Aus aktuellem Anlass eine Pressemitteilung des Bayerischen Jugendrings:
„Die Offene Kinder- und Jugendarbeit ist eine wertvolle Säule unseres Bildungssystems. Sie ermöglicht jungen Menschen gerade dadurch, dass ihre Einrichtungen selbstorganisiert und deren Besuch freiwillig ist, aktive Erfahrungen von Mitwirkung und Beteiligung. Sie erschließt durch ihr vielfältiges Angebotsspektrum gesellschaftliche Teilhabe für alle Kinder und Jugendlichen, gerade auch für diejenigen aus bildungsfernen Schichten“, erklärte BJR-Präsidentin Martina Kobriger in Reaktion auf ein Interview mit Christian Pfeiffer in der Süddeutschen Zeitung vom Montag.
Politik und Schule wollen die ganzheitlichen Ansätze der Offenen Kinder- und Jugendarbeit
Es gibt einen bundesweiten politischen und fachlichen Konsens darüber, dass Schule sich öffnen muss, insbesondere für Angebote der Offenen Kinder- und Jugendarbeit. Ihre pädagogischen Zugänge ermöglichen Lernerfolge, die im Schulkontext allein so nicht möglich sind. Aktivierende, motivierende und selbstbestimmte Formen des Lernens eröffnen wertvolle zusätzliche Möglichkeiten. Die Erfolge dieser Kooperation zeigen auch zahlreiche positive Beispiele in bayerischen Städten und Gemeinden. „Herr Pfeiffer wäre gut beraten, einmal über seinen hannoverschen Tellerrand hinaus zu blicken“, so Kobriger.
„Wir wehren uns gegen die pauschale Diskreditierung eines gesamten Arbeitsfelds“
Christian Pfeiffer polemisiert immer wieder gegen die Offene Jugendarbeit und unterstellt dabei Kausalzusammenhänge zwischen dem Besuch von Jugendzentren und Gewalt, die er empirisch nicht belegen kann. „Hier werden Ursache und Wirkung vertauscht und Ergebnisse verallgemeinert, um ein etabliertes Arbeitsfeld zu diskreditieren. Das ist unseriös und beschädigt die Arbeit zahlreicher engagierter Kolleg/-innen“, kritisiert Kobriger. „Ich gehe davon aus, dass die bayerischen Kommunen die gute Arbeit ihrer offenen Einrichtungen schätzen und den Vorschlag von Herrn Pfeiffer, alle Jugendzentren zuzusperren, als das erkennen, was er ist: Purer Populismus.“





