Konflikt-TrainingDas Taschenbuch „Konflikt-Training mit Kindern und Jugendlichen“ von Dorothee und Frank Robertz beinhaltet neben psychologischen und soziologischen Grundlagen zur Gewalt- und Aggressionsforschung auch ein detailliertes Programm eines Anti-Aggressions-Kurses für Kinder und Jugendliche, auf dessen Grundlage Lehrer, Erzieher und Gruppenleiter ihr eigenes Trainingsprogramm entwickeln können.

In der Einführung weisen die Autoren, beide diplomierte Sozialpädagogen, darauf hin, dass trotz starker medialer Präsenz von Jugendgewalt, leicht anwendbare Programme zum Umgang mit „normalen“ gewaltbereiten Kindern und Jugendlichen fehlen. Die Autoren beabsichtigen mit diesem Buch all denen, die mit aggressiven Kindern und Jugendlichen arbeiten, praktische Anregungen zu Interventionsprogrammen zu liefern. Das Trainingskonzept stützt sich auf pädagogisch-psychologische Interventionsprogramme und versucht Jugendlichen Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit den eigenen Aggressionen zu vermitteln.

Der erste Teil des Buches beschäftigt sich mit den theoretischen Grundlagen von Aggression und Gewalt. Nach einer sehr einleuchtenden Begriffsdefinition von Aggression und Gewalt werden gängige psychologische und soziologische Theorien zur Ursache von Aggression vorgestellt. Dieser Überblick verzichtet auf komplexe psychologische Erklärungen und ist so auch für Laien gut verständlich.

Der zweite Teil des Buches befasst sich mit den Formen von Gewalt an Schulen und führt verschiedene Möglichkeiten der schulischen Gewaltprävention an. Außerdem wird kurz der Zusammenhang zwischen Aggression und Medienkonsum analysiert. Im Folgenden werden sehr knapp und deshalb auch rein theoretisch verschiedene Programme zur Arbeit mit gewalttätigen Jugendlichen vorgestellt.

Im dritten Teil des Buches stellen die Autoren schließlich ihr Trainingsprogramm vor. Dieser Abschnitt ist sehr praktisch orientiert und bietet neben genauen Ablaufplänen der einzelnen Sitzungen auch Kopiervorlagen für Arbeitsblätter.
Meiner Meinung nach bietet das Buch, gerade im letzten praktischen Teil gute Hilfen für Lehrer und Sozialpädagogen, für Laien-Gruppenleiter dagegen sind die Trainingsmodelle zu therapeutisch und deshalb so gut wie nicht anwendbar.

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