Wie jeder Arbeitnehmer muss auch manch kleiner Verein jährlich eine Steuererklärung abgeben. Dann gibt es viele Fragen. Von den Antworten hängt ab, ob der Verein seine Gemeinnützigkeit behält.

Wann Steuerpflicht besteht

Gemeinnützige Vereine sind meist beinahe vollständig von der Steuerbefreit. Denn auf Mitgliedsbeiträge werden, genau wie auf Spenden, keine Abgaben an den Fiskus erhoben. Damit Umsatz und Einnahmen, etwa aus dem Vereinslokal, nicht besteuert werden, dürfen sie bestimmte Grenzen nicht überschreiten. Auch Erbschaften und Schenkungen bleiben von der Steuer verschont.

Gemeinnützigkeit festschreiben

Wird in der Satzung des Vereins bereits bei der Gründung ein entsprechender Vereinszweck festgeschrieben, erkennt das Finanzamt die Gemeinnützigkeit an. Am besten ist es, von Anfang an darauf zu achten und mit einer Mustervorlage zu arbeiten. Deutlich schwieriger ist es, im Nachhinein Gemeinnützigkeit zu beantragen. Der ideelle Bereich sollte nur der Förderung des Vereinszwecks dienen und durch Beiträge und Spenden finanziert werden. Dann bleibt der Fiskus außen vor. Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung und Zinsen sind steuerlich begünstigt sowie von Ertragssteuern befreit. Abgeführt werden muss die Umsatzsteuer, wenn der Umsatz, den der Verein macht, mehr als 17.500 Euro jährlich beträgt.

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Wann Steuern fällig werden

Doch wie sieht es mit Einnahmen, etwa aus Werbung oder dem Verkauf von Kuchen beim Sommerfest aus? Dieser Bereich ist voll steuerpflichtig, wenn er auf die Erzielung von Gewinn abzielt. Dazu gehören auch ein Vereinscafé, der Betrieb eines Basars oder eben die Trikotwerbung. Für Umsatz über einer Grenze von 17.500 Euro im Jahr wird sogar Umsatzsteuer fällig. Auf seinen Rechnungen muss der Verein dann auch die Mehrwertsteuer ausweisen.

Bitte beachtet: Wir können keine rechtliche Beratung anbieten – alle Informationen hier erfolgen nach bestem Wissen und Gewissen ohne Garantie auf rechtliche Richtigkeit.

Daniel Seiler ist der Kopf hinter dem Jugendleiter-Blog. Seit mehr als 10 Jahren ist er in der Jugendarbeit aktiv, hat viele Jahre einen Verband geleitet und bloggt nun aus seinen Erfahrungen aus über 100 Freizeittagen und mehr als 200 Gruppenstunden. Die besten Spiele und Ideen sind als Bücher erschienen.

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