Man glaubt es kaum, aber die Vorbereitungen für das wöchentliche Treffen der Jungen Gemeinde (JG) Glienicke begann letzte Woche tatsächlich bereits um 18:18 Uhr. Ärgerlicherweise war vom Willkommens-Grillen, mit dem vor zwei Wochen die frisch Konfirmierten empfangen wurden, noch so viel Grillgut übrig, dass wir uns gezwungen sahen, auch heute wieder die Kohlen anzuheizen. Die ersten Probleme waren dann um 18:19 Uhr ersichtlich: Wo ist der Grill und vor allem wo ist der Grillrost? Warum regnet es plötzlich? Wieso hat Malte den gesamten Grillanzünder aufgebraucht, wo ist Steffen eigentlich und wieso hat er vergessen Tomaten und so’n Zeug für die Vegetarier zu kaufen? Alle Probleme konnten mehr oder weniger gut gelöst werden, allerdings wollte der gefundene Grillanzünder irgendwie nicht so wie Nils es wollte, weshalb sich die Würstchen schlussendlich nicht auf dem Grill, sondern in der Pfanne wiederfanden. Dazu gab es einen vorzüglichen grünen Salat, ein geheimes Sylt-Dressing, Fladenbrot, Maiskolben, Kartoffelsalat und noch so manch andere Leckerei. Gestärkt und ‚gut drauf’ konnten wir zu den wichtigen Themen (ja, o.k., essen ist auch wichtig) des Abends übergehen…

1. Planung für die Zukunft

Wie Hans in seinem Beitrag vor einige Tagen schon geschrieben hat, kann eine längerfristige Planung für Gruppenstunden und regelmäßige Treffen manchmal Wunder bewirken. Auch wir bemühen uns, regelmäßig gemeinsam ein Programm auf die Beine zu stellen, bei dem sich inhaltliche Themen und reines „Spaß“-Programm möglichst abwechseln. Bis vor kurzem war die JG eine so überschaubare Gruppe, dass man problemlos gemeinsam (z.B. beim Essen) entscheiden konnte, wann wir was machen und wer sich darum kümmert. In Zukunft wird das wohl eine Extra-Planungsrunde übernehmen müssen, weil ein längeres Gespräch zurzeit irgendwie immer im Chaos endet. Naja, macht nix.

Jeder Anwesende bekam bunte Zettel (man könnte es auch Moderationskarten nennen), schrieb drei oder mehr Wünsche für das zukünftige gemeinsame Programm auf, gleiche Wünsche wurden aussortiert und anschließend sollte jeder per Strich für seine persönlichen „Top 5“ voten. Mal abgesehen von minimalen Manipulationen und Stimmenkauf ergab sich ein fast demokratisches Meinungsbild. Da wir uns von der anstrengenden Arbeit (es fand beispielsweise am letzten Wochenende ein Jugendgottesdienst statt) erholen müssen, wird nächste Woche gespielt – und zwar auf Englisch, da sich eine chinesische Austauschschülerin angekündigt hat und in zwei Wochen gesungen.

2. Toaster-Spiel

Die noch übrige Zeit verbrachten wir spontan mit dem Toaster-Spiel. Wer nicht weiß, was das Toaster-Spiel ist, weiß vielleicht, wovon ich rede, wenn ich es „Kotzendes-Känguru“-Spiel oder Mixer-Spiel oder so nenne. Zugegeben, ich mag dieses Spiel nicht. Ich mag sowieso keine Spiele, bei denen einige Leute etwas machen und die anderen dumm rum stehen. Außerdem fehlt mir irgendwie beim Toaster-Spiel der Anreiz etwas zu machen. Aber gut, ein großer Teil der Leute kannte das Spiel und es hat anscheinend in ihren Köpfen einen besseren Eindruck hinterlassen als bei mir. Also, erklärten wir es schnell dem Rest und spielten los. Ich werde es jetzt hier nicht erklären, aber es ist eine gute Möglichkeit auf die Internetseite www.spielefuerviele.de hinzuweisen. Neben ausführlich kommentierten Spielanleitungen gibt’s die Top20 und ich hab schon einige für mich unbekannte Spiele gefunden. Dort heißt es übrigens Känguruhkotzspiel. Nun gut.

Ich muss sagen, das Spiel gefiel mir plötzlich besser als früher. Das kann aber auch daran liegen, dass wirklich alle mitgemacht und mitgelacht haben. Wirklich Spaß gemacht hat es, als wir uns eigene Figuren überlegt haben. So wurde das Spiel durch den Dönerverkäufer, den Busfahrer, den Busfahrer bei Regen, den Zug, durch Rumpelstilzchen und viele weitere Figuren ergänzt. Ärgerlich war nur, dass ich bei der Figur „Südsee“ ständig wie Shakira tanzen musste. Das konnte ich leider nicht und kann es auch heute noch nicht.

So, am Wochenende ist Gemeindefest; da wird die JG kleinen Kindern bunte Dinge ins Gesicht malen und dann ist auch noch Volleyballtunier aller Gemeinden im Kirchenkreis und da wollen wir zwar nicht gewinnen aber auf jeden Fall die Hoffnungsgemeinde schlagen. Warum, weiß ich auch nicht und ob’s geklappt hat, steht demnächst hier.

Bis denn,

Steffen

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