Mit 30 Kindern, 3 Leitern, 7 jugendlichen Helfer und einer Mutter eines Diabetes-Kindes starteten in der vorletzten Sommerferienwoche für eine Woche auf unsere diesjährige Jungscharfreizeit nach Wangerooge, wo wir ein Vollverpflegungshaus (erstmals, sonst immer Selbstverpflegung, ist aber wesentlich stressfreier) im Westen der Insel bezogen.

Schon die Anreise mit der Bahn und die Fahrt nach Wangerooge mit dem Schiff war ein Erlebnis. Leider erkrankte eine Helferin auf der Hinreise schwer, was den Start der Freizeit vor allem für die Leiter natürlich belastete.

Auf Wangerooge erwartete die Kinder ein abwechslungsreiches Programm. Dazu gehörte natürlich das Baden in der Nordsee und Spielen und Relaxen am Strand, lag das Freizeitheim doch direkt hinter den Dünen nur wenige Meter vom Meer entfernt.Daneben gab’s ein hoffentlich abwechslungsreiches Programm mit abenteuerlichen und lustigen Spielen (teils sogar nachts!), Unternehmungen auf der Insel und Schwimmen im Meerwasserhallenbad etc. Auch die traditionelle Abschlussdisko am letzten Abend durfte nicht fehlen.

Dazu gab es spannende Geschichten von Petrus, die die Kinder durch Spiele und Aktionen aktiv nacherleben konnten und an denen ihnen deutlich wurde, dass bei Gott alle zählen und niemand ein Versager ist. Auch der Abschlussgottesdienst am letzten Tag gehörte wie jedes Jahr fest dazu.

Jeder Tag schloss mit einer Abendrunde auf den Zimmern und der Gute-Nacht-Geschichte ab, bei der den meisten Kindern schon die Augen zufielen.

Freuen konnten wir uns über meist trockenes und sonniges Wetter, wobei jedoch der Wind dafür sorgte, dass keinem zu heiß wurde. Einmal konnten wir sogar einen richtigen Nordsee-Sturm erleben. Auch das war ein Highlight der Freizeit.
Schon am Tag vor dem eigentlichen Beginn der Freizeit trafen sich alle Teilnehmer und Mitarbeiter, um den Bulli mit Gepäck und Material zu beladen.
Am nächsten Tag ging es dann früh morgens los: Mit dem Zug um 7:14 Uhr bzw. dem Bulli Richtung Nordsee. Während der Bulli schon um 11:30 Uhr in Harlesiel am Hafen war, mussten alle anderen noch drei Mal umsteigen, dann den Tidebus nehmen und waren um 15:30 Uhr am Hafen, von wo aus dann das Schiff nach Wangerooge startete. Während es noch beim Gepäckeinladen regnete, gab es während der Überfahrt strahlenden Sonnenschein.
Auf Wangerooge angekommen, mussten wir noch ein kurzes Stück vom Hafen zum Haus laufen. Ganz in der Nähe erwarteten wir dann die Inselbahn, die unser Gepäck brachte. Dann hieß es erst mal auspacken, Betten beziehen und Abend essen.
Leider erkankte eine Helferin auf der Anreise sehr und musste, gerade auf Wangerooge angekommen, wieder ins Krankenhaus ausgeflogen werden. Eine Mitarbeiterin begleitete sie, bis am nächsten Tag die Eltern kamen.
Wie jeden Tag klang auch der erste Tag mit einem Abendlob, der Abendrunde auf den Zimmern und einer Gute-Nacht-Geschichte aus.

Der 2. Tag startete nach dem Frühstück mit einem Händlerspiel. Einige nutzen den Vormittag auch schon, um im Meer zu baden (unser Haus lag direkt hinter den Dünen).
Am Nachmittag teilten wir uns dann in zwei Gruppen: Die eine wanderte ins Dorf, die andere blieb zu Hause und nutzte die Sportmöglichkeiten (Tischtennis, Fußball, Basketball) beim Haus oder legte sich an den Strand.
Abends erfuhren die Teilnehmer dann wie die Petrus-Geschichten anfingen und Jesus den Fischer Petrus aufforderte, ihm nachzufolgen. Anderen zu vertrauen, erlebten die Kinder dann auch selber, indem sie sich blind von anderen führen ließen.

Der 3. Tag war vom Wetter her der schlechteste. Der Vormittag startete mit der zweiten Petrus-Geschichte: Petrus ging auf dem Wasser, hatte dann aber doch nicht genügend Vertrauen und bekam Angst. Die Kinder schrieben im Anschluss eigene Angst-Psalmen.
Nachmittags blieb eine Gruppe im Haus und stellte Gips-Masken her, während ein anderer Teil sich von einigen Regentropfen nicht aufhalten ließ und ins Dorf ging.
Abends gab es dann einen richtigen Sturm. Der sorgte für die richtige Grusel-Atmosphäre bei dem Film „Der Fakir“. Anschließend hörte es auf zu regnen und wir erlebten Windstärke 10 direkt am Deich.

Am 4. Tag startete mit dem traditionellen Freizeit-Spiel „Die Siedler“. Nachmittags gingen wir gemeinsam zum Strand. Abends wurde gegrillt. Nachdem es dunkel war, gab es dann ein Nachtgeländespiel.
Einige Bilder zeigen, wie ordentlich die Zimmer dank des „ZÜV“ (Zimmer-Überwachungs-Verein) waren, der jedes Zimmer täglich bewertete.

 

Am 5. Tag hörten wir zunächst die Geschichte, wie Jesus seinen Jüngern, also auch Petrus, die Füße wusch. Anschließend konnten die Kinder das Gefühl, das Petrus vermutlich hatte, nachvollziehen, als die Mitarbeiter den Kindern die Füße wuschen, nachdem diese Fußabdrücke hergestellt hatten.
Am Nachmittag ging es dann gemeinsam ins Dorf. Dort gingen einige ins Meerwasserhallenbad schwimmen, während andere lieber Shoppen gingen.
Abends gab es dann einen „Bunten Abend“ auf dem die Kinder ihre Talente unter Beweis stellen konnten. Zum Abschluss wurde „1, 2 oder 3“ gespielt.

Am Freitag gab es zunächst freie Zeit, die für Ausflüge ins Dorf, Singen oder Tischtennis spielen genutzt wurde. Nachmittags ging es dann nochmals an den Strand. Hier war es allerdings so windig, dass man die Zeit eher mit Ballspielen oder Schwimmen verbringen musste als mit faul in der Sonne liegen. Abends hörten die Kinder dann, wie Petrus Jesus verleugnete. Zwischendurch gab es noch Läuse-Alarm…

Der Samstag startete mit dem Abschluss-Gottesdienst der Freizeit, wo die Kinder erfuhren, dass Jesus Petrus trotz all seiner Fehler und Verfehlungen als Mitarbeiter beruft. Nachmittags gab es dann eine Hausrallye, bei der Fragen beantwortet, zunächst aber erst gesucht werden mussten. Anschließend wurde schon gepackt. Der Tag klang mit einer Disko aus. Außerdem bekamen die Gewinner der verschiedenen Spiele sowie das Siegerzimmer vom ZÜV ihre Preise.

Am letzten Tag wurde schon eine Stunde früher gefrühstückt und anschließend zu Ende gepackt, gefegt und aufgeräumt. Um 10 Uhr ging’s dann mit der Inselbahn zunächst zum Hafen, von dann um 11:00 Uhr mit dem Schiff nach Harlesiel. Dort mussten wir noch bis 13:30 Uhr auf den Tidebus warten, der uns zum Bahnhof nach Sande brachte. Von dort ging es weiter bis nach Siegen, wobei wir wegen der Verspätung eines Zuges einen Anschlusszug verpassten und so erst um 22:52 Uhr in Siegen waren, also insgesamt 13 Stunden zurückreisten.

1 KOMMENTAR

  1. Habe den Bericht hier zufällig beim Surfen im Netz entdeckt, war gerade mit dem Überprüfen unserer Hauseinträge beschäftigt.
    Diese Reise fand im „Jugendheim und Freizeitheim des Bildungswerks“, auch genannt „Haus Vogelsberg“ statt. Für Ferienfreizeiten aller Art geeignet. Direkt hinterm Deich. Es gibt jetzt auch eigene Fahrräder vor Ort. Übernachtungspreise zwischen 9 – 12,- Euro.
    Bei Interesse gibts hier paar Haus- und Buchungsinfos:
    ww.urlaub-anbieter.com/BWJS-4.htm

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