Zugegeben, Camping mutet etwas altbacken und unbequem an. Viele Menschen in unserer verwöhnten Gesellschaft werden an das Schlafen auf harten Böden, Dosen-Ravioli und Plumpsklos denken. Zelten geht jedoch weit über das Übernachten unter einer Stoffplane hinaus. Mit spannenden Aktivitäten und einer gekonnten Einbindung der Natur kann ein aufregender und lehrreicher Erlebnisurlaub im Freien verbracht werden. Besonders für bewegungsfreudige Kinder und Jugendliche eröffnen sich unzählige Beschäftigungsmöglichkeiten, bei denen sie nicht nur Spaß haben, sondern auch vieles lernen können.

Das Wir-Gefühl stärken

Durch den engen Kontakt in der Gruppe können die Teilnehmer eines Zeltlagers das Gemeinschaftsleben kennnenlernen und seine Dynamik mit eigenem Einsatz bereichern. Dies kann beispielsweise durch unterhaltsame Gruppenaktivitäten oder die gerechte Arbeitsteilung beim Auf- und Abbau von Gerätschaften oder der Pflege des Lagers geschehen. Natürlich steht auch die Versorgung der Gruppe mit regelmäßigen Mahlzeiten, die gemeinsam vor- , zu- und nachbereitet werden, an. Besonders empfehlenswert sind auch Hindernisparcours, bei denen nur durch gegenseitige Hilfestellung und Zusammenarbeit die verschiedenen Stationen gemeistert werden können.

Von der Natur lernen

Der Gang in die Natur mit eingebundener Einführung in die Wildkräuterkunde macht Spaß und schafft auch für Laien Erfolgserlebnisse. Einige Pflanzen wie Bärlauch, Holunder oder Löwenzahn sind dabei besonders leicht zu identifizieren. Sehr reizvoll sind aber auch Waldbeeren, die durch ihren relativ süßen Geschmack viele Liebhaber finden. Anschließend können gemeinsam Salate, Sirup oder andere Nahrungsmittel mit der gesammelten Beute zubereitet und genossen werden. Das obligatorische Lagerfeuer mit eigens gesammeltem Holz bietet ebenso genügend abendliche Aktivitäten an. Egal ob Stockbrot gebacken, eine Geschichte spielerisch erzählt oder zusammen musiziert wird, die Interaktion der Teilnehmer und das entspannte Einläuten der Nacht stehen hier im Mittelpunkt.

Sich in der Fremde zurechtfinden

Reist die Jugendgruppe sogar ins Ausland, kommen weitere spannende Aspekte hinzu. Der Kontakt mit einer anderen Kultur gestaltet sich durch die Rolle als Selbstversorger besonders reizsvoll. Das Erkunden der fremden Nahrungsmittel macht dabei so manchen Einkauf zu einem Erlebnis. Außerdem begünstigen die zumeist auf den Campingplätzen vorhandenen Beschäftigungsangebote wie Badelandschaften, Tischtennisplatten oder Minigolf-Anlagen die Kontaktaufnahme zu anderen Urlaubern verschiedener Kulturen. Auf Bewertungsplattformen im Internet findet man bereits eine Auswahl der besten Campingplätze in Deutschland und dem europäischen Ausland. Somit kann man sich bereits im Vorfeld die am besten geeigneten Plätze aussuchen und das Risiko einer Enttäuschung minimieren.

Hallo, schön, dass du hier vorbeischaust. Ich bin der Kopf hinter dem Jugendleiter-Blog und bin seit über 10 Jahren in der Jugendarbeit aktiv, habe viele Jahre einen Verband geleitet und blogge hier über meine Erfahrungen aus mehr als 100 Freizeittagen und 200 Gruppenstunden.

Meine besten Spiele und Ideen sind als Bücher erschienen.

1 KOMMENTAR

  1. Ja, dem Zelten lastet ein alter Charme an, das stimmt, aber ich wehr mich dagegen heftig 🙂 Ich finde die Vorteile überwiegen, z.B. dass die Kids die Natur besser kennenlernen, das Gemeinschaftsgefühl und die Verantwortung… Klasse! Ausserdem muss es nun wirklich nicht Dosenravioli sein oder ungemütliche Schlafstätten. Dafür gibts heute schon so viel Equipment in guten Shops, dass man es sich schon sehr heimelig machen kann!

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