Notre Dame – Eine Kathedrale wirft ihre Schatten

Daniel 6. April 2009 0


51ihtwjl0yl_sl500_aa240_Paris im ausgehenden 14. Jahrhundert. Im Schatten der berühmten Kathedrale Notre ame wetteifern zwei bis fünf einflussreiche Bürger um Ansehen und Wohlstand. Dazu spielen sie Konkurrenten ungeliebte Karten zu, bestechen frommes Kirchenpersonal ebenso wie Stadtwache oder Bürgermeister. Doch bei all ihren Machenschaften müssen die Spieler stets die Rattenplage im Auge behalten. Denn wer vor lauter Gier die Gesundheit seines Viertels zu sehr vernachlässigt, verliert möglicherweise sein gesamtes Hab und Gut…

So beschreibt Alea, der Spieleverlag für anspruchsvollere Spiele von Ravensburger, sein Spiel Notre Dame. Mit viel Geschick und Strategie muss jeder Spieler versuchen, sein Stadtviertel möglichst erfolgreich auszubauen und zu pflegen. Dazu muss der Spieler versuchen, schlechte Karten, die er gezogen hat, an andere Spieler weiterzugeben. Mit Geschick muss man versuchen, Geld und Spielsteine zu erlangen. Dabei stellt sich immer wieder die Frage, ob lieber gleich die Siegsteine nimmt, oder doch lieber das Geld und damit über den Umweg des Bauens weitere Siegpunkte zu erlangen.

Siegpunkte können den Spieler vor der Rattenplage beschützen, die relativ schnell über das eigene Viertel hereinbrechen kann, wenn ein benachbarter Spieler geschickt seine schlechten Karten weitergibt. Somit ist man häufig von den Karten des Nebenmanns und (aus meiner Sicht manchmal zu oft) vom Glück abhängig.

Das genaue Spielgeschehen ist aus meiner Sicht relativ schwer wiederzugeben. Es werden insgesamt neun kleine Runden gespielt, die in drei größere Runden eingeteilt werden. In jeder der neun Runden muss der Spieler sein Quartier ausbauen, verändern oder vor der Rattenplage beschützen.

Die Spielanleitung ist gut und einfach geschrieben. Der teilweise komplexe Spielablauf macht allerdings ein häufigeres Nachlesen der Regeln notwendig. Ein Spiel sollte man mit etwa 60 Minuten einrechnen. Zwei bis fünf Spieler können am Spielgeschehen teilhaben.

Laut Alea hat das Spiel einen Schwierigkeitsgrad von 4 auf der Skala von 1 (leicht) bis 10 (schwer). Mein persönlicher Eindruck wäre ein höherer Schwierigkeitsgrad, wobei ich keine anderen Alea-Spieler zum Vergleich kenne. Dennoch hat das Spiel Spaß gemacht, unter anderem durch das schön gestaltete Spielmaterial.

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