[aartikel]B0039UWDV2:left[/aartikel] Einschätzungsspiele können gefährlich sein. Vor allem, wenn man ehrlich ist. Sie können zu Diskussionen führen oder einfach nur nachdenklich machen, wenn man als Zielperson einer Frage eine unerwartete Reaktion erhält. Ein solches Einschätzungsspiel ist „Gefährlich ehrlich“, das wir in großer Runde getestet haben.

Auf einem spiralförmigen Pfad wandert jeder Spieler mit seiner Spielfigur langsam in das Zentrum der Spirale. Das Tempo wird dabei durch die Qualität seiner Einschätzungen bestimmt. Reihum darf jeder Spieler von einem der drei farblich unterschiedlichen Kartenstapel eine Karte ziehen und die Frage stellen.

Die gelben „Das bist doch du“-Karten sind relativ einfach. Eine Behauptung à la „Wer ist der ehrlichste?“ wird vorgelesen. Nach einer kurzen Bedenkzeit zeigen alle gleichzeitig auf die Person, auf die die Behauptung am ehesten zutrifft. Die Person, auf die am häufigsten gezeigt wird, darf zwei Felder vorwärts gehen. Die Personen, die auf diese zeigen, rutschen jeweils ein Feld voran.

Bei den roten Extrem-Karten muss der Spieler eingeschätzt werden, der die Optionen vorliest. So werden jeweils Gegenpole vorgelesen, so zum Beispiel „glatt“ vs. „kantig“ oder „Hausmannskost“ oder „Feinkost“. Mit zwei Fingern zeigt nun jeder an, zu welcher Option der Spieler am besten passt. Auch hier gibt es wieder die gleichen Punkte-Regeln. Etwas komisch: der Spieler, der bewertet wird, spielt selbst mit. Aber seine Meinung hat keine besondere Rolle. Über die Punkteverteilung entscheidet jeweils die Mehrheit. Geht es also um mich und ich schätze mich völlig anders ein als die Mehrheit, erhält diese dennoch die Punkte. Das regt vielleicht zu Diskussionen an – Sinn macht das aber aus meiner Sicht und aus Sicht der Testrunden nicht. Der aktive Spieler, der eingeschätzt wird, erhält nur 2 Punkte, wenn die Mehrheit wie er gestimmt hat – ansonsten Null. Bei Gleichstand entscheidet ebenfalls seine Stimme. Er muss sich also ehrlich einschätzen, sonst wird er von der Mehrheit überstimmt. Mit diesem Tipp machen die Regeln wieder Sinn 😉 Danke an Franz Scholles für den Hinweis.

[adrotate group=“5″]

Aber ok, bei der dritten Kartenart ist Kreativität gefragt. „Wenn du ein Auto wärst, welches wärst du dann?“ ist eine der vielen Fragen, die jeweils der aktuelle Spieler beantworten muss. Seine Antwort wird anschließend mit Daumen nach oben oder nach unten von den Mitspielern bewertet. Gelingt ihm die Überzeugungsarbeit, darf der Spieler zwei Felder nach vorne. Eine gute Idee, aber: diese Karten kommen insbesondere kurz vor dem Schluss ins Spiel. Wollen die Mitspieler also jemanden ausbremsen, so müssen sie einfach nur mit Flop abstimmen und schon wird der Spieler am Fortschreiten gehindert.

Fazit: Das Spiel hat uns zum Lachen, aber auch zum Diskutieren gebracht. Nicht alle Spielregeln leuchten immer ein. Dennoch kam der Spielspaß nicht zu kurz und wir haben noch einmal mehr über uns als Gruppe, aber auch Einzelpersonen gelernt. Ein Kommunikationsspiel, das seinen Zweck erfüllt!

Wer das Spiel nicht im Handel findet, kann es auch direkt beim Verlag bestellen.

Hallo, schön, dass du hier vorbeischaust. Ich bin der Kopf hinter dem Jugendleiter-Blog und bin seit über 10 Jahren in der Jugendarbeit aktiv, habe viele Jahre einen Verband geleitet und blogge hier über meine Erfahrungen aus mehr als 100 Freizeittagen und 200 Gruppenstunden.

Meine besten Spiele und Ideen sind als Bücher erschienen.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here