Hallo Sebastian,

zuerst eine Frage, die mich sehr interessiert: woher kommt der Name „elefantastisch.de“?

Hm, das ist eher unspektakulär. Ich habe 2001 nach einem Namen für meine Seite gesucht. Da war noch gar nicht so klar, in welche Richtung sich die mal entwickeln wird. Daher wollte ich einen Namen, der ein bißchen allgemeiner ist und nicht schon den Inhalt vorwegnimmt. Da hab ich ein klassisches Brainstorming gemacht, und elefantastisch.de war mein Favorit.

Wie bist du zur Kinder- und Jugendarbeit gekommen?

Ich war als Kind Mitglied in verschiedenen Jugendgruppen, unter anderem in einer Pfarrgemeinde, in der KSJ und auch mal bei den Pfadfindern. Nach meiner Firmung habe ich mich als Jugendlicher ehrenamtlich in meiner katholischen Heimatgemeinde engagiert, zuerst im Zeltlager. Dann habe ich eine neue Kindergruppe gestartet. Die „Kinder“ sind mittlerweile Mitte 20, aber die Gruppe existiert noch. Mit Freizeiten und Ferienpaßaktionen ging es weiter, später im Studium kamen „Tage der Orientierung“ für Schulklassen dazu. Das hat alles viel Spaß gemacht und mir viel gegeben. Letztlich war das alle auch ein Grund für meine Berufswahl.

Welche Informationen findet man auf deiner Seite und welche Funktionen bietet sie? Wo liegt der Schwerpunkt der Seite?

Die Seite elefantastisch.de dreht sich rund um Engagement in der Kirche. Der Glaube ist eng verbunden mit der Gemeinschaft untereinander und mit der Weitergabe des Glaubens. Das passiert nicht nur in der kirchlichen Jugendarbeit, aber dort besonders. Zielgruppe sind Gruppenleiter, Erzieher, Lehrer, Meßdiener, Teamer und all die vielen Interessierten, die mehr wollen. Alle Infos sind jederzeit frei zugänglich und kostenlos, es gibt keine Registrierung und kein Punktesystem, übrigens auch keine Werbung!

Auf elefantastisch.de findet man Sachtexte zum Glaubensthemen, Gottesdienstmodelle, Meditationen. Außerdem gibt’s Methoden und Praxistips, Spiel- und Bastel-Ideen, Rezepte und Thematik. Diesen Grundstock habe ich um ein paar Specials ergänzt: Die Rubriken „Nutzloses Wissen“ zu kirchlichen Themen, ein ziemlich schwieriges Quiz, ein englisch-lateinisches Kirchenwörterbuch und natürlich Links und Downloads. Ich komme aus der katholischen Jugendarbeit. Man merkt diesen Hintergrund der Seite sicher an manchen Stellen an, aber das meiste ist überkonfessionell verwendbar, Spiele und Ähnliches natürlich auch ohne jeden kirchlichen Bezug.

Woher stammen all die Ideen auf deiner Seite?

Angefangen hat die elefantastisch.de 2001 eigentlich damit, daß mich Leute öfter nach Seminaren gefragt haben: „Kann ich den Text, die Methode oder jenes Spiel auch schriftlich haben?“ Ich wollte dann einfach die Sachen online zugänglich machen, die ich ohnehin im Computer hatte. Inzwischen ist die Seite gewachsen, und manches steht dort, weil mich mal jemand gefragt hat: „Wie ist das eigentlich mit…?“

Alle Texte schreibe ich selbst, alle Bilder sind von mir. Manche Dinge recherchiere ich extra für die Seite, und da ziehe ich dann auch mal Fachliteratur zu Rate. Die Ideenquelle hinter den Spiel- und Basteltips kann ich oft gar nicht so genau ausmachen. Wenn man lange ehren- und hauptamtlich in der Kirche arbeitet, sammeln sich einfach viele Ideen an. Ich habe mir ja nicht alles selbst ausgedacht, sondern anderswo kennengelernt, abgewandelt, wieder neu ausprobiert und so. Ich bin doch selbst beschenkt worden mit Ideen, und es wäre doch blöd, wenn ich das für mich behalte.

Wichtig ist mir: Die Ideen stammen aus meiner Praxis! Ich möchte auf meiner Seite nicht Unmengen an Infos stehen haben oder Spiele, die ich nie ausprobiert habe oder Beiträge mit Halbwahrheiten. Mir ist wichtig, daß das Richtige drauf ist, von dem ich weiß, das es stimmt und funktioniert.

Wie häufig wird die Seite besucht und kannst du etwas zu den Besuchern sagen?

Statistiken sind ja so ne Sache. Mein Provider sagt mir, daß ich seit Öffnung der Seite vor sechs Jahren insgesamt 350.000 Besuche hatte. Jetzt kommen im Monatsdurchschnitt 10.000 Besuche dazu. Ich bekomme ja nur von den wenigsten Besuchern mehr mit als eine Zahl im Counter. Doch einige schreiben mir, weil sie etwas suchen oder Ideen brauchen. Das sind dann oft Jugendleiter, Gottesdienstleiter, Katecheten oder Referenten. Daraus ergeben sich oft nette Kontakte.

Und die traditionell letzte Frage: Hast du ein Lieblingsspiel oder eine Lieblingsmethode?

Na klar, jede Menge! Auf der Seite haben die alle einen „roten Elefanten“! Als Reflexionsmethode mag ich es, ein fiktives Telefongespräch zu führen. Bei den Spielen finde ich es immer wieder (ele)fantastisch, daß eine Kissenjagd Jung und Alt Spaß macht.

Vielen Dank für das Interview!

Sebastian ist von Beruf Pastoralreferent und arbeitet als Seelsorger in der Katholischen Kirche. Eingesetzt ist er in einer Pfarrgemeinde, wo er auch viel im Bereich Kinder- und Jugendarbeit tätig ist. Wenn er mal frei hat, kümmert er sich um die Tomaten auf seinem Balkon, beantwortet Kollegen Computerfragen, macht Fotos im Hafen oder drückt sich auf andere Art vor dem Bügeln.

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