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Dank des Beitrags von Andy auf holysheep.de (4 häufige Fehler in der Jugendarbeit) habe ich mich hingesetzt und auch eine Liste an Punkten zusammengeschrieben, die mir einfallen, wenn ich darüber nachdenke, was für Fehler ich in der Jugendarbeit gemacht habe. Die Liste ist sicher nicht vollständig, aber zeigt dennoch einige Punkte auf, die man als Jugendleiter beachten sollte:

  • Sich selbst nicht so wichtig nehmen und dem Nachwuchs Platz lassen. Auch wenn er erst an Strukturen und Regeln herangeführt werden muss, sollte man dem Nachwuchs Raum für Kreativität und zum „sich ausprobieren“ lassen. Nachwuchs, der eingeschränkt und zu wenig Ernst gelassen wird, geht leider verloren.
  • Sich auf alten Konzepten ausruhen. Zwar ist es einfach zu sagen: „Das hat schon die letzten Jahre geklappt. Das machen wir wieder“. Doch Kinder und Jugendliche strafen ein solches Denken ab. Wer immer die gleichen Spiele und Programmabläufe auffährt, macht damit Teilnehmer nicht glücklich. Wer immer die gleichen Spielideen auffährt, läuft Gefahr, langweilig zu werden.
  • Zu Jugendlich sein. Klar, wir arbeiten mit Kindern und Jugendlichen oft jahrelang zusammen. Trotzdem werden wir älter und gehen damit Stück für Stück von der Zielgruppe weg. Das ist normal und sollte akzeptiert werden. Wer ewig jung und cool bleiben will, wird leicht unauthentisch. Und ist Authentizität nicht ein Ziel der Jugendarbeit?

to be continued…

Daniel Seiler ist der Kopf hinter dem Jugendleiter-Blog. Seit mehr als 10 Jahren ist er in der Jugendarbeit aktiv, hat viele Jahre einen Verband geleitet und bloggt nun aus seinen Erfahrungen aus über 100 Freizeittagen und mehr als 200 Gruppenstunden. Die besten Spiele und Ideen sind als Bücher erschienen.

1 KOMMENTAR

  1. Da fällt mir noch der typische „Anfängerfehler“ ein, der mir auch in meinen Anfängen als 16-jähriger Jugendleiter das Leben etwas schwerer als nötig gemacht hat:

    Sich nicht trauen, auch mal ordentlich „auf den Tisch zu hauen“ bzw. zu deutlich seine Verärgerung zu zeigen / zu schimpfen, weil man Angst hat das die Jugendlichen einen dann nicht mehr mögen / akzeptieren.

    Ich hab dann die gegenteilige Erfahrung gemacht: Wenn der Jugendleiter/Jugendreiseleiter (natürlich nur in berechtigten Fällen) der Gruppe deutlich zeigt wie verärgert / enttäuscht er ist und auch mal durchzieht das er nicht nur zum Spaß da ist kann das druchaus positiv wirken – so lange es für die Gruppe nachvollziehbar ist. Dadurch verliert der Jugendleiter dann keine Akzeptanz, sonder er gewinnt eher dazu. Trotzdem darf das „meckern“ nicht zum Selbstzweck werden – und da schliesst sich ein anderer „Fehler“ an:

    Zu persönlich nehmen, wenn die Gruppe nicht so funktioniert wie man will, wenn dazwischengequatscht wird, wenn Regeln verletzt werden. In den allermeisten Fällen tun die Jugendlichen das nicht um den Jugendleiter/Jugendreiseleiter zu ärgern / zu schaden…. höchstens um ihn ein bisschen zu testen 🙂 Dann ist wiederum konsequentes Handeln gefragt, was nach meiner Erfahrung viel besser geht wenn man es eben nicht persönlich nimmt.

    Aber im Endeffekt muss man es doch selbst ausprobieren – ich hab in meinen Anfängen viiiiel durch meine Fehler gelernt und lerne bis heute gerne daraus 🙂

    Schönen Gruß!
    Thilo
    von der ruf akademie

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