Von Bernd Siggelkow haben wir hier im Blog bereits zwei Bücher (Deutschlands sexuelle Tragödie & Deutschlands große Chance) vorgestellt, die beide gesellschaftlich brisante Themen ansprachen. Beide Bücher erzählten Geschichten von Kindern und Jugendlichen, die in Siggelkows Einrichtung „Die Arche“ in Berlin anzutreffen sind und die mit Drogen, Gewalt und Sex Probleme haben. Auch das neue Buch „Generation Wodka“ soll wieder aufrütteln und für ein in der Gesellschaft weit verbreitetes Phänomen und Problem hinweisen: den Alkoholkonsum von Jugendlichen.

Mit dem Untertitel „Wie sich unser Nachwuchs mit Alkohol die Zukunft vernebelt“ wird bereits deutlich, dass Alkohol eben nicht nur das Problem am Morgen nach dem Saufen ist, sondern auch langfristige Folgen für die Jugendlichen, aber auch für die Gesellschaft hat. In der bereits aus den anderen Büchern bekannten Art und Weise stellt Siggelkow zusammen mit seinen beiden Mit-Autoren Wolfgang Büscher und Marcus Mockler Beispiel-Fälle von Jugendlichen vor, die sich durch ihren Alkoholkonsum in schwierige Situationen gebracht haben: Straftaten, Jobverlust und sozialer Abstieg sind die Themen, die diese Fälle deutlich machen.

Dazu werden viele aktuelle Studien und Zahlen zusammengefasst. Deutlich wird: Alkohol ist Teil der Lebenswelt von Jugendlichen, was aus Sicht der Autoren an sich noch nicht das Problem ist. Vielmehr bemängeln sie die ständige Verfügbarkeit und die Normalität des Alkoholkonsums, der sich immer stärker verbreitet.

Die besonderen Stellen des Buches sind neben mich – neben den bereits erwähnten Beispielfällen – das Interview mit einem Sozialarbeiter, der von seinem Zusammenstoßen mit Jugendlichen berichtet und über seine Erfahrungen spricht, sowie das Fazit, das Vorschläge eröffnet, wie man dem aufkommenden Alkoholkonsum Herr werden kann. Diese beziehen sich aber eher auf die gesellschaftliche Ebene als auf die Individuelle.

Bei Siggelkows Büchern kommt mir persönlich teilweise zu sehr der moralische Zeigefinger durch und es fällt mir schwer, alle Aussagen zu verallgemeinern. Dennoch ist das Buch interessant zu lesen und zeigt, dass etwas insgesamt schief läuft. Es sensibilisiert den Blick auf die Berichterstattung und machte mir deutlich, dass einiges anders laufen würde, wenn der Alkoholkonsum anders geregelt werden würde.

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Hallo, schön, dass du hier vorbeischaust. Ich bin der Kopf hinter dem Jugendleiter-Blog und bin seit über 10 Jahren in der Jugendarbeit aktiv, habe viele Jahre einen Verband geleitet und blogge hier über meine Erfahrungen aus mehr als 100 Freizeittagen und 200 Gruppenstunden.

Meine besten Spiele und Ideen sind als Bücher erschienen.

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