Ohje, die Fensterscheiben sind fast blind vor Schmutz und eigentlich könnte auch die hintere Ecke des Schreibtischs mal wieder ausgemistet werden – der Frühjahrsputz steht an. Für diejenigen, die sich davor ebenso gerne drücken wie ich, hier ein ganz spröder Tipp: sucht mal den Aktenordner hervor, wo die vor einigen Jahren abgeschlossenen Versicherungen für Euren Verein oder Träger drinstehen oder, wenn Ihr nicht selbst dafür verantwortlich seid, fragt mal bei Eurer Jugendabteilung nach, wie es eigentlich um die Versicherungen steht.

Manchmal kommen dabei regelrechte Überraschungen und „historische Dokumente“ zutage. Denn die Versicherung, die vor fünf Jahren einmal abgeschlossen wurde, um wöchentliche Bastelstunden zu versichern, ist nicht zwangsläufig auch die richtige, wenn Ihr dieses Jahr plant den Nord- oder Ostseestrand zu erobern oder gar ins Ausland zu reisen. Sind außerdem auch Eure Teamvorbereitungs- und Nachbereitungstreffen mitversichert? Gibt es nicht vielleicht eine Rahmenversicherung Eures Stadtjugendrings oder Eures kirchlichen, sportlichen oder gewerkschaftlichen Dachverbandes? Nachfragen lohnt sich.

Auch abgelegene Fragen sollten immer wieder einmal mit dem Versicherungsunternehmen geklärt werden. Ist eigentlich die Selbstverpflegung auf Wochenendfahrten versichert? Also: was wäre, wenn die Majonäse trotz guter Vorsorge mal einen Sonnenstich bekommt und „umkippt“? Dann liegt vielleicht die gesamte Kindergruppe oder auch mal ein bis dahin noch gemütlicher Familientag mit Bauchschmerzen im Bett.

Zu guter Letzt: wenn alle Aktivitäten und Risiken (Radfahren, Wandern, Schwimmen, …) mitabgesichert sind, seid Ihr es eigentlich auch? Bei vielen Vereinsversicherungen sind jeweils aktuelle Mitgliederzahlen anzumelden. Wenn das der Kassenwart vergisst, ist das bei steigenden Mitgliederzahlen natürlich günstig für die Kasse. Aber der Versicherungsschutz könnte dahin sein. Auch hier lohnt sich also vergleichen.

Achja, dass versichern übrigens manchmal auch gar nicht so teuer ist, soll hier auch erwähnt werden. Viele Bundesländer haben seit ein paar Jahren „Auffangversicherungen“ abgeschlossen, die jeweils dann eingreifen sollen, wenn eine Vereinsversicherung mal zu kurz greift. Ich wünsche zwar keinem dass das passiert, aber für den Hinterkopf ist das Spiel mit „doppeltem Netz“ ja gar nicht so verkehrt.

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