[aartikel]3466308801:left[/aartikel]Medien sind im Alltag von Kindern und Jugendlichen nicht mehr wegzudenken. Sie sind omnipräsent und bestimmen Kommunikation und Freizeitverhalten. Warum ist das Handy für Jugendliche so wichtig? Weshalb finden Kinder actionreiche Computerspiele so spannend? Warum kommunizieren Heranwachsende im Internet immer häufiger über soziale Netzwerke? Viele Eltern sind verunsichert, wie sie ihren Nachwuchs in der Medienerziehung begleiten und die Nutzung sinnvoller Angebote unterstützen sollen. Das Buch „Hilfe, mein Kind hängt im Netz – Was Eltern über Internet, Handys und Computerspiele wissen sollten“ gibt Antworten auf diese und viele weitere Fragen und kann eine gute Arbeitsgrundlage für medienpädagogische Projekte sein.

Aufgeteilt in drei Level (ja, hier ist die Parallele zu den Computerspielen erkennbar) werden die Medien Internet, Handy und Computerspiele für Eltern erläutert, die Nutzungsarten und Nutzungsmotive von Kindern und Jugendlichen dargestellt und sensibel auf Potentiale und Gefahren eingegangen. Am Ende eines jeden Kapitels gibt es ein Wörterbuch mit den wichtigsten Begriffen, Links und weitere Dokumente, die im Kontext des jeweiligen Mediums interessant sein könnten.

Aus medienpädagogischer Sicht ist der Ansatz der Medienerziehung von Eltern in Form eines Handbuches eine interessante Angelegenheit. Allerdings wird aus meiner Sicht teilweise zu ausführliche auf Gefahren der einzelnen Medien und nicht auf die Nutzungsmotive und Chancen eingegangen. Insbesondere in den Bereichen Internet und Handy werden Risiken mehrmals beschrieben. Positiv zu erwähnen ist ebenfalls, dass die Eltern „sich an der eigenen Nase packen sollten“ und über ihren eigenen Medienkonsum und ihre damit verbundene Vorbildfunktion nachdenken sollten.

Mein Fazit: ein gutes Handbuch für Eltern und Erzieher, die sich einen Überblick über die neuen Medien-Möglichkeiten verschaffen wollen. Nachgebessert werden sollte an den o.g. Kritikpunkten. Schulnote: 2+

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Daniel Seiler ist der Kopf hinter dem Jugendleiter-Blog. Seit mehr als 10 Jahren ist er in der Jugendarbeit aktiv, hat viele Jahre einen Verband geleitet und bloggt nun aus seinen Erfahrungen aus über 100 Freizeittagen und mehr als 200 Gruppenstunden. Die besten Spiele und Ideen sind als Bücher erschienen.

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