Jeder Jugendleiter steht einmal in seinem Leben vor diesem Problem: Der erste mehrtägige Ausflug in ein Zeltlager steht an. Zahlreiche Eltern geben ihre Kinder in die Obhut des Ehrenamtlichen und der weiß womöglich vor der Reise gar nicht mehr, wo ihm der Kopf steht. Dabei sollte sich der Jugendleiter grade in der Vorbereitungsphase nicht aus der Ruhe bringen lassen und alles gewissenhaft planen.

Es handelt sich dabei nicht mal um ein Anfängerproblem, viele Jugendleiter stehen auch noch vor der 20. Reise unter Stress. Mit dabei ist immer die Angst, etwas Wichtiges vor der Abreise vergessen zu haben. Damit diese Angst nicht gerechtfertigt ist, lohnt es sich, die Reise in drei Kategorien zu unterteilen.

Die Anfahrt

In der ersten Kategorie sollten sich die Gedanken des Jugendleiters um die Anfahrt zum Ausflugsort drehen. Da das Mieten eines Busses samt Fahrer nicht immer im Budget liegt, wird häufig auf private Fahrgemeinschaften ausgewichen. Eltern helfen oftmals aus, auch um sich einen Eindruck von dem Ort zu verschaffen, in dem ihre Kinder die nächste Zeit verbringen. Ab dem 18. Lebensjahr fahren viele Jugendleiter auch selber mit dem Auto und nehmen einige ihrer Schützlinge mit. Ganz wichtig ist hierbei natürlich die Sicherheit. Das Auto muss auf Herz und Nieren geprüft werden, damit die Anfahrt nicht unschön mit einer Panne endet. Gecheckt werden muss auf jeden Fall der Flüssigkeitshaushalt im Wagen, also das Öl und je nach Jahreszeit und Ausflugsziel auch Frostschutzmittel im Scheibenwischwasser. Mit am wichtigsten sind die Reifen: Haben sich diese bereits sehr abgenutzt oder sind alt, garantieren sie nicht mehr den nötigen Grip und die Sicherheit im Bremsverhalten wie Neureifen. Hier sollten lieber frische Pneus aufgezogen werden. Autoreifen, Öle und Co. sind etwa bei tirendo.ch günstig zu bestellen. Ist das Auto erstmal sicher, kann die Fahrt beginnen. Doch grade bei langen Reisen werden die Kinder auf Dauer ungeduldig und quengeln. Ablenkung versprechen verschiedene Spiele für Autoreisen.

Die Ankunft

Sicher angekommen am Zielort kann die nächste Kategorie beginnen: Das Aufbauen der Zelte. Dabei ist Zelt nicht gleich Zelt und wenn viele Reiseteilnehmer ihre eigenen Unterkünfte dabei haben, gleicht der erstmalige Aufbau einem Spießroutenlauf. Hier lohnt es sich, bei einem vorherigen Treffen das Aufbauen der Zelte gemeinsam zu üben, damit die Handgriffe sitzen und das Aufstellen nicht allzu viel Zeit in Anspruch nimmt. Dabei können auch die Elternteile helfen, die bereits die Fahrten hin zum Camp übernommen haben. Genauso können beim Abbauen der Zelte die Väter und Mütter mithelfen, die die Kinder abholen. Beim Aufbau kann der ein oder andere Reiseteilnehmer ja von seinen bisherigen Erfahrungen vom Camping berichten, oder der Jugendleiter hat ein paar Geschichten über verrückte Campingplätze parat, um die Anstrengung angenehmer zu machen.

Los geht’s!

Zur letzten Kategorie, die wohl schönste der drei Unterteilungen: Endlich ist die Fahrt und der Aufbau der Unterkünfte abgeschlossen und die Zeit im Ferienlager kann beginnen! Begrüßungsspiele können den Start erleichtern und eine tolle gemeinsame Zeit einläuten. Falls das Wetter nicht immer mitspielt, sollten alle Teilnehmer regenfeste Kleidung eingepackt haben. Grade der Jugendleiter steht bei der Unterhaltung in der Pflicht, für alle möglichen Eventualitäten gewappnet zu sein. Es lohnt sich, ein Programm mit unterschiedlichen Spielen parat zu haben, damit keine Langeweile entsteht. Auch Dinge wie eine Taschenlampe oder medizinische Grundversorgung wie Pflaster sollten auf keiner Freizeit fehlen.

Daniel Seiler ist der Kopf hinter dem Jugendleiter-Blog. Seit mehr als 10 Jahren ist er in der Jugendarbeit aktiv, hat viele Jahre einen Verband geleitet und bloggt nun aus seinen Erfahrungen aus über 100 Freizeittagen und mehr als 200 Gruppenstunden. Die besten Spiele und Ideen sind als Bücher erschienen.

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