Dass das Internet eine Goldgrube für manche Anwälte ist, hat sich vielleicht mittlerweile rumgesprochen. Kein Impressum? Bei ebay den eingetragenen Markennamen genannt? Schnell hat man da eine Abmahnung in der Hand.

Es lauern viele weitere Gefahren (habt ihr das Einverständnis von allen auf euren Seiten abgebildeten Personen?). Eine ist die folgende, wie wir selbst erfahren mussten. Vor vielen Jahren erstellt ein unerfahrener Webmaster im damals noch überschaubareren Netz eine kleine Homepage und beschreibt potentiellen Besuchern auch die Anfahrt. Um das zu illustrieren sucht er online nach einem Stadtplan und baut einen Teil davon auf die Homepage ein.

Es gehen viele Jahre ins Land da meldet sich ein Verlag (netterweise (wie sie betonen) selbst und nicht über ein Anwalt, der entsprechende Gebühren fordern würde (was inzwischen teils auch als unzulässig angesehen wird). Der Verlag weist auf die Urheberrechtsverletzung mit, die mit der Nutzung der Karte entstanden ist und bietet (netterweise) an, doch nachträglich eine Lizenz zu erwerben. Kostenpunkt für die kleinste Variante: 650 Euro + MwSt. Andernfalls soll man Schadensersatz und Bearbeitungsgebühren in ähnlicher Höhe zahlen und eine strafbewehrte Unterlassenserklärung unterschreiben.

Eine eMail mit einer netten Aufforderung, die Karte zu entfernen hätte es auch getan. Aber so kommt das Unternehmen letztlich in jedem Fall an hohe dreistellige Beträge, die auf eurem Konto fehlt.

So schnell kann’s gehen! Deshalb nur der Rat: Passt auf, was auf eurer Homepage so alles geschieht und zieht frühzeitig die entsprechenden Konsequenzen. Sonst kann’s schnell teuer werden.

2 KOMMENTARE

  1. Oh Mann, sowas ist echt ärgerlich, vor allem wenn es sich um eine nicht kommerzielle Website handelt… Welcher Verlag war es denn? Vor wem muss man sich besonders in Acht nehmen?

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