Mit diesem Buch von Dieter Baacke, einem der bekanntesten deutschen Pädagogen des 20. Jahrhunderts, der leider 1999 verstorben ist, stellen wir euch heute eine Einführung in die Probleme des Jugendalters vor. Die Leitfrage des Buches lautet „Wie entwickeln sich ‚Kinder‘ zwischen dem 13. und dem 18. Lebensjahr?“. Dabei bedient sich Baacke nicht nur der (entwicklungs-)psychologischen Perspektive, sondern lässt auch biologische, soziale und pädagogische Aspekte mit einfließen. Aus Baackes Sicht ist die Altersspanen zwischen 13 und 18 Jahren besonders interessant, da in dieser Zeit die Ablösung vom Elternhaus und die Orientierung in der immer größer werdenden Umwelt geschieht.

Baackes Stil, diese Lebensphase zu beschreiben, macht Lust, viel mehr zu diesem Thema zu lesen. Es werden nicht bloß Fakten aus empirischen Studien dargestellt. Nahe an der Lebenswelt beschreibt Baacke das Leben von Jugendlichen mit original Texten von Jugendlichen oder seinen persönlichen Eindrücken und Erfahrungen. Hier sind insbesondere die ersten 100 Seiten zu empfehlen. Später wird sein Stil teilweise sehr wissenschaftlich und setzt viele pädagogisch-theoretische Erfahrungen voraus, um überall voll und ganz durchzusteigen.

Auf den über dreihundert Seiten widmet sich Backe den Themen Lebenswelt, Entwicklung und Reifung, Intelligenz, Kreativität, Sexualität, Moral, Politik und Identität. Dass die erste Auflage des Buches 1976 erschien, merkt man an manchen Stellen an Hand der Sicht Baackes auf „aktuelle“ Trends im Jugendalter. In der 2009 erschienenen zehnten Auflage des Buches hat Ralf Vollbracht das Buch allerdings überarbeitet und Baackes Werk mit aktuellen Belegen ergänzt.

Lesenswert? Wer sich der Lebenswelt von Jugendlichen einmal von theoretischer Seite nähern möchte, für den ist dieses Buch absolut zu empfehlen. Baackes Schreibstil macht Spaß zu lesen und seine Perspektive bietet interessante Einblicke.

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2 KOMMENTARE

  1. Da ich selbst eine kleine Tochter habe, sollte ich mir das Buch vielleicht tatsächlich einmal anschauen um zu sehen, was mich da denn noch so alles erwartet.

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