürfen aber auch nicht reden oder den Lebenden irgendwelche Zeichen geben.

Das Spiel geht so lange, bis beide Mörderinnen hingerichtet sind oder alle Nicht-Mörderinnen ermordet sind. Danach kann neu gelost werden.

Besondere Hinweise: Das Spiel kann sehr heftig werden: Gegenseitige Beschuldigungen, Sündenböcke, Verschwörungen, Intrigen. Mit Demokratie oder Konsens hat das nichts mehr zu tun.
Wann einsetzen: Abends beim Bier oder so.

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Oliver Kleehttp://www.spielereader.org/
Oliver Klee lebt und arbeitet in Bonn. Er gibt Workshops zu Methodenthemen wie Train-the-Trainer, Konfliktmanagement oder Zeitmanagement, zu IT-Themen wie Softwarearchitektur oder Web-Security, und zu Entspannungsmassage und Rangeln. Auf seinen Seminaren wird grundsätzlich sehr viel gespielt, und ein Plüschelch spielt auch oft eine zentrale Rolle.

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über mich

Daniel
Hallo, schön, dass du hier vorbeischaust. Ich bin der Kopf hinter dem Jugendleiter-Blog und bin seit über 10 Jahren in der Jugendarbeit aktiv, habe viele Jahre einen Verband geleitet und blogge hier über meine Erfahrungen aus mehr als 100 Freizeittagen und 200 Gruppenstunden. Meine besten Spiele und Ideen sind als Bücher erschienen.

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