„Du bist 16 Jahre alt und hast vorgestern die Schule geschwänzt. Du hattest Stress mit einer Freundin und ihr wolltet reden. Außerdem war an diesem Tag Wandertag, und da dachtest du dir, du könntest Besseres tun, als mit der ganzen Klasse in den Zoo zu gehen.“

zurecht findenSo beginnt ein typisches Kapitel aus dem Rechtsratgeber „Zu Recht finden“ von Ulrike Hinrichs, der Jugendliche über ihre Rechte und Pflichten in Deutschland aufklären möchte. In alphabetischer Reihenfolge werden Themen besprochen, die für den Alltag von Jugendlichen von Relevanz sein können. Das geht von A wie Abziehen, Aids und Alkohol über H wie Haftbefehl, Haschisch und Hacker bis zu Z wie Zeuge. Alle Kapitel beginnen mit einer kurzen beispielhaften Geschichte, wie die 12- bis 18-Jährigen, an die sich das Buch richtet, in Kontakt mit diesen Themen gelangen können und erklärt dann in einfacher Sprache die Rechtslage dazu in Deutschland. Nur selten werden Gesetzestexte zitiert – und wenn, dann werden sie einleuchtend erklärt.

Viele der Themen sind wirklich sehr nah an der Realität der Jugend von heute – bei anderen Kapiteln bezweifle ich die Relevanz oder halte sie für überschätzt. So zum Beispiel bei den Kapiteln Festnahmerecht, Jugendgerichtshilfe oder Missbrauch von Notrufsäulen. Ein anderer Kritikpunkt ist die sehr umfangreiche Darstellung von potentiellen Drogen und ihrer Wirkungen. So gibt es einzelne Kapitel zu Aztekensalei, Crack, Crystal Speed, Engelstrompeten, Haschisch, Heroin, … Diese Aufzählung ließe sich noch weiter fortsetzen. Hier sehe ich dir Gefahr, Jugendliche zu sehr aufzuklären und eventuell auf neue Drogen/drogenartige Substanzen aufmerksam zu machen.

Dennoch sind die meisten Kapitel sehr lesenswert, lebensnah und aufklärend. Das Buch ist im Verlag an der Ruhr erschienen und kostet 19,80€. Jetzt das Buch bei amazon bestellen>>>

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