hb_campHeute stelle ich euch das „Handbuch Camparbeit“ von Simon Schild vorstellen. Im Rahmen dieses Buches wird die Arbeit eines Ferienlagers als beziehungs- und erlebnisorientierte Camparbeit begriffen. Gemeint ist damit vor Allem, dass das Ferienlager für Kinder und Jugendliche ein Erlebnis sein soll, das sich vom Alltag der Teilnehmer unterscheidet und dass das Kind die Chance bekommen soll, Beziehungen zu bisher meist unbekannten Teamer und auch zu Jesus oder Gott aufzubauen. Für alle, die der letzte Teil des Satzes erschreckt: das Buch basiert auf einer christlichen Ferienlager-Reihe, dem Christ Camp. Der Bezug zum Glauben und zur christlichen Soziallehre wird an vielen Stellen des Buches wieder aufgegriffen. Dennoch bietet es auch für die nicht-christliche Jugend- und Ferienlagerarbeit interessante Impulse.

in drei großen Abschnitten stellt der Autor seine Ideen und Erfahrungen für ein gelungenes, für die Kinder spannendes, auf dem Prinzip der beziehungs- und erlebnisorientierte Camparbeit basierendes Ferienlager vor. Die erste Überschrift lautet dazu: „Zuwendung – Die seelsorgerische und pädagogische Dimension der Camparbeit“. Hier geht es vor Allem um die Beziehung der Teamer zu den Kindern. Wie kann diese gefestigt und auf eine Vertrauensbasis gestellt werden? Wie gehe ich mit Problemen zwischen den Kindern um? Wie setze ich Regeln und zerstöre dennoch nicht die gute Beziehung zu den Kindern? Diese und weitere Fragen werden umfangreich und praxisnah in den einzelnen Unterkapiteln beschrieben. Meist werden die Unterkapitel mit einer kurzen „Story“ eingeleitet und ihre Hauptaussage dann im „Background“ ergänzt. Viele Kapitel schließen idealerweise mit einer Checkliste, wie der Teamer vor und während des Ferienlagers mit diesen Fragen umgehen kann.

Der zweite große Abschnitt steht unter dem Motto „Zuhause – Die Dimension für das spezielle Setting „Camp““. Hier geht es um die Organisation des Camps. Wie unterscheidet es sich von der alltäglichen Erfahrungswelt der Kinder und wie kann es ansprechend gestaltet werden? Welche Rolle spielen dabei die Teamer? Wie baue ich überhaupt ein Programmwoche ideal auf? In diesem Kapitel werden also Rahmenbedingungen für die Organisation vorgestellt und dabei allgemeine Anregungen gegeben.

Den größten Bezug zum Glauben besitzt der letzte Abschnitt: „Zukunft – Die geistliche Dimension der Camparbeit“ beleuchtet intensiv die Möglichkeiten, wie Glaube in den Alltag im Camp ein- und den Kinder näher gebracht werden kann. Hier geht es auch noch einmal um die Rolle des Teamers im Camp – diesmal verstärkt um seine Rolle als (christliches) Vorbild.

Zusammenfassend: ein gutes Buch mit interessanten Gedanken zur Organisation eines Ferienlagers und zur Rolle und zu den Aufgaben der Betreuer. Der christliche Background des Autors und des Verlages kommt an vielen Stellen durch; sollte aber interessierte Leser, die Antworten auf die obigen Fragen suchen nicht von der Lektüre des Buches abhalten!

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