Mutprobe, Gruselpfad und Co.

Daniel 31. Mai 2008 4


In vielen Zeltlagern und Freizeiten darf sie nicht fehlen – die Mutprobe. In der Nacht müssen die Kinder durch den dunklen Wald laufen – der dunkle Weg nur markiert mit einem Seil oder auch mit Knicklichtern. Und dann plötzlich ein Knacken, jemand rennt vorbei, ein Lichtstrahl, BAAAAAAAAAAAAAHHHHHH. Auch das Kind muss schreien, es zittert und beginnt zu weinen. Vor Allem für die jüngeren Teilnehmer ist die Mutprobe eine große Herausforderung; viele von ihnen haben schon vor Beginn im wahrsten Sinne des Wortes die Hosen voll. Sie versuchen dem Gruppenleiter schon vor Beginn der Mutprobe wichtige Details zu entlocken, wie sie möglichst harmlos durch die nächtliche Aktion kommen. Oder eben, sie versuchen nicht mit zu müssen.

Manche Gruppenleiter scheinen gerade ein sadistisches Gefallen daran zu haben, Kinder so richtig zu erschrecken und zu verängstigen. Warum? Vielleicht als Rache am Ende der Freizeit für all die verbrauchte Energie, die die Kids den Betreuern abverlangt haben? Aber ist es richtig, den Kindern Angst zu machen? Ich glaube nein. Was haben wir Gruppenleiter davon, wenn wir Kindern Angst vor dem Wald machen? Der Wald ist kann für Kinder ein echtes Erlebnis sein – ein besserer Spielplatz als alle Erlebnisspielplätze.

Ich meine, wir sollten Kindern diesen Lebensraum näher bringen. Durch Mutproben und Gruselpfade können wir genau das Gegenteil erreichen – nämlich Angst.

Bessere Ideen für tolle Nachtaktionen für Kinder werden wir euch in den nächsten Tagen vorstellen!

[Update: Die ersten Ideen findet ihr hier]

4 Kommentare »

  1. Stephan 3. Juni 2008 at 20:08 -

    Ich denke auch, dass Nachtwanderungen ein wunderbares eindrückliches Erlebnis für die Kids sein können. Sie werden davon schwärmen! Und für viele Kleinere ist es auch schon eine Mutprobe “nur” eine Nachtwanderung mit vielleicht ein paar Fackeln durch einen Wald zu machen.

    Wenn man etwas größere Kids hat kann man bestimmt auch einen “Mutweg” einbauen, der gekennzeichnet (oder genau abgesprochen) ist, den sie dann alleine gehen (wenn sie wollen!).

    Aber mehr braucht man meiner Meinung nicht, denn erschreckt zu werden gefällt nicht nicht allen Kids und es können auch nicht alle damit umgehen. Und man möchte ja keine Nachtaktion zum Negativ-Eindruck-Nr.1 machen. Wenn es auf einer Freizeit ein paar “ganz harte (Jungs)” gibt, die damit kein Problem haben erschrocken zu werden (vorher einzeln mit den Kids absprechen) kann man ja mit der Kleingruppe ein kleines Extraprogramm machen. Aber auch dann sollte es noch in einem bestimmten Rahmen bleiben und einen Abbruch, wenn es einem Kind zuviel wird!

    Stephan

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