Im 15. Jahrhundert bestimmen die Handwerkszünfte die Geschicke der Stadt Strasbourg. Aufstrebende Familien wollen das nun ändern und in den Zünften unterkommen. Ziel ist es, in den Zünften möglichst viel Macht zu bekommen.

Jeder Spieler stellt eine Familie dar, die zu Beginn 5 Aufgaben in Form von Karten erhält. Wie viele davon jeder erfüllen möchte, muss am Anfang festgelegt und ausgewählt werden. Je mehr Aufgaben, umso mehr Punkte sind logischerweise möglich.
Das erste ungewöhnliche Spielelement ist die erste Runde – die sogenannte Planungsphase, die jeder Spieler für sich alleine löst. Ungewöhnlich, aber ok. Durch das Ziehen und Einteilen seiner Einflusskarten, die maßgeblich sind für den Einfluss in den kommenden Spielrunden, setzt man zu Beginn einen wichtigen Einfluss für das restliche Spiel fest. Hier getroffene Entscheidungen sind bindend und können nicht mehr revidiert werden.

Zweite Runde: die Aktionsphase. Diese wird fünf mal gespielt und läuft jedes Mal etwas anders ab, da die Zünfte und andere Einflussbereiche anders aufgeteilt sind. Ziel ist es, in den Zünften entsprechend der Aufgabenkarten seinen eigenen Einfluss zu erhöhen. Dafür wird mit den Einflusskarten der Reihe nach für die Zünfte geboten. Wer die meisten Punkte von den Karten bietet, wird Zunftmeister und darf damit die Zunft mit einem Familienmitglied im Rad der Stadt vertreten. Auch der zweite Höchstbietende bekommt, genau so wie der Höchstbietende, auch noch eine der Zunft entsprechende Ware.

Zusätzlich hierzu kann auch noch eine Rolle für den Adel und die Kirche übernommen werden, die bei der Besetzung der Felder in der Stadt damit weiteren Einfluss ausüben kann. Beide dürfen nämlich Gebäude in der Stadt errichten, die bei der abschließenden Punktevergabe wichtig sind.

Während des Spiels werden am Ende jedes Durchlaufe Punkte für Sitze im Stadtrat vergeben. Nach allen Runden werden Punkte für Familienmitglieder, die in der Stadt sitzen, vergeben. Dabei ist es für viele Punkte wichtig, neben einem Gebäude oder einer Kapelle zu sitzen. So entscheidet sich dann auch, wer die größte Macht in Strasbourg geworden ist.

Es braucht richtig viel Zeit, bis man alle Spielregeln verstanden hat. Wir haben das Siel mehrfach zur Seite gelegt und erst später wieder ausgepackt, da die Regeln erst einmal verstanden werden müssen. Dann allerdings läuft das Spiel flüssig, hat keine besonders großen Wartezeiten und macht auch wirklich Spaß. Für Kinder ist das Spiel aber meines Erachtens nach zu Komplex. Jugendliche, die Zeit und Lust auf ein komplexes Strategiespiel haben, können das Spiel auf jeden Fall spielen.

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Daniel Seiler ist der Kopf hinter dem Jugendleiter-Blog. Seit mehr als 10 Jahren ist er in der Jugendarbeit aktiv, hat viele Jahre einen Verband geleitet und bloggt nun aus seinen Erfahrungen aus über 100 Freizeittagen und mehr als 200 Gruppenstunden. Die besten Spiele und Ideen sind als Bücher erschienen.

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